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Israelisch-marokkanische Militärbasis vor Melilla
Israel und Marokko planen eine gemeinsame Basis in Afsó südlich von Melilla. Marokko rüstet auf, während Spanien Spike-Raketen und F-35 kauft.
Israel und Marokko errichten gemeinsame Militärbasis bei Melilla
Im Jahr 2020 normalisierten Marokko und Israel ihre diplomatischen Beziehungen. Fünf Jahre später schlägt sich diese Annäherung in einem konkreten Projekt nieder: einer gemeinsamen Militärbasis im marokkanischen Afsó, nahe dem Flughafen Monte Arruit, südlich von Melilla. Das Vorhaben macht die Achse Rabat-Tel Aviv zu einem Faktor, der direkt die Südseite der spanischen Grenze berührt.
Die Details des Abkommens sind nicht öffentlich bekannt. Gesichert ist jedoch der Rahmen: die Wiederherstellung der Beziehungen 2020 und darauf folgende bilaterale Kontakte, bei denen der Besuch des israelischen Verteidigungsministers den militärischen Aspekt betonte. Die Standortwahl wirkt kaum zufällig. Wer beide Enden des Mittelmeers kontrolliert, bestimmt auch das gesamte Gespräch.
Was über die Basis in Afsó bekannt ist
Verfügbare Informationen verorten die Anlage in Afsó, in der Nähe des Flughafens Monte Arruit und südlich von Melilla. Es gibt keine offiziellen Investitionssummen, keinen Zeitplan und keine Aufschlüsselung der Zuständigkeiten zwischen den beiden Ländern. Diese Intransparenz ist selbst eine Nachricht: Eine permanente Militärinfrastruktur wird in einer sensiblen Zone angekündigt, ohne dass geklärt wird, wer was beisteuert.
Daraufhin beginnt die Spekulation. Manche sehen darin eine Operation zur israelischen Machtprojektion im westlichen Mittelmeer; andere interpretieren es als Teil des westlichen Schirms gegen Russland. Keine dieser Lesarten wird durch öffentliche Dokumente gestützt.
Marokkos Aufrüstung als Ursache der Beunruhigung
Rabat kauft seit Jahren Material in einem Tempo, das nicht mehr unbemerkt bleibt: Schiffe, Panzer, Luftabwehrsysteme, Flugzeuge und Drohnen. Das am häufigsten genannte Argument lautet, dass Marokko seine Militärausgaben zur Außenpolitik gemacht hat und diese Anstrengungen unter anderem darauf abzielen, die Position gegenüber Ceuta, Melilla und den Kanarischen Inseln zu festigen.
Die pessimistischste Deutung geht weiter. Sie behauptet, die Kombination aus israelischer Bewaffnung, US-Rückhalt und europäischem diplomatischem Schweigen lasse Spanien keinen Spielraum. Die gemäßigtere Sicht antwortet, dass eine gemeinsame Basis ein Abschreckungsmittel sei, keine Angriffsplattform, und dass man nicht einfach mit Ausrüstungsbeschaffung und Invasion gleichsetzen dürfe, wenn keine Beweise vorliegen.
Spanien: Käufer und Verkäufer im selben Markt
Das spanische Paradoxon hat zwei Seiten. Einerseits verkauft Spanien Kriegsfahrzeuge an Marokko. Andererseits kauft es israelische Technologie: die Spike-Rakete, von der bereits 1.680 Einheiten geliefert wurden, während die lokale Produktion unter Lizenz anlief, einschließlich Exportgenehmigung. Parallel strebt das Land den Kauf von US-Kampfjets vom Typ F-35 an.
Dieses letzte Detail ist nicht unerheblich. Wenn Washington die Nutzung seiner Flugzeuge je nach Gegner einschränken kann, wird die Abhängigkeit von einem technischen Problem zu einer strategischen Hypothek. Eine Armee, die mit fremdem Material ausgestattet ist, spielt stets nach den Regeln anderer.
Die Westsahara-Frage, die niemand vergessen will
Der spanische Kurswechsel bezüglich der Westsahara dient hier als Präzedenzfall. Die Regierung änderte ihre Position ohne große Zurückhaltung, und viele Analysen kommen zu dem Schluss, dass jede Partei im Kongress ebenso gehandelt hätte, weil der tatsächliche Handlungsspielraum von Washington bestimmt wird. Wenn dies bei der Westsahara geschah, stellt sich die Frage, was verhindert, dass es bei Ceuta und Melilla passiert.
Daraus ergeben sich Datumsangaben, die keine Fakten, sondern Prophezeiungen sind, sowie Domino-Theorien: erst die Westsahara, dann die autonomen Städte, danach die Kanaren. Auch historische Vergleiche tauchen auf, vom 8. Jahrhundert bis zu den Vertreibungen von 1492, die mehr über die Autoren aussagen als über Rabat.
Damit gerät die Analyse genau dort ins Stocken, wo sie immer stecken bleibt: Niemand weiß, ob dies eine Bedrohung, ein Schachzug oder einfach ein Vertrag ist. Die einzige Gewissheit ist, dass die Südgrenze Europas nicht mehr von nur einem Land überwacht wird.
Wichtig zu merken: Eine gemeinsame israelisch-marokkanische Militärbasis in Afsó, eine scheinbar ungehemmte marokkanische Aufrüstung, Spike-Raketen unter israelischer Lizenz und ein ausstehender F-35-Kauf, der Spanien an die Entscheidungen des Weißen Hauses bindet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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