COINC zahlt 25 Euro für Kontoeröffnung: Die Tücken des Geschenks

COINC, die Online-Bank von Bankinter, zahlt 25 Euro für die Eröffnung eines Kontos bei einem Mindestguthaben von 10 Euro. Die Aktion läuft seit 2016.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

COINC zahlt 25 Euro für die Eröffnung eines Kontos und ein Guthaben von 10 Euro

Ein Konto bei COINC zu eröffnen und zehn Euro darauf liegen zu lassen, lohnt sich. Die Online-Bank im Besitz von Bankinter zahlt 25 Euro für Neukunden, und die Aktion wiederholt sich seit Monaten. Die Mechanik ist immer gleich: Einen Promo-Code im Registrierungsformular eingeben, die Anmeldung abschließen, ein Sparziel erstellen – eine Anforderung, die viele erst spät bemerken – und ein Mindestguthaben von 10 Euro bis zu einer Frist halten, die sich je nach Kampagne ändert.

Der erste Code in den Foren, 14COINC105463, verlangte, die zehn Euro bis zum 20. Januar zu behalten. Danach kamen 14COINC16635, 14COINC118217, 14COINC145253 und viele weitere. Das Konto bietet zudem 0,70% Zinsen und erhebt keine Gebühren, sodass wer nur wegen des Geschenks eröffnet, es danach kostenlos kündigen kann. Oder bleiben. Darin liegt das Geschäft.

Was man tun muss, um die 25 Euro von COINC zu erhalten

Der Prozess hat drei Schritte und ein Detail, das in allen Versionen der Aktion vorkommt: Das Erstellen des Sparziels ist unerlässlich. Es reicht nicht, das Konto zu eröffnen und Geld einzuzahlen. Man muss die Anmeldung mit allen Daten vervollständigen, die von der Bank angeforderten persönlichen Dokumente beifügen, die Überprüfung abwarten und das Mindestguthaben bis zum in jeder Ausschreibung genannten Datum halten.

Die Fristen haben sich geändert. Die zwischen dem 29. November 2016 und dem 9. Januar 2017 gültige Aktion verlangte, die 10 Euro bis zum 20. Januar zu behalten. Die nächste, mit Anmeldung vor dem 23. April, verlängerte die Haltefrist bis zum 7. Mai. Dann kam der Amazon-Gutschein: Anmeldung bis zum 30. Juni, Mindestguthaben bis zum 15. Juli und die Auszahlung – die 25 Euro – vor dem 30. Juli. Im September stieg der Preis auf 40 Euro netto mit Code PREMIUM, Anmeldung vor dem 15. September und Guthaben bis zum 31. Dezember.

Die wiederkehrende Frage bei jeder neuen Welle ist dieselbe: Hat es irgendwelche Kosten? Ist die Kündigung einfach? Die häufigste Antwort lautet, dass es keine Gebühren gibt und die Kündigung nach Erhalt der Prämie keine Probleme bereitet.

Das eigentliche Geschäft: Member Get Member zum Schnäppchenpreis

Hier findet sich die interessanteste Analyse der gesamten Diskussion. Warum schenkt eine Bank Geld für Kunden, die vielleicht nach drei Monaten wieder gehen? Die naheliegende Antwort ist, dass COINC nicht im Radio, Fernsehen oder in Zeitungen wirbt. Es gibt keine klassische Werbekampagne. Die Kunden selbst machen die Werbung, Code für Code, Nachricht für Nachricht.

Die kursierende Berechnung ist aufschlussreich: Wenn die Bank tausend Anmeldungen belohnt – was bei Weitem nicht gedeckt wird –, liegen die maximalen Kosten pro Kampagne bei rund 50.000 Euro. Jeder TV- oder Radiospot übersteigt diese Summe locker. In der Branche nennt man dies MGM, Member Get Member. Werbung zum Schnäppchenpreis, wobei der Kunde zum unfreiwilligen Verkäufer wird.

Manche gehen weiter und vermuten, dass das eigentliche Produkt die Daten sind: die Ausgaben- und Sparmuster des neuen Kunden. Wer dies behauptet, räumt allerdings ein, dass er keine monatlichen Anrufe mit Angeboten für vorgeprüfte Kredite erhält, wie es bei traditionelleren Instituten üblich ist. Das Kleingedruckte darüber, was COINC mit den persönlichen Informationen macht, taucht in keiner der Aktionen auf.

Ablaufende Codes und ärgerliche Kopien

Die Mechanik der Mundpropaganda hat eine Grenze: Jeder Code erlaubt eine begrenzte Anzahl von Nutzungen, normalerweise fünf. Daher die Dringlichkeit, per privater Nachricht zu warnen, wenn jemand ihn verwendet, um ihn zurückzuziehen, bevor er erschöpft ist. Und daher auch die Reibereien. Wenn ein Neuankömmling den Präsentationstext eines anderen wörtlich kopiert, um seinen eigenen Code zu veröffentlichen, lässt die Reaktion nicht lange auf sich warten: Der Plagiat eines Vorstellungstextes gilt in diesen Kreisen als unverzeihlicher Respektlosigkeit.

Das Ergebnis ist ein kurioses Ökosystem: Dutzende Codes konkurrieren um eine begrenzte Zahl Interessierter. Wie einer der Teilnehmer ironisch zusammenfasst, gibt es mehr Codes als mögliche Kunden. Das Angebot übersteigt die Nachfrage, und die Prämie wird zum sozialen Tauschmittel.

Die Aktion, die nicht stirbt

Bemerkenswert ist die Beständigkeit. Die Kampagne startet mit 25 Euro Bargeld, wandelt sich in einen 25-Euro-Amazon-Gutschein, steigt im September auf 40 Euro netto und lebt weiter. Jede Runde hat ihre Termine, ihren Code und ihr Kleingedrucktes, aber das Gerüst ist identisch. Zehn Euro gehalten, ein Sparziel erstellt, ein Code eingegeben.

Für den Kunden ist die Rechnung einfach: Zehn Euro für einige Wochen binden, um 25 oder 40 zu erhalten. Eine astronomische Rendite auf das gebundene Kapital, auch wenn das Kapital lächerlich ist. Für die Bank besteht die Wette darin, einen Prozentsatz dieser Kunden zu gewinnen, die länger als das Geschenk bleiben. Und für das Code-Ökosystem eine Parallelwirtschaft aus Gefallen, Warnungen und Vorwürfen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Strategie durchhält, wenn die Prämie kein Thema mehr ist. Die nächste Runde wird zeigen, ob die Mundpropaganda weiterhin funktioniert oder ob der Code-Markt endgültig gesättigt ist. Bisher musste die Bank keinen einzigen Spot kaufen.



Schlüsseldaten der COINC-Aktion

  • Anfangsprämie: 25 Euro netto auf dem Konto
  • September-Prämie 2017: 40 Euro netto in bar
  • Erforderliches Mindestguthaben: 10 Euro
  • Kontoverzinsung: 0,70% ohne Gebühren
  • Nutzungen pro Code: 5 Einladungen
  • Geschätzte Kosten für tausend Anmeldungen für die Bank: 50.000 Euro

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (191 Antworten).

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