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IBEX: Von 11.200 auf Kampf um 8.600 Punkte wegen Griechenland
Der IBEX lag im Juni 2015 bei ca. 11.200 Punkten, während die DAX um 4,7% fiel. Monate später pendelte er zwischen 8.600 und 8.669 Punkten.
Der IBEX fiel von 11.200 Punkten auf den Kampf um die 8.600
Die griechische Krise hat den IBEX nicht sofort zerstört, sondern ihn ausbluten lassen. Im Juni 2015 notierte der spanische Leitindex nahe 11.200 Punkten nach einem schwarzen Freitag, der deutsche DAX verlor an einem Tag 4,7% und die Athener Börse drohte am Montag geschlossen zu bleiben. Achtzehn Monate später bewegte sich derselbe Index in einer engen Spanne zwischen der Unterstützung bei 8.600 Punkten und seinem 200-Tage-Durchschnitt von 8.669. Niemand stellte einen Totenschein aus. Er simply hörte auf zu steigen.
Von 11.200 auf 8.600: Der Weg, den Griechenland ebnete
Der Ausgangspunkt war logisch: Manche erwarteten weitere Verluste, um günstiger zu kaufen, und dieser qualitative Einbruch kam, wenn auch nicht zum erwarteten Zeitpunkt. Der Freitag vor dem Sommerloch 2015 war ein denkwürdiges Desaster, doch der Index hielt noch einige Tage stand. Das Vertrauen währte kurz. Als der IBEX mit den 11.500 Punkten flirtete, war der Einstieg, wie es Teilnehmer formulierten, „ein wenig rotodosian“. Sie hatten recht: Der Index betrat diese Zone nie wieder.
Damals ging es nicht darum, ob eine Korrektur käme, sondern wann. Man sprach von einer starken Widerstandszone bei 10.200 Punkten und einem bevorstehenden Ausbruch, der sich nie als solcher bestätigte. Das Ergebnis ist bekannt: Die Range brach nach unten aus, und der Rest des Jahres diente dazu, die Tiefe des Lochs auszuloten.
Warum fürchtete man, dass die Athener Börse am Montag nicht öffnet?
Weil sogar griechische Verantwortliche warnten, der Markt könnte am folgenden Montag nicht funktionieren. Dies ist das Detail, das man hervorheben sollte: Das Risiko war nicht mehr, dass der IBEX um 4% fiel, sondern dass ein gesamter Börsenplatz den Handel einstellte. In diesem Szenario basierte das Argument, dass „so etwas dem IBEX nie passieren kann“, auf mehr emotionalem als technischem Vertrauen, was die Zeit widerlegte.
Der Rückgang belief sich schließlich auf etwa 4% beim spanischen Leitindex und 4,7% beim DAX, mit Spitzen von 550 Basispunkten an einem einzigen Tag. Die europäischen Börsen erholten sich im Durchschnitt um 1%, sobald das Ergebnis des italienischen Referendums feststand. Dies bestätigte eine monatelang vertretene These: Das Worst-Case-Szenario war bereits eingepreist, und Investoren hatten ihre Portfolios anhand der Umfragen angepasst.
Griechenland, 30% des Programms und das Bluffen der Verhandlungen
Die vorherrschende Schlussfolgerung war, dass Brüssel keine vollständige Einhaltung des Anpassungsprogramms erzwingen würde. Die kursierende Zahl war konkret: Man würde Griechenland erlauben, 30% zu verfehlen. Der Euro reagierte derweil kaum. Wäre die Austrittsdrohung real gewesen, wäre die Währung unter den Dollar gefallen; das geschah nicht. Dieser Widerspruch zwischen der Panik an den Börsen und der Ruhe der Einheitswährung war der ehrlichste Indikator für das gesamte Ereignis.
Auf der anderen Seite des Atlantiks gab es eine weitere Front. Die US-Notenbank (Fed) kündigte seit Monaten den Ausstieg aus den Stimulus-Maßnahmen an, und eine Zinserhöhung wurde erwartet, aber immer wieder verschoben – erst wegen schwacher BIP-Daten, dann wegen mangelnden Vertrauens. Die dominierende Kalkulation war zynisch: Wenn der Moment käme, wären die USA nur noch Monate vor den Wahlen, und es gäbe kein politisches Kapital für eine Straffung.
Der IBEX entscheidet nicht: DAX und S&P 500 geben den Ton an
Dies war einer der wenigen Punkte, bei denen sehr unterschiedliche Stimmen übereinstimmten: Der spanische Leitindex hängt hinterher. Die deutschen und US-amerikanischen Indizes bestimmen das Tempo, und aus dieser Perspektive waren Analysen über Unterstützungen und Trends des IBEX wenig hilfreich, da die Entscheidungen in Frankfurt und New York getroffen wurden. Die praktische Konsequenz ist unbequem: Der spanische Investor analysierte das falsche Chartbild.
Die andere, bitterere Strömung behauptete, das Problem sei strukturell und der Markt bewege sich zugunsten der Intermediäre, mit Stop-Loss-Jagden bei jeder Gelegenheit. Die Anschuldigung mag übertrieben sein. Was unbestreitbar ist: Während des gesamten Zyklus fand Verteilung statt – Aktienverkäufe durch Fondsmanager und Großaktionäre. Jemand platzierte Papier zu den Preisen von 2015.
2016: Italienische Banken, Referendum und neue Tiefs
Der zweite Akt folgte mit einem weiteren Referendum, dem italienischen, und dem Bankensektor im Fokus. Der IBEX verbrachte neun aufeinanderfolgende Sitzungen gefangen zwischen 8.600 und 8.669 Punkten, wartend auf einen Ausbruch aus der Seitwärtsrange für Hinweise. Als er kam, ging er nach unten: Der Index näherte sich einem jährlichen Minus von 10%, und BBVA markierte 8,3 Euro als Boden. Der Dow Jones fiel an einem Tag um bis zu 6%, und der S&P 500, der seit 2011 seinen 200-Tage-Durchschnitt nicht getestet hatte, stand kurz davor.
Der Schaden traf auch die Privatanleger. Ein an den IBEX gekoppelter Indexfonds verlor in einer Woche mehr als 10%, wie ein Anleger berichtete. Der Spritpreis sank allerdings weiter. Es gibt Ironien, die schreiben sich selbst.
Mit dem Index in der 8.600er-Zone und dem gelösten italienischen Referendum lautet die überwiegende Einschätzung heute: Griechenland war nie das eigentliche Problem, sondern die Schulden, das Wachstum und eine verspätete Geldpolitik. Diejenigen, die den Boden bei 8.000 Punkten sahen, erklären bis heute nicht, warum der Markt ein Jahr brauchte, um seine Schwankungen zu beenden. Die Range brach aus, ja. Wohin sie das nächste Mal bricht, bleibt bis heute offen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Im Oktober 2011 stieg der IBEX 35, während Griechenland einen Schuldenschnitt von bis zu 60 % drohte und Fitch sechs Banken herabstufte. Der Index-Tiefpunkt wurde nie bestätigt.
Der Ibex schloss im Juni 2011 bei 9.918 Punkten, während BBVA um 5,46 % fiel, als Griechenland seinen Rettungsschirm verhandelte und Bankia Aktien unter Druck platzierte.
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