Daten von 2014: 25 % ohne Ersparnisse, 55 % unter 3.000 Euro
Die These wird hartnäckig vertreten: Die Menschen haben mehr Geld, als sie zugeben. Die vorgestellte Verteilung schließt Personen unter 25 Jahren aus, ignoriert Schulden und beschränkt sich auf liquide Vermögenswerte – Konten, Aktien, Fonds, Festgeld, Gold, Pensionspläne. Auf dieser Basis ergibt sich folgendes Bild: 25 % mit weniger als 5.000 Euro, weitere 25 % zwischen 5.000 und 20.000 Euro, 25 % zwischen 20.000 und 50.000 Euro, 15 % zwischen 50.000 und 100.000 Euro, 5 % zwischen 100.000 und 250.000 Euro und 5 % über 250.000 Euro. Das klingt ordentlich. Es widerspricht jedoch den Daten eines anderen Teilnehmers.
Wie viel Geld die meisten Spanier gespart haben
Der Referenzwert stammt aus dem Jahr 2014: Ein Viertel der Spanier verfügt über keinerlei Ersparnisse und 55 % kommen nicht auf 3.000 Euro, so die Angabe eines Teilnehmers. Wenn diese Situation vor zehn Jahren zutraf, kann die Gruppe mit 0 bis 5.000 Euro nicht nur ein Viertel der Bevölkerung umfassen, sondern deutlich mehr als die Hälfte. Die naheliegende Schlussfolgerung ist unbequem: Die optimistische Verteilung beschreibt ein Land, das es nicht gibt.
Eine zweite Verteilung, grob geschätzt von einem Teilnehmer: 45 % unter 5.000 Euro, 25 % zwischen 5.000 und 20.000 Euro, 15 % zwischen 20.000 und 50.000 Euro, 9 % zwischen 50.000 und 100.000 Euro, 5 % zwischen 100.000 und 250.000 Euro und 1 % über 250.000 Euro. Eine weitere Schätzung, ebenfalls von einem Forumsteilnehmer, setzt die Latte höher: 65 % überschreiten 10.000 Euro nicht, und innerhalb dieser Gruppe erreichen viele nicht einmal 2.000 Euro. 20 % lägen zwischen 10.000 und 50.000 Euro, 12–13 % zwischen 50.000 Euro und mehreren hunderttausend Euro, und nur 1–2 % würden zum Kreis der Millionäre gehören.
Warum Ältere sparen und Jüngere nicht
Hier sind die Eindrücke breit gefächert. Nach der Erfahrung eines Teilnehmers spart die Generation, die keine Hypothek mehr tilgt, deren Kinder ausgezogen sind und die wenig ausgibt, still und leise an. Ein genanntes Beispiel: Ein Großvater, der nur die Mindestrente bezog, hatte beim Tod Geld selbst unter der Matratze versteckt. Für diesen Teilnehmer ist dies kein malerischer Ausnahmefall, sondern ein Muster.
Am anderen Ende beschreiben mehrere Teilnehmer die Altersgruppe bis 40 Jahre als finanziell stark belastet. Ein 34-jähriger Arbeitnehmer mit 2.000 Euro monatlichem Einkommen hatte nur 500 Euro auf dem Konto, wie ein anderer Forenteilnehmer berichtet. Im Automobilsektor ist die Diagnose eines Teilnehmers noch drastischer: In seiner Erfahrung bei einer Finanzierungsgesellschaft finanzierten fast alle ihr Auto zu 100 %, weil kein Polster für eine sofortige Zahlung vorhanden war. Das Gefühl, nur zwei Monate von der Armut entfernt zu leben, sei laut diesem Zeugnis keine Übertreibung.
Das Geld, das in Umfragen fehlt
Es gibt einen Faktor, den keine Statistik über Girokonten erfasst: Erbschaften. Ein Teilnehmer behauptet, dass eine wachsende Zahl von Haushalten Immobilien und Bargeld von Eltern und Großeltern konzentriert, und verknüpft dies damit, dass rund 30 Millionen Menschen keine Beiträge einzahlen, während etwa 18 Millionen sozialversichert sind. Vermögen zeigt sich nicht im Gehaltsabrechnung.
Auch Diskretion wird als Norm angeführt. Ein auffälliges Beispiel eines Teilnehmers: Jemand, der ungepflegt aussieht und ein kaputtes Auto fährt, aber 400.000 Euro in europäischen Anleihen angelegt hatte. Für ihn geht Prahlerei oft mit mangelnder Substanz einher. Ein anderer Teilnehmer beschreibt jene, die mehr vorgeben, als sie haben – teures Handy, Geländewagen, null Werkzeug – als häufiges Porträt.
Konzentrierte Erbschaften: Weniger Geschwister, mehr Vermögen
Die zugrunde liegende Hypothese ist demografisch. Ein Teilnehmer stellt fest, dass kinderreiche Familien vor einem halben Jahrhundert das Erbe in kleine Häppchen unter fünf oder sechs Geschwistern aufteilten; heute, mit weniger Kindern, wird dasselbe Vermögen unter einem oder zwei Erben verteilt. Dieser Teilnehmer berechnet, dass sich der Effekt besonders in der Altersgruppe von 30 bis 45 Jahren bemerkbar machen wird, die vor der Rente mehrere Wohnungen und etwas Bargeld erben könnte.
Die Nuance ist wichtig: Es handelt sich nicht um eine homogene Generation. Ein anderer Teilnehmer weist darauf hin, dass die Gruppe der 40- bis 45-Jährigen deutlich größer ist als die der 30- bis 35-Jährigen und dass fast alle Geschwister haben. Die Vermögenskonzentration wird eintreten, aber ungleichmäßig und später, als der einfache Schlagzeile suggeriert.
Sparen als Voraussetzung, nicht als Entscheidung
Nach Aussage eines Teilnehmers gibt es in seinem Umfeld mit einem Nettojahreseinkommen von 30.000 oder 60.000 Euro beide Extreme: Menschen, die mühelos sparen, und solche, die mit der Kreditkarte leben, ohne erklären zu können warum. Finanzkultur spielt eine Rolle, erklärt aber nicht alles. Manche glauben, die Gewohnheit sei angeboren, andere meinen, man lerne durch harte Schläge des Lebens.
Was klar hervortritt, ist die soziale Kosten des Sparens: Ein Teilnehmer erzählt, dass man Chefs sagen muss, dass es einem gut geht, und Kollegen, dass es einem schlecht geht. Daher die Strategie, unter dem Radar zu fliegen. Wie ein anderer Teilnehmer zusammenfasst: Geld ist Macht.
Mit diesen Zahlen sollte die Hälfte des Landes dauerhaft im Minus sein. Und doch sind die Cafés voll, wie ein weiterer Forenteilnehmer anmerkt. Wo genau ist das Geld, das nicht auf den Konten erscheint?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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