Investor sells portfolio, reinvests 92% in bonds

An individual liquidates all holdings except one stock and allocates 92% to inflation-linked bonds, commodities, and 8% cash.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Investor sells portfolio, reinvests 92% in bonds
Verkauf und Neuausrichtung: Der Rückzug, der eine Korrektur vorwegnimmt

Das Portfolio zu liquidieren und stillzuhalten ist eine Marktposition, keine Kapitulation. Der Anleger fasst seine Strategie so zusammen: Er hat alle Positionen bis auf eine geschlossen – ein Technologie-Dienstleistungsunternehmen – und sein Portfolio zu 8 % in Cash und zu 92 % in Anleihen, Rohstoffen und Immobilien angelegt, mit einem Horizont von zwanzig Jahren. Seine Gründe sind fünf und zeigen alle in dieselbe Richtung: Die Federal Reserve beschleunigt das Ende des Taperings, unprofitable Tech-Aktien fallen (er nennt Peloton, Lemonade, Tesla, Roku oder Teladoc sowie sektorbezogene ETFs), der S&P 500 wird um 25 % oder mehr korrigieren, einige Länder haben die Hälfte ihrer Schulden bei der EZB, und die US-Inflation liegt bei 6,5 %.

Der Plan: Inflationsgeschützte Anleihen, Rohstoffe und 15 % Cash

Neues Geld fließt monatlich nach dem Dollar-Cost-Averaging-Prinzip, ohne den Zeitpunkt zu timen. Die Hälfte geht in zehnjährige inflationsgeschützte US-Staatsanleihen (TIPS), 2 % in Rohstoffe, 2 % in Energieaktien, 1 % in Schwellenländer, 1 % in Kryptoassets und weitere 15 % bleiben als Cash für Einstiegschancen liegen. Der Rest ist Immobilien. Im Aktienbereich gibt er zu, einen börsengehandelten Fonds zu folgen, der Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Schwellenländer mischt und Anfang des Jahres rebalanciert, um mehr Anleihen zu gewichten. „Ich werde das Portfolio neu aufbauen“, betont er verärgert über jene, die seine Nachricht als endgültigen Rückzug lesen.

Warum sehen manche im Kauf von Staatsanleihen einen „Selbstmord“?

Der Einwand kam früh und ohne Ausarbeitung. Die Antwort des ursprünglichen Plans ist der Kupon: Ein TIPS mit zehn Jahren Laufzeit zahlt 0,875 % plus Inflation, absolut gesehen wenig, aber – so sagt er – genug, um die Kaufkraft nicht zu verlieren, während bessere Zeiten kommen. Die Alternative dazu sind Metalle, vor allem Gold und Silber, mit dem Argument, dass sie am wenigsten fallen werden. Es fehlt ein steuerliches Detail, das der Anleger selbst geprüft hat: Silber unterliegt seinem persönlichen Einkommensteuersatz.

Teure Immobilien, günstiges Land und das Szenario der Selbstversorgung

Auch der Immobilienmarkt ist aufgebläht, warnen Kritiker: Eine Investition lohnt sich nur mit Rabatten von über 40 % vom Marktpreis. Das Gegenargument ist, dass die Inflation Bargeld genauso schnell entwertet. In diesem Hin und Her taucht ein Mittelweg auf: Unrenovierte Häuser bis zu 50 % günstiger und Grundstücke mit Wasser, Wild und eigenem Wald. Das geteilte Beispiel ist ein Grundstück von 20 Hektar mit einem See von fast 4 Hektar für 79.000 Dollar, nahe der kanadischen Grenze. Der Haken: Dreißig Grad minus im Winter und Schnee, der täglich geräumt werden muss, sonst kann man das Haus nicht verlassen.

Time in the Market: Die Antwort an jene, die den Crash timen wollen

Hier ist der Konflikt frontal. Die Strömung, die für monatliche Einzahlungen plädiert, egal was passiert, erinnert daran, dass seit einem Jahrzehnt jede Woche apokalyptische Warnungen gelesen werden, ohne dass der Markt aufhört zu steigen. Ein Datenpunkt dient als Munition: Der Referenzfonds eines bekannten spanischen Managers erzielte zwischen 2014 und 2021 eine Rendite von 134 % gegenüber 205 % beim S&P 500 inklusive Dividenden. Über Warren Buffett wird behauptet, er schlage den Index nicht mehr aufgrund seiner Größe, nicht aus mangelndem Gespür, und es wird daran erinnert, dass Ray Dalio drei Jahrzehnte lang vorn lag, bis sein Vehikel zu groß wurde. Eine klassische Ironie bleibt offen: Wenn alle auf den Absturz warten, kommt er vielleicht nie.

Die Fed und die 6,5 % Inflation

Der zeitliche Rahmen ist wichtig. Auf ihrem Treffen am 15. Dezember 2021 beließ die Federal Reserve die Zinsen im Bereich von 0 % bis 0,25 % und hielt ihr Versprechen, die Wirtschaft zu stützen, während der Markt das Ende des Taperings einpreiste. Bei einer Inflation von 6,5 % ist das Dilemma das alte: Gelddrucken oder nicht? Im Hintergrund steht ein geopolitisches Szenario, das laut einer anderen Intervention als Vorwand dienen wird, um die Indizes zu bereinigen. Und eine Jahresendprognose mit Namen: S&P 500 bei 5.200 Punkten, Tesla bei 1.800 Dollar und Gold nicht über 2.000.

Die letzte Geste des Autors des Plans, als der Abschwung kam, war kurz und aufschlussreich: „UP!!! Das habe ich erwartet. Ich hatte Glück. Kaufen.“ Ob er recht hat oder unrecht, wird das nächste Jahrzehnt zeigen, nicht das nächste Quartal.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (200 Antworten).

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