Iberdrola und der freie Strommarkt: So prüfen Sie, ob Sie zu viel zahlen

Eine in Foren kursierende Nachricht behauptet, dass Iberdrola im freien Markt Preise über dem TUR-Tarif berechnet, und bietet eine Anleitung zur Überprüfung und Reklamation.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Iberdrola und der freie Strommarkt: So prüfen Sie, ob Sie zu viel zahlen
Iberdrola und der freie Strommarkt: So prüfen Sie, ob Sie zu viel zahlen

Zahlen Sie Ihren Strom bei Iberdrola und haben den Verdacht, dass Ihnen ein höherer Preis berechnet wird, als Ihnen zusteht? Eine im Internet kursierende Nachricht behauptet, dass der Stromkunde viele Kunden in den freien Markt mit teureren Tarifen als dem Tarifa de Último Recurso (TUR), dem regulierten spanischen Tarif, überführt. Der Text, der in Verbraucherforen verbreitet wurde, bietet eine Anleitung, um dies auf der Rechnung zu überprüfen und gegebenenfalls den Wechsel zu fordern. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Iberdrola Comercialización de Último Recurso, S.A.U. (regulierter Markt) und Iberdrola Generación S.A.U. (freier Markt).

Der Energiepreis: der erste Hinweis

Die ursprüngliche Nachricht nennt die Referenzpreise der TUR: 0,142319 €/kWh im Normaltarif sowie 0,172825 €/kWh in der Hochtarifzeit und 0,064047 €/kWh im Niedertarifzeitraum für Kunden mit Zeitzonentarif. Erscheint im Abschnitt „Energía Consumida" (Verbrauchte Energie) der Rechnung ein höherer Preis, kommt der Verfasser zu dem Schluss, dass das Unternehmen einen Aufschlag verlangt. Außerdem warnt er, dass Rabatte auf die vertraglich vereinbarte Leistung ein Trugschluss sein können: Sie werden auf 23,728090 €/kW Jahr angewendet, während die TUR 20,633129 €/kW Jahr festlegt. Der Rabatt wird also auf eine aufgeblähte Basis berechnet.

Die Beschwerde hört dort nicht auf. Der Text erwähnt weitere Posten, die sich in die Rechnung einschleichen, wie Versicherungen für elektrische Notfälle oder Zahlungsschutz, die den Endbetrag erhöhen, ohne einen echten Service zu bieten. Die Empfehlung lautet, den Wechsel zur TUR zu beantragen – ohne Bindung und ohne Strafgebühr – telefonisch oder über die Website des Unternehmens.

Die Reaktion der Verbraucher: zwischen Skepsis und Empörung

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Manche halten die Nachricht für Unsinn und werfen sie in den Papierkorb, während andere sie „interessant" finden und angeben, ähnliche Praktiken zu erleiden. Ein Teilnehmer berichtet, dass Iberdrola-Verkäufer an seine Tür klopfen und eine Ersparnis von 1,5 € pro Monat anbieten, später aber festgestellt wird, dass 120 € pro Jahr für Wartung berechnet werden. Das Kleingedruckte steht wieder im Mittelpunkt.

Die Diskussion driftet zur Natur des freien Marktes ab. Es wird argumentiert, dass die Liberalisierung es den Unternehmen erlaubt, beliebige Preise festzulegen, und dass Angebote für Kunden mit weniger als 10 kW „Peanuts" sind, oft gekoppelt an den Abschluss von Gas- und Wartungsverträgen. Einige kommen zu dem Schluss, dass die TUR für die meisten weiterhin die vorteilhafteste Option ist.

Das Labyrinth der Rechnung: So identifizieren Sie den Lieferanten

Um zu wissen, ob man im regulierten oder im freien Markt ist, weist der Text darauf hin, dass man den linken Rand der Rechnung oder den oberen rechten Bereich über dem Strichcode ansehen muss. Dort steht der Name der Gesellschaft: Iberdrola Comercialización de Último Recurso, S.A.U. oder Iberdrola Generación S.A.U. Der Unterschied ist nicht gering: Die erste wendet den regulierten Tarif an, die zweite berechnet den Preis, der ihr gerade passt.

Die Verwirrung ist so groß, dass manche Kunden glauben, sie könnten nach dem Verlassen der TUR nicht zurückkehren. Die ursprüngliche Nachricht betont jedoch, dass es keine Bindung und keine Strafgebühr gibt und der Wechsel jederzeit beantragt werden kann. Die Realität ist, dass das Unternehmen es nicht leicht macht, aber das Gesetz erlaubt die Rückkehr.

Die Zukunft der TUR und des Sozialbonus

Im Thread wird spekuliert, ob die TUR und der Sozialbonus (bono social, ein ermäßigter Stromtarif für bedürftige Haushalte) abgeschafft werden könnten. Ein Teilnehmer erklärt, man habe ihm in einer Iberdrola-Geschäftsstelle gesagt, „dass der Sozialbonus abgeschafft wird und auch die TURs". Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, aber die Angst ist da. Bis dahin lautet die allgemeine Empfehlung, im regulierten Markt zu bleiben, wenn man weniger als 10 kW hat, und Angeboten zu misstrauen, die zu gut klingen.

Und Sie? Haben Sie Ihre Rechnung überprüft?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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