Hauswasseraufbereitung per Umkehrosmose: 100 bis 400 Euro je nach Nutzer

Nutzer eines Forums diskutieren über Preise für Umkehrosmoseanlagen für zu Hause, zwischen 100 und 400 Euro, und über das Abwasser, das ein Teilnehmer auf bis zu 8 Liter pro Liter beziffert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Hauswasseraufbereitung per Umkehrosmose: 100 bis 400 Euro je nach Nutzer
Umkehrosmose für zu Hause: 100 bis 400 Euro für dasselbe Glas Wasser

Ist es sinnvoll, 400 Euro für eine Umkehrosmoseanlage auszugeben, wenn es im Sanitärbereich eines Baumarkts schon welche für 100 Euro gibt? Diese Frage stellt sich jeder, der es leid ist, Wasserkanister zu schleppen, im Internet nach einer Anlage für zu Hause sucht und auf einen Markt trifft, in dem der Preis nicht immer etwas über die Wasserqualität aussagt. Ausgangspunkt der Diskussion ist ein konkreter Fall: Ein Bewohner von Tarragona, überzeugt davon, dass das Wasser seiner Stadt „miserabel“ ist, sucht eine Anlage mit leicht erhältlichen Ersatzteilen und einem Kundendienst, der reagiert, falls einmal ein Teil kaputtgeht. Die Antworten, die er bekommt, sind alles andere als einstimmig.

Wie viel Wasser verschwendet eine Umkehrosmoseanlage für zu Hause

Die erste unbequeme Zahl betrifft die Effizienz. Ein Teilnehmer, der angibt, diese Geräte früher verkauft zu haben, behauptet, dass eine konventionelle Haushaltsanlage bis zu 3 bis 8 Liter pro Liter behandelten Wassers verschwenden kann. Das Nutzwasser-Verhältnis läge also zwischen 1/3 und 1/8. Modernere „Direct-Flow“-Anlagen verbesserten den Wert, aber nach dieser Darstellung übertrifft keine ein Verhältnis von 1/2. Auf die Rechnung übersetzt: Wer so ein Gerät einbaut, kann mit einer steigenden Wasserrechnung rechnen —ein konkreter Fall spricht von 2 Euro mehr im Monat—, ein Betrag, der den einen läppisch vorkommt und den anderen, bei steigenden Wasserpreisen, wie ein nicht endendes Tropfen erscheint.

Manche halten das Abwasser für überschaubar: „Das ist, als würde man einmal am Tag zusätzlich die Toilette spülen.“ Andere weisen darauf hin, dass das abgelehnte Wasser zum Gießen oder für die Toilettenspülung wiederverwendet werden kann – vorausgesetzt, es gibt Platz für einen Tank, und genau den hat man unter der Spüle selten.

Entkalker und Umkehrosmose: zwei Geräte, zwei Funktionen

Die Verwechslung von Entkalker und Umkehrosmose zieht sich durch die ganze Diskussion. Der grundsätzliche Konsens: Der Entkalker behandelt das Wasser des gesamten Haushalts —Dusche, Waschmaschine, Geschirrspüler— und schützt Rohre und Geräte; die Umkehrosmose behandelt nur das Trinkwasser, also das Wasser zum Trinken und Kochen. Wer Platz für beides hat, installiert beides. Wer in einer kleinen Wohnung lebt, bleibt bei der Umkehrosmose.

Ob es sich lohnt, einen Entkalker nur zur Versorgung der Osmoseanlage zu installieren, lautet die wiederkehrende Antwort: nein, das lohnt sich nicht. Etwas anderes ist ein Entkalker für den ganzen Haushalt, der hier mangels Platz verworfen wird. Und Vorsicht bei Versprechungen: Manche schreiben diesen Geräten gesundheitliche Wirkungen zu, die durch nichts belegt sind.

Marken mit Ersatzteilen: Corsa, Ecowater oder die No-Name-Ware vom Großhändler

In der ursprünglichen Frage ging es um eine Marke mit gutem Ersatzteilsystem. Die Antworten gehen auseinander. Eine Fraktion verteidigt Marken mit etabliertem Kundendienst wie Corsa und stellt fest, dass die Wartung mit Markengeräten teuer, aber bei Defekten hilfreich ist. Die andere, größere Fraktion sieht das gegenteilig: Alle gehen mit der Zeit gleich kaputt, also lieber günstig kaufen und die Filter selbst wechseln. Eine markenlose Anlage aus dem Sanitärgroßhandel für 150 Euro mit Pumpe leistet laut ihrem Käufer dasselbe wie eine für 400.

Der meistgenannte Fall: kompakte Anlagen für 75 bis 100 Euro in großen Baumärkten, eingebaut von einem Heimwerker oder Klempner, mit jährlich zu wechselnden, leicht zugänglichen Filtern. Ein TDS-Messgerät für zehn Euro reicht laut einem Nutzer aus, um zu prüfen, dass das Wasser von 500 auf 30 parts per million sinkt. Die komplette Rechnung mit Wasserverbrauch, Salz und Filtern ergibt eine jährliche Differenz, die erstaunt, wer nur auf den Kaufpreis schaut.

Worauf man vor dem Kauf einer Umkehrosmoseanlage achten sollte

Abgesehen vom Preis liefert die Diskussion mehrere praktische Kriterien. Die Größe: Kompaktanlagen passen unter die Spüle, aber ihre Filter sind schwerer zu wechseln als die der offenen Fünfstufenanlagen, die mehr als 90 % der Partikel entfernen. Der Wasserhahn: ein Drei-Wege-Hahn erspart einen zweiten, separaten Hahn – kostet aber allein für das Teil 80 Euro. Und das Zuleitungswasser: Es empfiehlt sich, vorab eine Analyse zu machen, statt das Wasser pauschal für schlecht zu halten, denn manchmal wiegt die Wahrnehmung schwerer als der Messwert.

Die letzte Ironie liefert der Markt: Dasselbe Glas Wasser schmeckt laut Erfahrung mehrerer Teilnehmer aus einer 100-Euro-Anlage genauso gut wie aus einer 400-Euro-Anlage. Anders sind die Rechnung, die Zeit, die man für die Ersatzteilsuche aufwendet, und die Sicherheit, jemanden zum Anrufen zu haben, wenn etwas kaputtgeht. Jeder entscheidet selbst, wie viel ihm diese Sicherheit wert ist.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (22 Antworten).

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