Lidl-Elektrozahnbürste: 16,99 € und drei Monate Lebensdauer

Die Elektrozahnbürste von Lidl kostete 16,99 €, und mehrere Käufer berichten, dass sie nach drei Monaten den Dienst versagte. Oral-B und Philips halten Jahre, kosten aber…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Lidl-Elektrozahnbürste: 16,99 € und drei Monate Lebensdauer

Am 26. August 2013 brachte Lidl eine Elektrozahnbürste für 16,99 € in den Verkauf. Die am häufigsten genannte Alternative war eine Braun Oral-B Vitality Precision Clean für 19,75 € bei Amazon. Zwei Euro Unterschied, die – den geschilderten Berichten zufolge – ein Gerät, das nach drei Monaten stirbt, von einem trennen, das Jahre durchhält. Die Diskussion mündete in eine unbequemere Frage: Braucht man wirklich einen Motor, um sich die Zähne zu putzen?

Die Lidl-Bürste und das Problem mit den Ersatzköpfen

Das Muster wiederholt sich mit einer Beharrlichkeit, die nicht mehr wie Zufall wirkt. Ein Käufer berichtet, seine Lidl-Bürste sei nach drei Monaten ausgefallen, er habe zwei Packungen Ersatzköpfe angesammelt, und als das Angebot ein halbes Jahr später zurückkam, hatte sich das Modell geändert und die Köpfe passten nicht mehr. Ein anderer bestätigt, dass er seine „nach ein paar Monaten Nutzung“ wegwarf, weil Zahnpasta in die Zahnräder eindrang und sie blockierte. Ein Dritter ergänzt, dass seine „nach eineinhalb Jahren oder weniger“ kaputtging.

Die deutsche Marke schneidet nicht auf allen Fronten schlecht ab. Manche räumen ein, dass sie innerhalb der Garantiezeit kostenlos eine neue Bürste erhielten. Das Problem kommt danach: Ist die Garantie abgelaufen, ist keine Reparatur mehr möglich. Und die Ersatzköpfe, das eigentliche Geschäft dieses Marktes, werden zu verschwendetem Geld, wenn das Modell aus dem Sortiment verschwindet.

Oral-B, Philips und die Mercadona-Bürste: was wie lange hält

Gegenüber der Lidl-Bürste ist Oral-B der dominierende Maßstab. Ein Nutzer berichtet von acht Jahren Nutzung; ein anderer von zehn bis zwölf Jahren mit demselben Gerät, stets auf der Ladestation und kompatibel mit den neuen Köpfen. Der Akku, räumt man ein, geht irgendwie kaputt, aber die Bürste funktioniert weiter. Diese Langlebigkeit erklärt, warum „Original- und Nachbauköpfe“ so reibungslos zirkulieren.

Philips erscheint als die von Zahnärzten empfohlene Alternative. Jemand kaufte außerdem eine Bürste von Mercadona für 5,50 € mit Ersatzköpfen für 3,50 €, und jemand fand bei AliExpress ein Modell mit USB-Ladung für etwa 10 Euro, das – so seine Überzeugung – „die Mercadona-Bürste um Längen schlägt“. Die Preisspanne ist enorm, und die Korrelation mit der Haltbarkeit stimmt, den geschilderten Fällen zufolge, nicht immer.

Putzt die Elektrobürste gründlicher als die Handzahnbürste?

Hier ist der Konsens auffällig. Wer die elektrische Variante ausprobiert hat, ist sich einig: Das Reinigungsgefühl ist besser – weißere Zähne, gepflegtere Zahnfleischränder, weniger Mühe für Faule. Ein Nutzer fasst es in ein Bild: „Ich war skeptisch, und jetzt, wo ich es ausprobiert habe, würde ich nie zurück zur Handbürste. Und das sagt jemand, der das Gras mit der Sense mäht“.

Die Einwände betreffen nicht die Leistung, sondern das Risiko. Ein Zahnarzt warnte einen Patienten, dass solche Bürsten „den Zahnschmelz stark schädigen“. Ein anderer Fachmann empfahl die Elektrobürste gerade deshalb, weil die Rotationsbewegung den Verschleiß vermeidet, den manuelles Putzen mit geraden Bewegungen verursacht. Der Widerspruch zwischen den Fachleuten bleibt in der Diskussion ungeklärt.

Die technische Feinheit liefert der Hinweis, dass die Bürste sich mehr als 120 Mal pro Sekunde bewegt, gegenüber den zwei Strichen, die eine menschliche Hand schafft. Den Kopf fünf Sekunden still auf einem Zahn zu lassen entspricht 600 Strichen. Die Kraft ist nicht das Problem; die Technik schon.

Munddusche, Zahnseide und das Geschäft mit dem Zubehör

Das Gespräch driftet zur Munddusche, dem Gerät, das einen Wasserstrahl unter Druck abgibt. Ein Modell Oral-B Oxyjet Professional Care wurde für 57,99 € angeboten, mit Luft-Mikrobläschen zur „Tiefenreinigung“. Eine Panasonic DentaCare EW1211 erschien als Alternative. Die häufigste Empfehlung: Die Munddusche ergänzt die Bürste, sie ersetzt sie nicht, und kann die Zahnseide in schwer zugänglichen Bereichen ersetzen, ohne das Zahnfleisch zu schädigen.

Die widersprüchliche Note liefert derjenige, der behauptet, das alles sei „Quatsch“ und die Natur habe uns keine Elektrozahnbürsten gegeben. Die Antwort: Die Evolution hat uns auch nicht auf Streptococcus mutans vorbereitet, das Bakterium, das sich vor wenigen tausend Jahren veränderte und begann, Säuren zu produzieren, die den Zahnschmelz zerstören. Das naturistische Argument widerlegt sich von selbst.



Wenn Bürsten drei Monate halten und Ersatzköpfe aus dem Sortiment verschwinden, lautet die Frage nicht, ob die Elektrobürste besser putzt. Sondern wie lange es dauert, bis die anfängliche Ersparnis zu einer wiederkehrenden Ausgabe wird. Lohnt es sich, jedes Quartal 17 Euro zu zahlen?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (43 Antworten).

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