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Kühlsystem entlüften: der Deckel, der den Motor täuscht
Ein neuer Entlüftungsdeckel ließ einen BMW-E46-Motor ohne Kühlung zurück und setzte das System unter Druck. Eingeschlossene Luft und das Thermostat sind die Hauptverdächtigen.
Der Entlüftungsdeckel des BMW E46, der den Motor zum Druckkochtopf macht
Ein neuer Entlüftungsdeckel. Das war die einzige Änderung. Und der Motor begann zu überhitzen, bis die Nadel „ins Unermessliche“ stieg, mit stehendem Block unter Druck und Kühlflüssigkeit, die nicht zirkulierte. Die Diagnose des Besitzers eines BMW 3er E46 deutet auf eine im Kreislauf eingeschlossene Luftblase hin, aber die Ereignisfolge wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet: Der alte Deckel war kaputt und spuckte beim Start Wasser unter Druck aus; der neue lässt nichts mehr heraus. Irgendwo dazwischen hörte das System auf, sich wie ein geschlossener Kreislauf zu verhalten.
Was passiert, wenn Luft im Kühlsystem bleibt
Wie ein Teilnehmer erklärt, ist der Kreislauf dicht: Er hat nur Ein- und Ausgänge am Fülldeckel, an der Entlüftungsschraube des Ausgleichsbehälters, an der des Kühlers —sofern vorhanden— und bei manchen Motoren an der des Motorblocks. Öffnet man eine davon bei warmem Motor, tritt Luft ein. Und Luft, anders als Flüssigkeit, komprimiert und dehnt sich mit der Temperatur aus. Daher dieser Druck, der beim Öffnen der Entlüftungsschraube erschreckt und den der Betroffene als Kochtopf beschreibt.
Die genannte mechanische Folge ist unmittelbar: Ohne Flüssigkeit an den Wasserkanälen öffnet das Thermostat den großen Kreislauf nicht, der Kühler wird nicht warm und die Temperatur schießt hoch. Das echte Risiko ist die Zylinderkopfdichtung, die der Besitzer zu vermeiden versucht, indem er den Motor abstellt, bevor die Nadel zu weit steigt.
So entlüftet man die Kühlflüssigkeit Schritt für Schritt
Das in den Antworten wiederholte Verfahren ist immer dasselbe: kalter Motor, Flüssigkeit aufgefüllt, Fülldeckel geschlossen, Entlüftungsschraube offen. Motor starten und im Leerlauf laufen lassen, bis das Thermostat öffnet und Flüssigkeit aus der Entlüftung beginnt zu laufen. Dieser Strahl ist das Zeichen, dass die Luft draußen ist. Dann schließen.
Es gibt Varianten. Eine besteht darin, das Auto an einem Hang bergauf zu stellen, damit die Entlüftung der Heizung am höchsten Punkt liegt. Eine andere, radikalere: in den Füllstutzen blasen, während man die Entlüftungen öffnet, bis Wasser herausquillt. Und eine dritte, die am häufigsten genannte: die Heizung während des gesamten Vorgangs auf volle Leistung stellen, um die Zirkulation durch den Wärmetauscher zu erzwingen. Der Pegel sinkt, wenn die Luft entweicht; man muss nachfüllen und wiederholen, bis er sich stabilisiert.
Auch der neue Deckel kann der Täter sein
Nicht jeder kauft die Luft-Diagnose. Manche zeigen direkt auf den frisch installierten Deckel: Auch neue können defekt sein, und ein Deckel, der nicht richtig schließt, verhindert, dass das System den Druck aufbaut, den es braucht, um den Siedepunkt der Kühlflüssigkeit anzuheben. Auch das Thermostat wird als üblicher Verdächtiger genannt, wenn der Kühler nicht warm wird.
Die vorgeschlagene Prüfung ist einfach: Bei laufendem Motor die Schläuche anfassen, die vom Motor zum Kühler führen. Ist einer kalt und der andere brühheiß, öffnet das Thermostat nicht. Sind beide kalt und die Nadel steigt, liegt das Problem woanders.
Die eigentliche Frage bleibt: Wenn das System nirgends verliert und der Pegel hält, woher kommt die Luft, die nach jedem Entlüftungsversuch wieder auftaucht? Die Antwort liegt nicht im Material. Und ohne sie ist jede Entlüftung nur ein Flickwerk.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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