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ING Direct: gebührenfrei und 2,6 % Rendite, aber mit Schattenseiten
ING Direct bietet ein kostenloses Gehaltskonto und Gratis-Karten, doch die 2,6 % Rendite gibt es nur für Neukunden, und die 2-%-Rückerstattung von Lastschriften existiert für neue Kunden nicht mehr.
ING Direct: gebührenfrei und 2,6 % Rendite, aber mit Schattenseiten
ING Direct hat sich einen Ruf als gebührenfreie Online-Bank mit attraktiven Zinsen erarbeitet. Doch die Realität ist, angesichts der über Jahre gesammelten Erfahrungen, differenzierter. Das Orange-Konto, das Neukunden einst 2,6 % Rendite zahlte, hat einen Zinseinbruch auf 1,2 % für Bestandskunden erlebt. Das Gehaltskonto bietet dagegen kostenlose Karten und eine 2-%-Rückerstattung von Lastschriften – aber nur für Kunden, die sich vor 2013 angemeldet haben. Der Telefonservice bekommt hingegen ein gutes Zeugnis. Lohnt es sich? Das hängt davon ab, was Sie suchen.
Was bietet ING Direct wirklich?
Das Angebot von ING Direct dreht sich um zwei Hauptprodukte: das Orange-Konto und das Gehaltskonto. Ersteres funktioniert als Sparkonto in Verbindung mit einer anderen Bank, ohne Gebühren und Mindesteinlage, mit monatlicher Zinsgutschrift. Letzteres erfordert den Gehaltseingang oder eine regelmäßige Überweisung, dafür gibt es eine kostenlose Debitkarte mit gebührenfreien Abhebungen an 4B- und Euro 6000-Geldautomaten (letztere ab 50 Euro).
Der historische Reiz des Orange-Kontos war seine Verzinsung. Jahre lang bot es Neukunden 2,6 % Rendite, wobei der Satz für Bestandskunden auf 1,2 % sank. Diese Lücke hat einen Markt von „Tricks“ hervorgebracht, um sich als Neukunde auszugeben und den hohen Satz weiter zu kassieren – das ist bei den penibelsten Sparern längst ein Nationalsport geworden.
Das Gehaltskonto bietet zusätzlich die Rückerstattung von 2 % der abgebuchten Lastschriften (Strom, Telefon), einen Anreiz, den ING für Kunden vor 2013 beibehielt, für Neukunden aber abgeschafft hat. Wer also zu spät kam, für den existiert diese 2 % nicht mehr. Die kostenlose Kreditkarte kann nach 3–4 Monaten mit regelmäßigen Einkünften beantragt werden.
Welche Schwächen hat ING Direct?
Die häufigste Kritik betrifft die Website. Kunden bezeichnen sie wiederholt als „billig, schludrig und voller Bugs“. Zwar funktionieren die Grundfunktionen, doch die Verwaltung von Festgeld und die Änderung persönlicher Daten (etwa des Profilfotos) sorgten für Probleme. Außerdem ist die Bank nicht spanisch, sondern niederländisch, und Einlagen sind durch die [B>niederländische Einlagensicherung[/B] statt durch die spanische abgesichert – ein Detail, das manche als Vorteil, andere als Risiko betrachten.
Eine weitere wiederkehrende Beschwerde ist die Unmöglichkeit, Mitkontoinhaber hinzuzufügen, wenn man das Konto online eröffnet. Das Formular erlaubt es nicht; das geht erst danach im Dokumentenbereich. Das hat für Verwirrung und so manchen Ärger gesorgt.
Bei den Festgeldprodukten hat ING stetig gekürzt. Wo früher 25.000 oder 50.000 Euro für bestimmte Laufzeiten nötig waren, liegt das Minimum jetzt bei 10.000 Euro, und es gibt nur noch zwei Produkte mit Renditen von 1,50 % und 1,75 %. Zudem kann man bis zur Fälligkeit kein zusätzliches Kapital einzahlen, was die Flexibilität einschränkt.
Lohnt sich der Kundenservice?
Hier sticht ING heraus. Der Telefonservice ist schnell, man kümmert sich ohne Eile und legt nicht auf, bis das Problem gelöst ist. Es ist die einzige Bank, die hier laut den gesammelten Erfahrungen eine 10 bekommt. Die traditionellen Banken fallen dagegen durch: Filialen, in denen man angelogen wird, umständliche Verfahren und Zugangs-Codes, die ständig ungültig werden.
Für viele ist dieser Umgang der Hauptgrund zu bleiben. Nicht alles dreht sich um Zinssätze.
Welche Alternativen gibt es zu ING Direct?
Die Landschaft endet nicht bei ING. Manche erinnern daran, dass Bankinter Zinsen aufs Konto zahlt, statt Lastschriften zu erstatten, und andere Institute bieten ähnliche Rabatte. Auch das Coinc-Konto taucht als Option mit wettbewerbsfähigen Renditen auf. Das Fazit: ING ist zwar weiterhin eine Referenz, aber nicht mehr die einzige.
INGs Entwicklung deutet auf einen schrittweisen Verlust von Vorteilen für Neukunden hin. Die Zinsen sind gesunken, die Festgeldbedingungen sind strenger geworden, und die Lastschrift-Rückerstattung ist für Neulinge Geschichte. Wenn dieser Kurs anhält, wird der Wettbewerbsvorteil wohl auf den Kundenservice und die Gebührenfreiheit schrumpfen. Wir werden sehen, ob das reicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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