Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
11% Zinsen für Einmonatsanlagen: Der Bankenwettbewerb von 2008
Bankinter bot 11% effektiven Jahreszins für einen Monat, was einen harten Wettbewerb um Einlagen auslöste. So wurden Sonderangebote mit Satellitenkonten optimal genutzt.
Einlagen mit 11% effektivem Jahreszins für einen Monat: Als Banken für Ihr Geld zahlten
Es gab eine Zeit, in der eine Bank Ihnen 12% effektiven Jahreszins anbot, nur damit sie Ihre Ersparnisse behält. Für einen Monat. Und mit einem Mindestbetrag von 100.000 Euro. Zwischen Ende 2007 und Anfang 2008 führten spanische Banken einen stillen Krieg um die Gewinnung von Passivkapital durch Sonderaktionen, und einige Forum-Nutzer entwickelten eine Strategie mit Satellitenkonten, um von einem Angebot zum nächsten zu springen. Das verbreitete Rezept war einfach: ein Basiskonto mit 3% Tagesgeldverzinsung und eine Reihe von Wegwerf-Konten mit 7% oder 8%.
Vom Tagesgeld zur Einlage mit 11% effektivem Jahreszins
Das Angebot jenes Winters war eine historische Anomalie. Am 26. Januar 2008 startete Bankinter eine Einlage über 1 Monat mit 11% effektivem Jahreszins, abschließbar zwischen 3.000 und 30.000 Euro, mit einer zweiten Version mit 12% effektivem Jahreszins, reserviert für Kunden, die 100.000 Euro einsetzten. Einen Monat zuvor hatte ING Direct angekündigt, dass das Orange Konto ab dem 1. Januar auf 4,50% effektiven Jahreszins steigen würde, allerdings nur für Neukunden und für Saldoerhöhungen bestehender Kunden. Die balearische Sparkasse Sa Nostra wandte den Euribor von Dezember auf ihr Direktes Sparkonto an und hob es auf 4,80% effektiven Jahreszins, über das Maximum, das sie im Oktober erreicht hatte. IberCaja zog mit der Willkommens-Einlage über 9 Monate zu 5,10% nach, und uno-e behielt seine Einlage 15 bei 6,41% effektivem Jahreszins, mit 15% im ersten Monat und wöchentlichem Euribor für die restliche Laufzeit.
Die Strategie der Satellitenkonten
Die Logik bestand darin, die Akquisitions-Sonderaktionen nacheinander auszuschöpfen. Die vorgeschlagene Struktur verknüpfte ein Referenz-Tagesgeldkonto mit 3% Verzinsung mit bis zu vier Hilfskonten: ING Direct mit 7% für einen Monat, Openbank mit 8% für einen weiteren Monat und Bankinter mit 7% mit einer Obergrenze von 30.000 Euro. Das letzte Glied war die Nutzung der Neueröffnungen von Santander-Filialen, die oft neue Filialkunden mit besonderen Konditionen belohnen. Der Haken, wie mehrere Nutzer bemerkten, ist, dass die Top-Produkte von Openbank und Bankinter nur Geld von Neukunden akzeptieren. Sie sind einmalig nutzbar.
Auf dem Papier scheint der Sprung von einer Aktion zur anderen kostenlos. In der Praxis erfordert er das Eröffnen und Schließen von Konten, das Überweisen von Geldern und das Überwachen der Fälligkeitsdaten. Die genaue Berechnung, wie viel man wirklich durch den Wechsel verdient – und wie viel unterwegs verloren geht –, unterscheidet den Anleger, der sein Kapital rentabel macht, von dem, der nur Lärm macht.
Das Kleingedruckte, das die Zinsen auffrisst
Die 11% effektiver Jahreszins von Bankinter waren für denjenigen wertlos, der die zweite Seite las. Das Institut berechnete 15 Euro jährliche Kontoführungsgebühren, mit einer Obergrenze von 45 Euro, ein Betrag, den ein Teilnehmer als inakzeptabel für jemanden ansah, der sein Geld nur sicher verwahren möchte. Dass man dafür bezahlt wird, sein eigenes Geld zu horten, klang zumindest wie ein schlechter Scherz.
