ING Direct hebt Zins auf Orange-Konto auf 6% für fünf Monate

ING Direct bietet das Orange-Konto vorübergehend mit 6% TAE an. Ein Trick über iBanesto ermöglicht Bestandskunden den Zugang, wirft aber Fragen auf.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

ING Direct hebt Zins auf Orange-Konto auf 6% für fünf Monate
ING Direct hebt das Orange-Konto auf 6% TAE – der eigene Kundenservice weiß nichts davon

Die Nachricht wurde zuerst von der Presse gemeldet, bevor die Bank selbst informierte. ING Direct erhöhte den Zinssatz für sein Orange-Konto auf 6% TAE, wie aus einem Bericht von elEconomista hervorging, während die Website weiterhin 5% anzeigte. Ein Nutzer im Forum schrieb, die Entscheidung sei «zufällig und sehr schnell» gefallen; wer bei der Hotline anrief, traf auf Mitarbeiter, die nichts wussten. Nach Vorlesen des Artikels bestätigte ein Angestellter, dass das Angebot am nächsten Tag startete und nur für Saldoerhöhungen galt. Die Kleingedruckte entscheidet, wer profitiert.

Welche Bedingungen gelten für die 6% beim Orange-Konto?

Für Neukunden ist der Weg frei. Für Bestandskunden gilt der 6%-Zins nur für Beträge, die das historische Höchstkonto überschreiten, nicht für bereits vorhandene Guthaben. Geld in Festgeldanlagen zählt nicht zu dieser Berechnung, sodass Teilnehmer früherer Aktionen leer ausgehen; einige vermuten, dies sei beabsichtigt. Das Angebot läuft fünf Monate; danach verzinst das Orange-Konto mit 3% p.a. und das Orange-Festgeld mit 5,30% TAE. Diese Differenz erklärt den Großteil der späteren Geldbewegungen.

Der iBanesto-Trick: Der Umweg, um 6% ohne Neukundenstatus zu erhalten

Dieser Trick hat in der Finanzwelt einen Namen: der «Amago». Er besteht darin, telefonisch ein iBanesto-Konto zu verknüpfen, eine Überweisung zu starten und das System anzubieten, das Festgeld mit 6% zu aktivieren, bevor die Transaktion abgeschlossen wird. Die kursierende Zielkontonummer ist 0030 1001 37 0000002271. Wichtig: Geht die simulierte Überweisung an iBanesto, beträgt die Laufzeit fünf Monate; an andere Banken nur drei. Auch die Summen variieren. Eine Überweisung von 5.000 Euro löste nichts aus; erst bei zwei Anlagen bis 10.000 Euro griff das System. Andere Fälle nannten eine Schwelle von 7.000 Euro, mit einer Obergrenze zwischen 18.000 und 19.000 Euro. Laut Nutzern funktioniert der Mechanismus nur mit Gehaltskonto, nicht mit dem reinen Orange-Konto.

Festgeld mit 5,5% kündigen und neu mit 6% abschließen: Der Erneuerungsplan

Hier kam der zweite, einfachere und weit verbreitete Weg ins Spiel. Festgelder mit 5,5% haben keine Vorkassestrafe, und die Bank zahlt die angefallenen Zinsen, sodass man kündigen und sofort wieder mit 6% neu abschließen konnte, was die Fünf-Monats-Frist zurücksetzte. Mehrere Teilnehmer berechneten, dass Kunden mit gestaffelten Anlagen so ohne Bankwechsel gewannen. Das Problem trat später auf. Mit laufenden 6%-Festgeldern zählt dieses Geld nicht mehr als Saldoerhöhung, und einige Nutzer stellten fest, dass sie die Operation weder online noch telefonisch wiederholen konnten. Ein Warnhinweis besagt: Das vorherige Fenster war eine Ausnahme, keine Regel.

Die 6%, finanziert durch niederländisches Steuergeld

Man sollte nicht vergessen, woher das Geld kommt. Wie ein Forennutzer bemerkte, hatte die niederländische Regierung ING zusätzlich zum Kursverfall 10 Milliarden Euro durch Aktienkauf injiziert. Nicht nur ING war betroffen: Am selben Tag, an dem die Aktie weitere 10% verlor, notierte Santander ebenfalls schwach, um 7 Euro. In diesem Umfeld ist die Frage nach der Nachhaltigkeit der 6% berechtigt. Einige rechnen auf, wie viel die Bank spart, wenn Kunden alte Festgelder kündigen, um neue abzuschließen. Die häufigste Antwort bleibt alt bewährt: Diversifizierung über mehrere Institute und nicht alles in einen Korb legen.

Was macht die EZB und was passiert, wenn der Euribor dreht?

Das makroökonomische Umfeld wirkt in beide Richtungen. Bei hoher Inflation in Spanien und Europa sowie steigenden Bankzinsen hielten viele Teilnehmer eine +0,25 Prozentpunkte-Erhöhung auf der nächsten Sitzung der Europäischen Zentralbank für wahrscheinlich. Dies würde kurzfristige Sparverzinsung stützen. Dagegen spricht die Prognose, dass der Euribor – oft scherzhaft als «Yuri» bezeichnet – fallen könnte. Dann wären heute abgeschlossene mittelfristige Festgelder über dem Marktniveau, während Kurzfrist-Anleger recht behalten hätten. Es ist der klassische Konflikt zwischen fester Verzinsung und Warten auf bessere Angebote.

Nach dem 31. Dezember 2008 gibt es keinen Plan. Niemand weiß, welcher Zins beim Orange-Konto übrig bleibt oder ob der iBanesto-Trick noch funktioniert, da es bereits Fälle gibt, in denen das System nichts anbietet. Dort, nicht in den Prospekten, stockt die Rechnung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (412 Antworten).

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