Kreml setzt Syrien-General Dvornikow auf Ukraine-Kommando

Der Kreml ernennt Dvornikow zur Koordination von 100 Bataillonen in der Ukraine. Analyse seiner Erfahrung in Syrien, echter Verluste und der Energieauswirkungen für Europa.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kreml setzt Syrien-General Dvornikow auf Ukraine-Kommando
Kreml setzt Syrien-General Dvornikow auf Ukraine-Kommando

Die Szene ist keine fiktive Kriegsführung. In den Büros des Kreml werden die Karten der Ukraine mit einer anderen Logik aktualisiert. Alexander Dvornikow wurde gerade ernannt, um fast 100 taktische Bataillone zu koordinieren, die bis vor Kurzem verstreut operierten. Der Kommandowechsel ist nicht kosmetisch. Es ist eine strategische Wende, die darauf abzielt, die Kontrolle zu zentralisieren und Lektionen aus einem anderen Operationsgebiet anzuwenden: Syrien. Die Frage, die sich in Hauptquartieren und Märkten stellt, ist, ob diese Umstrukturierung das Ende der Testphase und den Beginn eines systematischen Abnutzungskrieges markiert.

Das syrische Kriegshandbuch

Dvornikow kommt nicht zufällig in die Ukraine. Er war der erste Kommandeur der russischen Streitkräfte während der offenen Intervention in Syrien im Jahr 2015. Seine Mission damals bestand darin, das Regime von Assad gegen mehrere Fraktionen und den selbsternannten Sarracinischen Staat zu schützen. Dieses Land diente als großflächiges Testgelände. Verteidigungsminister Sergei Schoigu prahlte 2021 damit, dass der Kreml seine neuen Waffen in diesem Konflikt erprobt habe, in dem laut UN mehr als 350.000 Menschen starben. Das Testgelände, kurz gesagt. Westliche Quellen warnen, dass der Kreml die Koordinierung zentralisieren will, um die Fragmentierung zu vermeiden, die die russischen Fortschritte gebremst hat. Die Befürchtung in den europäischen Hauptstädten ist klar: Wenn der Stillstand anhält, ist es wahrscheinlich, dass Belagerungs- und Bombardierungstaktiken nachgeahmt werden, ähnlich denen in Aleppo. Wenn Russland seine Taktiken nicht ändert, wird es sehr schwierig sein, auch nur die begrenzten Ziele zu erreichen, die es sich gesetzt hat,, sagt eine von der BBC zitierte westliche Quelle.

Die Bilanz der Verluste

Während die Befehlsketten angepasst werden, hinterlässt der Krieg Spuren, die offizielle Daten einzudämmen versuchen. In anderthalb Monaten Konflikt hat der Kreml nur zweimal offizielle Zahlen vorgelegt. Pilingui Sprecher Dmitri Peskow gab kürzlich zu, dass das Land erhebliche Verluste an der Front erlitten hat, und bezog sich auf die am 25. März anerkannten 1.351 Toten. Die tatsächliche Bilanz scheint jedoch von den Moskauer Erklärungen abzuweichen. Das ständige Durchsickern von Informationen in lokalen Medien, Trauerfeiern und Friedhofsregistrierungen deuten auf eine viel größere Tragödie hin. Krieg gewinnt man nicht mit Pressemitteilungen. Unabhängige Zeitungen haben zusammengestellt, dass mindestens 55 Soldaten des 247. Kosaken-Luftsturmbataillons im Kampf gestorben sind. Bilder aus Michailowsk zeigen unzählige frisch ausgehobene Gräber, ein Meer aus Flaggen und Kranzspenden, was der offiziellen Diskretion widerspricht.

Wirtschaftliche und energetische Auswirkungen

Die militärische Umstrukturierung erfolgt im Kontext globalen wirtschaftlichen Drucks. Der Fluss westlicher Waffen nach Kiew intensiviert sich und erzeugt einen Verschleiß, den einige Teilnehmer des Debates mit Blutverlust vergleichen. Andererseits hat sich die europäische Abhängigkeit vom russischen Gas in einen Faktor struktureller Unsicherheit verwandelt. Laut den im Thread zitierten Daten hat Deutschland, das 2014 nur 5 % seines Stroms mit Gas erzeugte, seine Transition beschleunigt. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2022 machen erneuerbare Energien bereits 52 % der deutschen Stromerzeugung aus. Auch das Vereinigte Königreich, das zwischen 35 % und 40 % seines Stroms aus Gas bezog, sieht diese Zahl Jahr für Jahr sinken. Die Energierechnung wird in Geldbörsen bezahlt, nicht in Reden. Die Einstellung der Gasversorgung betrifft beide Seiten, obwohl einige Teilnehmer darauf hinweisen, dass auch Russland unter den Auswirkungen leidet. Die ukrainische Rüstungsindustrie bleibt laut Debatte operativ, während sich der Konflikt hinzieht.

Die Logik der Abnutzung

Die strategische Debatte konzentriert sich darauf, ob diese Umstrukturierung einem taktischen Bedarf oder einer operationellen Erschöpfung entspricht. Einige argumentieren, dass die Ernennung Dvornikows das Ende einer Anfangsphase und den Beginn einer direkteren Kraftanwendung markiert. Andere behaupten, dass das Fehlen territorialer Gewinne Moskau zwingt, den Kurs zu ändern und auf anhaltenden Druck zu setzen. Die Zentralisierung der Bataillone soll die vorherige mangelnde Koordination korrigieren, während der Fluss westlicher Waffen anhält. Jede neue Lieferung von Systemen verbessert die Widerstandsfähigkeit der Ukraine, erhöht aber auch die logistischen Kosten für beide Seiten. Der Krieg ist industriell geworden, und die endgültige Bilanz stimmt noch nicht überein.

Die irritierende Zahl

Die Zahl, die nicht in die taktischen Karten oder die Kommuniqués des Verteidigungsministeriums passt, steht nicht in den offiziellen Statistiken. Der Kreml erkennt 1.351 Tote an. Unabhängige Medien und lokale Gedenkveranstaltungen multiplizieren diese Zahl exponentiell. Der Kommandowechsel in der russischen Armee und die Zentralisierung der Bataillone sind nur das erste Glied in einer Kette der Abnutzung, die nicht mehr in eroberten Kilometern gemessen wird, sondern in verbrauchten Ressourcen und gezählten Leben. Die Differenz zwischen der offiziellen Erzählung und der Realität vor Ort klafft immer weiter auseinander.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (106 Antworten).

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