Es gab weitere Fallstricke. Die Einlage 15 von uno-e verlängerte sich automatisch alle sechs Monate, sofern nicht anders angeordnet, was einigen als Falle erschien wegen der Schwierigkeit, nachzuweisen, dass man das Gegenteil verlangt hatte. Andere entgegneten, dass eine solche Anweisung so verbindlich sei wie jede Überweisung oder Passwortänderung. Die Schlussfolgerung eines Teilnehmers: Geld entweder auf Tagesgeld oder mit einer konkreten Laufzeit und einem klaren Rücknahmedatum.
Wohnsparen: 9.015 Euro und 15% Steuerabzug
Der andere große Magnet war steuerlicher Natur. Das Wohnsparen (cuenta vivienda) ermöglichte den Abzug von 15% der jährlichen Einzahlungen, die am 31. Dezember auf dem Konto lagen, mit einer Grenze von 9.015 Euro. Die wiederkehrende Frage war, ob das Geld während des Jahres bewegt und kurz vor Jahresende zurückgebracht werden konnte. Die mehrheitliche Antwort: Es kann nur auf ein anderes Konto oder eine andere Einlage übertragen werden, die als Wohnsparen deklariert sind; Investmentfonds sind ausgeschlossen. Das Geld für Aktienmärkte abzuzweigen bedeutet, mit einer Förderung zu spekulieren, die für Immobilienkäufe gedacht ist, und einige Teilnehmer nannten dies direkt illegal.
Die Versuchung war offensichtlich: Das Konto am 31. Dezember eröffnen, den Höchstbetrag einzahlen und den Steuerabzug für dieses Jahr erhalten. Das Problem tritt im folgenden Jahr auf, wenn der Saldo wieder ausgeglichen werden muss.
Als die Banken den Telekomanbietern Platz machten
Mittendrin driftete die Diskussion vom eigentlichen Thema ab. Etwa sechs Beiträge lenkten auf Internetanbieter und die Probleme bei Anmeldungen, Kündigungen und Phantomrechnungen. Jazztel bekam den größten Teil der Kritik ab, mit Berichten über Monate ohne Service und unmögliche Rechnungen; es gab auch zufriedene Kunden und gegenteilige Beispiele mit Wanadoo oder Tele2. Die Sarracena, die ein verärgerter Teilnehmer fallen ließ, ist die alte: Während die Leute sich um den jeweiligen Anbieter streiten, laufen Steuern und Kredite weiter ihren Gang.
Der Einlagenkrieg hing vollständig von einem hohen Euribor und einem enormen Bedarf der Banken an Passivkapital ab. Solange beides gegeben war, machte der Sprung von Aktion zu Aktion Sinn. Wenn sich dies ändert – und das tut es früher oder später –, bleibt das 11%-Angebot als Foto eines Winters, den niemand erwartet hatte, zu wiederholen. Niemand unterschrieb damals, wie lange es dauern würde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (356 Antworten).
Marco Garridos Buch „Gana dinero en bolsa“ wirbt mit 24% Jahresrendite, erhält 36 Amazon-Rezensionen und steht im Fokus von Vorwürfen zur Aktienpromotion.
Ein Forumsteilnehmer behauptet, dass bis zu 10.000 Euro in Metall problemlos die Flughafenkontrolle passieren, und empfiehlt ein Verhältnis von drei Teilen Gold zu einem Teil Silber.
Der spanische Leitindex Ibex 35 fällt nach einem Anlauf auf 8.800 Punkte unter 7.000. Santander-Kapitalerhöhung, Leerverkäufe und ein Corona-bedingter Einbruch überraschten viele Anleger.