Konto bei EVO Banco kündigen: der Nullsaldo, der kein Nullsaldo war

Er sollte das Konto leeren, um es bei EVO Banco, einer spanischen Onlinebank, zu kündigen – doch die Bank berief sich dann auf offene Beträge. Der Vorgang stockt, die Stimmung kippt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Kontokündigung, die beim Nullsaldo hängen bleibt

Die Kündigung eines Bankkontos sollte eine Formalität sein. Im hier geschilderten Fall war sie es nicht: Beim ersten Anruf bei EVO Banco hieß es, das Konto müsse zwingend ohne Guthaben sein; er hob das Geld ab, rief erneut an und erhielt erst dann die Hinweise und Unterlagen, die er per E-Mail schickte. Sieben Tage später kam die Antwort der Bank. Und es war nicht die Kündigung.

Der Streit dreht sich um ein Detail, das nach einer Lehrbuchfalle klingt: Ein Konto auf null kann trotzdem nicht auf null abgerechnet sein. Manche halten es für möglich, dass die Bank offene Beträge geltend machte —Zinsen, Abrechnungen—, die eine Vertragsbeendigung verhindern. Wer es erlebt hat, bringt es trocken auf den Punkt: Wenn man dir auflägt, den Saldo auf null zu bringen, und du es tust, dann ist die null des Kunden nicht die null der Bank.

Was EVO Banco zur Schließung des Smart-Kontos verlangt

Die ursprüngliche Schilderung ergibt die Abfolge: Aufforderung zum Nullsaldo, Bargeldabhebung, erneuter Anruf, Unterlagen geschickt und nach genau sieben Tagen eine Mitteilung, die nichts löst. Die Reaktion des Kunden war eine Antwortmail, die nach eigenem Bekunden nichts mehr erleichtern wird. Damit eröffnet sich die zweite Front.

Denn die Sache kippt schnell von der Formalität in den Streit. Manche verweisen darauf, dass die technische Erklärung einfacher ist, als sie scheint: Die Gutschrift offener Zinsen würde ein Konto am Leben halten, das der Kunde für leer hält. Aus dieser Sicht liegt der Fehler nicht bei der Bank, weil sie nicht schließt, sondern darin, dass sie von Anfang an nicht verlangt hat, was sie später einfordert. Die persönliche Erledigung in der Filiale wird als Weg präsentiert, die Telefonschleife zu vermeiden.

Die Mail mit dem aufgedrehten Ton, die nichts repariert

Die Antwort des Kunden stößt nicht auf einstimmige Sympathie. Ein Teil der Diskussion hält eine Mail mit frechem Ton und Streitsucht nur für eine Verlängerung des Problems; der wirksame Weg, so das Argument, sei zu erklären, was passiert ist, und die Kündigung zu verlangen – oder eine förmliche Beschwerde anzudrohen, wenn nicht reagiert wird. Das andere Lager sieht es umgekehrt: Wer freundlich kommt, dem wird etwas angehängt, und nur Druck bewegt Akten.

Im Kern geht es um den Umgang, nicht ums Produkt. Dem Kunden wird vorgeworfen, die Mitarbeitenden wie Untertanen zu behandeln und den Bankenhass mit dem Recht zu verwechseln, ihn an einem Angestellten auszulassen. Die Antwort fällt nicht milde aus: Der Kunde wird eingeladen, über sein eigenes Anlegerprofil nachzudenken, und daran erinnert, dass wer vertrauensvoll in die gute alte Filiale geht, am Ende das kauft, was man ihm andrehen will. Zwei einander gegenüberstehende Spiegel, keiner sauber.

Rentabler Kunde, unbequemer Kunde: die kursierende Theorie

Das Gespräch mündet in eine unbequeme These: Unternehmen behandeln den profitablen Kunden gut und den unprofitablen schlecht, und diese Gerechtigkeit ist gnadenlos und unpersönlich. Es wird behauptet, wer am lautesten reklamiere, trage meist am wenigsten bei, und Empathie mit Bankangestellten – unter ständiger Kündigungsgefahr – sei in diesen Auseinandersetzungen Mangelware. Belege gibt es dafür nicht; es ist eine Erfahrungslaune.

Der Kontrapunkt kommt mit einem anderen Fall zu Mitnahme und Abrechnung: volle Monatsgebühr ohne Rechnung, Rückbuchung des Lastschrifts, Odyssee durch Kanäle und eine Antwort von der Stange – zahlen, in etwa sechzig Tagen bekommst du es zurück. Die praktische Schlussfolgerung: nur mit Recht auf der eigenen Seite und mit Gewinnchance reklamieren, und nicht darauf hoffen, dass gute Manieren genügen.



Offen ist, ob die Kündigung per verärgerte Mail oder per Filiale gelöst wird. Das Naheliegendste, angesichts dessen, was auf dem Tisch liegt: Die Schließung kommt, wenn jemand die Zinsabrechnung prüft – und nicht vorher. Doch bei einer null, die keine null ist, sollte man nicht allzu viel darauf wetten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

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