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Vermögen nach Schweiz oder Deutschland: DD1 und Modelo 720
Kontoeröffnung in der Schweiz oder Deutschland ist legal, erfordert aber Pass, Meldebescheinigung und deklarierte Überweisung. Das Formular DD1 existiert nicht mehr; das Modelo 720 verjährt nicht.
Sparen aus Spanien transferieren: DD1, Modelo 720 und die Angst vor dem Corralito
Mit 100.000 Euro, gültigem Reisepass und Nachweisen über die Herkunft des Geldes öffnet sich die Tür zu einer Schweizer Bank. Der Rest ist Bürokratie, und hier beginnt das Problem: Der Engpass entsteht nicht in Zürich, sondern in der Filiale im Herkunftsland. Ein Sparer fasst einen ganzen Monat an Bemühungen zusammen, um sein Vermögen aus Spanien zu verlagern, und zieht eine unbequeme Schlussfolgerung: Die Transaktion ist legal, aber niemand mit offiziellen Informationen hat ein Interesse daran, dass sie einfach erscheint.
Welche Dokumente sind für die Kontoeröffnung in der Schweiz erforderlich?
Gültiger Reisepass — auch Personalausweis, wenn das Ziel die Schweiz ist —, eine vom Rathaus ausgestellte und drei Monate gültige Meldebescheinigung (Empadronamiento) sowie die physische Anwesenheit im Land. Dies ist das absolute Minimum, wie beschrieben wird, ohne bekannte Ausnahmen: Fernabsatz-Kontoeröffnungen gibt es derzeit nicht.
Jedes Institut setzt seine eigene Untergrenze. Die deutsche Deutsche Bank verlangte 100.000 Euro für die Kontoeröffnung; ein Schweizer Institut lag bei 150.000; die Commerzbank gab an, weder Mindest- noch Höchstbeträge für Gelder mit rechtmäßiger Herkunft zu verlangen, und italienische Banken öffneten die Tür bereits ab 20 Euro. Die Spanne sagt viel darüber aus, wen jede Filiale gewinnen möchte und wen sie nur halbherzig bedient.
Es lohnt sich auch zu wissen, was man unterschreibt. Es zirkulieren Fonds mit ISIN-Nummern außerhalb Spaniens, die als immun gegen Einlagensperren verkauft werden. Immer nur theoretisch: „Es gibt keine Regeln dafür, wie ein Corralito aussehen muss“, lautet die Erklärung, denn der Corralito ist genau die Ausnahme von allen Regeln.
Warum Botschaften und Industrie- und Handelskammern nichts lösen
Botschaften verweisen auf die Industrie- und Handelskammern. Diese verweisen auf die spanischen Tochtergesellschaften ausländischer Banken, die für diesen Vorgang nicht infrage kommen: Eine in Spanien ansässige Bank ist eine spanische Bank, egal ob sie Deutsche Bank oder Crédit Suisse heißt. Die Einlagen liegen in Spanien, mit allen Implikationen, die dies mit sich bringt.
Deshalb hilft am Schalter niemand bei der Eröffnung eines Kontos in Deutschland. Vor Ort in Deutschland ist es jedoch möglich: Reisepass und Personalausweis genügen, das Konto kostet etwa 5 Euro pro Quartal und ermöglicht Transaktionen und Bargeldabhebungen aus jedem Land. Die spanische Version desselben Instituts hingegen macht die Verwaltung von der Gehaltsüberweisung abhängig und verlangt rund 12 Euro vierteljährlich. Das legendäre BBVA in Hendaye gehört der Vergangenheit an: Es gibt nur noch Filialen in Paris.
Ist das Formular DD1 der Banco de España weiterhin verpflichtend?
Nein. Das DD1 wurde durch die Rundschreiben 4/2012 der Banco de España aufgehoben, veröffentlicht im BOE am 4. Mai 2012. Was bleibt, ist die Registrierung wirtschaftlicher Transaktionen mit dem Ausland über das ETE-Formular, das Volumengeschäften vorbehalten ist. Die eigentliche Last liegt woanders.
Diese andere Last ist das Modelo 720. Es muss eingereicht werden, wenn der erklärte Saldo den des Vorjahres um 20.000 Euro überschreitet, und hier kommt die Warnung, die kursiert: Es verjährt nicht. Wer es nicht einreicht, kann zwanzig Jahre später belangt werden, und die Sanktionen wurden in europäischen Instanzen als unverhältnismäßig bezeichnet. Die Pflicht geht weit über das Halten eines Kontos hinaus: Sie umfasst Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften, Aktien bei ausländischen Brokern und jede noch so kleine Unternehmensstruktur.
Luxemburg, Dänemark, Gold oder deutsche Aktien: Wo wird das Vermögen verwahrt?
Die genannten Alternativen liegen alle im Ausland. Konten bei dänischen Banken, erreichbar über eine Website auf Spanisch, wobei das Geld physisch in Dänemark hinterlegt und durch den dänischen Einlagensicherungsfonds gedeckt ist. Luxemburger Konten mit einer unbequemen Besonderheit: Sie werden gesperrt, wenn innerhalb von 60 Tagen keine Anmeldung erfolgt. Institute mit niederländischem Einlagensicherungsfonds. Physische Edelmetalle, mit dem Vorteil, dass sie per Straße transportiert werden können.
Und ein Weg, der keine Eröffnung erfordert: Das Vermögen in Aktien großer deutscher Unternehmen anzulegen, die bei einer spanischen Bank hinterlegt sind. Würde Spanien den Euro verlassen, würden diese Titel weiterhin in Frankfurt in der deutschen Währung gehandelt. Wer wissen will, was mit den Argentiniern geschah, die ihrem Land vertrauten, findet die Antwort im Rückspiegel.
Kann es in Spanien innerhalb des Euro einen Corralito geben?
Das am häufigsten wiederholte Argument ist Nein: Mit freiem Kapitalverkehr seit dem Beitritt zur EWG im Januar 1986 wäre ein Corralito nur auf europäischer Ebene möglich, und Spanien müsste vorher den Euro verlassen. Die Gegenargumentation ist einfacher: Kein Land, das dies erlitten hat, hat vorher gewarnt. Es wird ein konkretes Szenario beschrieben, in dem die Nachricht an einem Freitag um 16 Uhr eintrifft, Auslandsüberweisungen begrenzt und Bargeldabhebungen von heute auf morgen eingeschränkt werden.
Die nützlichste Anekdote in dieser Angelegenheit ist nicht finanzieller Natur. In Italien genügt es, mit dem Reisepass zu erscheinen, die Steuernummer (Codice Fiscale) kostenlos registrieren zu lassen — nur mit dem Personalausweis — und zu sagen, man sei im Rahmen des Erasmus-Programms dort, um ein Konto mit 20 Euro zu eröffnen, ohne Gehaltsnachweis und ohne Befragung zu Einkommen.
Wie viel von dieser Vorsicht ist Analyse und wie viel ein Trend, der erlischt, wenn sich die Lage beruhigt? Niemand, der sein Geld ins Ausland gebracht hat, ist zurückgekehrt, um davon zu berichten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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