Airbus-Zielkurs bei 45, IAG unter 2: Kaufziele für den 11. Mai

Investoren legten Kursziele für die Woche vom 11. Mai 2020 fest: Airbus bei 45 Euro, IAG unter 2 und eine Prognose eines starken Rückgangs.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Airbus-Zielkurs bei 45, IAG unter 2: Kaufziele für den 11. Mai
Kursziele für den 11. Mai: Airbus bei 45 Euro, IAG unter 2

April 2020. Die halbe Welt im Lockdown, die andere beobachtete die Wiedereröffnung. In diesem Umfeld warnte ein Forennutzer vor einer unbequemen Wahrheit: Der Markt würde sich in der Woche vom 11. Mai so schnell bewegen, dass man nicht mehr rechtzeitig manuell kaufen könnte. Die Strategie lautete konkret: Den Einstiegskurs im Voraus berechnen und als Limit-Order hinterlegen. Es klang wie eine Stammtischweisheit. Doch die Liste der Kursziele füllte sich von selbst.

Die Woche des 11. Mai und die Order, die zu spät kommt

Der Kerngedanke ist der alte Albtraum des Privatanlegers: den Absturz sehen, entscheiden und zu spät kommen. Wenn ein Wertpapier 11% an einem einzigen Handelstag verliert – wie bei Arcelor geschehen –, frisst die Lücke zwischen manueller Order und dem tatsächlichen Preis den besten Teil der Erholung. Daher die Betonung auf Limit-Orders, die automatisch zum festgelegten Preis ausgeführt werden. Die Vorhersage deutete auf „extrem starke“ Bewegungen hin und einen Auslöser, dessen Geschwindigkeit, je nach Warner, davon abhing, wie schnell Informationen durchsickerten. Der Nutzer gab später zu, dass alles erfunden war.

Die Kurse, zu denen jeder kaufen wollte

Die entstehende Liste mischt europäische Schwergewichte mit kleineren Werten. Airbus zwischen 45 und 50 Euro; Renault zwischen 10 und 15; Shell zwischen 11 und 22; BASF um 39–40; IAG unter 2 – mit Käufen bereits zu 2,15; Sabadell Richtung 1,9; Iberdrola bei 6,5; Grifols bei 25. Einige unterschrieben ihre Ziele mit der Überzeugung langjähriger Beobachter; andere zweifelten direkt, ob diese Preise jemals erreicht würden.

Die Seroprävalenzstudie, die den Kalender bestimmte

Dieser Optimismus bezüglich der Wiedereröffnung hatte ein Gegengewicht. Erste Ergebnisse einer Seroprävalenzstudie – laut Zitierenden ohne Manipulation erstellt – deuteten darauf hin, dass nur etwa 5% der Bevölkerung Antikörper entwickelt hatten, mit Regionen nahe 10% und anderen zwischen 1% und 2%. Hinzu kam, dass ein Teil der symptomatisch Erkrankten keine Antikörper bildete. Die pessimistischste These sah die „gute Katastrophe“ im Oktober, wenn Unternehmen, die noch Hoffnung schöpfen, das Handtuch werfen würden.

Wo werden Airbus-Dividenden tatsächlich besteuert?

Hier entstand eine interessante steuerliche Debatte. Es wurde behauptet, Dividenden ausländischer Unternehmen, gekauft am spanischen Markt, seien keiner Doppelbesteuerung unterworfen. Die Korrektur kam schnell von einem anderen Nutzer: Laut seiner Darstellung wird dort besteuert, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, nicht wo die Aktie gekauft wird. Das Beispiel war British American Tobacco, mit Sitz in London, gekauft über einen US-Broker. Ein Detail, das es wert ist, notiert zu werden, da es in einem langfristigen Depot schwerer wiegt als gedacht.

AMD, Konsolen und der sechste Sinn des Anlegers

Eines der besten Argumente des Austauschs stammte nicht aus einer Bilanz, sondern aus dem Wohnzimmer. Jemand erinnerte daran, dass sowohl die neue PlayStation als auch die neue Xbox Chips von AMD (Grafik und Prozessor) verbauen. Ob die eine oder andere Konsole verkauft wird, das Unternehmen verdient gleich viel. Die Schlussfolgerung erinnert an Peter Lynchs alte Maxime: Der Privatanleger weiß Dinge, die der bezahlte Analyst nicht sieht. Dies reichte aus, um das Dossier eines Unternehmens wieder zu öffnen, das bis dahin als „langweilig“ galt.

Verstaatlichungen, Telefónica und die Last der zyklischen Werte

Im Hintergrund schwebte die Angst, dass Staaten strategische Unternehmen übernehmen könnten, um Verkäufe zu Schleuderpreisen zu verhindern. Diskutiert wurde, ob die SEPI (spanische Staatsbeteiligungsgesellschaft) Aktien direkt kaufen würde und welche Auswirkungen dies auf den Kurs hätte. Parallel dazu der Fall Telefónica: Schuldenabbau durch Assetverkäufe führt zu einem kleineren Unternehmen mit geringerer Gewinnkraft. Für zyklische Werte mit engen Margen und laufenden Kapitalerhöhungen – jemand fragte nach dem fairen Preis einer Aktie, die eine Milliarde pro Quartal verliert – hatte niemand eine Antwort.

Mit der laufenden Wiedereröffnung und IAG, das kaum Flugzeuge chartert, bleibt die Frage des 11. Mai offen. Die Kursziele liegen auf dem Tisch. Was sich nicht vorhersagen lässt, ist, ob Eile geboten sein wird, um sie zu jagen, oder ob, wie die erfahrenen Anleger vermuten, man bis Oktober warten muss.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (363 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

Volver