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Drone Volt verdoppelt Umsatz, bleibt aber defizitär
Drone Volt steigerte den Umsatz 2015 auf 3,7 Mio. Euro, verzeichnete jedoch Verluste; der Aktienkurs fiel nach einem Split von 13,44 auf 1,26 Euro.
Im Oktober 2015 notierte Drone Volt bei rund 13 Euro und verkörperte den Boom bei zivilen Drohnen. Sechs Monate später dümpelte die französische Aktie bei 1,26 Euro. Dazwischen lagen ein Aktiensplit zur Erhöhung der Liquidität, eine Verdopplung des Umsatzes und keine Gewinne. Das Unternehmen mit Sitz in Villepinte und Niederlassung in Kopenhagen produziert einige Modelle selbst, vertreibt andere seit seiner Gründung 2011. Es führt über 1.000 Artikel im Katalog und verfügt über zwei Indoor-Flugzentren in Paris Nord 2.
Umsatzentwicklung bei Drone Volt: Was wuchs und wie stark?
Die Halbjahreszahlen für 2015 zeigten ein Wachstum von 137%. Nach neun Monaten stieg der Umsatz um 110%, wobei der Beitrag der skandinavischen Tochtergesellschaft, die erst im Sommer operativ wurde, noch nicht enthalten war. Im Rückblick vervierfachte das Unternehmen seinen Umsatz innerhalb von anderthalb Jahren (350%). Das erste Quartal 2016 bestätigte den Trend: 1,4 Millionen Euro Umsatz gegenüber 0,6 Millionen im Vorjahreszeitraum, erneut mehr als 100% Steigerung.
Diese Zahlen erklären, warum viele Investoren lange an dem Wert festhielten. Dreistellige Wachstumsraten über mehrere Quartale hinweg. Doch neben dem Optimismus wuchs auch das Misstrauen, das sich nicht auf die Erlöse, sondern auf die Details der Gewinn- und Verlustrechnung bezog.
Warum verdient Drone Volt noch kein Geld?
Weil Wachstum Kosten verursacht, die hier höher sind als die Einnahmen. Das Geschäftsjahr 2015 schloss mit einem Umsatz von 3,7 Millionen Euro (doppelt so hoch wie im Vorjahr), einem negativen operativen Ergebnis von 0,9 Millionen Euro und einem Nettoverlust von 0,6 Millionen Euro. Das Management verwies lediglich auf eine „gestärkte Finanzstruktur im Einklang mit den Ambitionen“: 1,2 Millionen Euro Eigenkapital und 0,5 Millionen Euro Nettoliquidität nach Kapitalerhöhungen im Vorjahr. Offizielle Gewinprognosen gab es nicht.
Kurz gesagt: Die Umsatzerlöse deckten weder die Strukturkosten, die Expansion noch die Produktentwicklung gleichzeitig ab. Befürworter argumentierten, dass der Durchbruch 2016 kommen würde, vor allem aber 2017 und 2018, wenn die operative Hebelwirkung greife. Skeptiker fragten dagegen: Was, wenn der Markt zwei Jahre länger braucht, um diese Versprechen einzulösen? Der Kurs gab zunächst den Skeptikern recht.
Internationale Expansion: Von Dänemark in die USA und Schweiz
Die Eröffnung der ersten internationalen Tochtergesellschaft in Kopenhagen war der Startschuss. Das Unternehmen wählte Dänemark wegen der günstigen Regulierung für Zivilflüge und wollte von dort Schweden, Norwegen und Finnland bedienen. Hinzu kamen ein Joint Venture für Benelux, ein Vertrag in Kanada sowie Handelsbüros in den USA und der Schweiz, geleitet von einem Experten für Consumer-Elektronik und Drohnen.
Das Narrativ war schlüssig: Jeder neue Markt bringt weitere Einnahmequellen. Der Haken: Jeder neue Markt erzeugt zusätzliche Kostenstrukturen vor dem Umsatzstart. So trug die dänische Niederlassung beispielsweise nicht zu den Ergebnissen der ersten neun Monate 2015 bei, da sie erst danach aktiv wurde.
HEXO+ und die Spray-Drohne: Verträge, die den Kurs treiben sollten
Im Februar 2016 kündigte das Unternehmen einen Exklusivvertrag mit HEXO+ für den Vertrieb dessen Drohnen in Europa an. Dieser mehrjährige Vertrag führte zu einem Kursanstieg von 17,57% an einem einzigen Handelstag, bei einem Volumen von etwa 250.000 Aktien am Mittag. Am selben Tag hob Invest Securities die Empfehlung von „Neutral“ auf „Kaufen“ und passte das Kursziel von 1,95 auf 2 Euro an.
Zuvor, im November 2015, hatte die französische Zivilluftfahrtbehörde die Drone Spray für Flüge in geschlossenen Räumen zugelassen. Dies ermöglichte Arbeiten an Gebäuden bis 30 Metern Höhe ohne Gerüste: Dachreinigung, Lackierungen und Fassadenarbeiten. Die Aktie reagierte positiv mit einem Anstieg von 7,8% an dem Tag, an dem neue Modelle vorgestellt wurden.
Vom Split zum Höchststand von 2,4 Euro und der anschließende Einbruch
Der Wert handelte zeitweise über 14 Euro. Nach dem Aktiensplit zur Liquiditätssteigerung pendelte er zwischen 1,74 und 1,95 Euro, mit Spitzen über 2 Euro und einem historischen Hoch von 2,4 Euro. Für den späteren Absturz kursierte eine häufige Erklärung: Der Verkauf eines kleinen Pakets durch den Hauptaktionär – der zeitweise fast 90% des Kapitals kontrollierte – habe den Markt mit Papieren überschwemmt und den Preis gedrückt. Dies ist eine Hypothese, kein geprüfter Fakt.
Verifizierbar ist der Fall. Von 1,80 Euro verlor die Aktie 10% in einem Monat, erholte sich kurz, fiel dann im April 2016 an einem Tag um 8,9% auf 1,33 Euro; wenige Tage später notierte sie bei 1,26 Euro. Dies geschah unmittelbar nach der Veröffentlichung eines Quartals mit mehr als verdoppeltem Umsatz. Die Zahlen waren gut, also lag der Verkaufsdruck nicht daran. Einige Börsenkommentatoren führten dies auf Ermüdung beim Warten oder auf Rotation in andere Werte, wie Lithium-Minerien, zurück.
Hier stößt die Analyse an Grenzen. Ein Unternehmen, das seinen Umsatz um 100% steigert, international expandiert und gerade eine Kaufempfehlung erhalten hat, notiert 37% unter dem Kursziel von 2 Euro von Invest Securities. Entweder erwartet der Markt keine Gewinne, oder er hat einfach aufgehört, hinzuschauen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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