Ikea- oder Leroy-Merlin-Küche: Der Einbau entscheidet über den Preis

Forumdebatte: Ikea punktet bei Beschlägen und Garantie, Leroy Merlin bei Vielfalt, Bricomart beim Preis. Die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, wer die Möbel montiert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ikea- oder Leroy-Merlin-Küche: Der Einbau entscheidet über den Preis
Ikea- oder Leroy-Merlin-Küche: Die Falle liegt beim Einbau

Eine Küche in Spanien zu renovieren bleibt ein Risikosport für den Geldbeutel. Die klassische Frage —Ikea, Leroy Merlin oder der Laden um die Ecke— stellt sich jede Saison aufs Neue, und in den letzten Jahren hat ein Detail die Debatte vergiftet, das kaum jemand beim Betreten des Geschäfts erwähnt: Nach Angaben mehrerer Teilnehmer hängt der Endpreis weniger von der Marke ab als davon, wer Ihnen die Möbel montiert. Ein Ikea-Schrank, der von einem unabhängigen Handwerker eingebaut wird, kann günstiger ausfallen als derselbe Schrank über den Montageservice des Geschäfts. Und umgekehrt: Ein Möbel der Mittelklasse, das von einem schlampigen Monteur installiert wird, kostet am Ende das Doppelte an Ärger.

Das Gespräch, das mit einer so einfachen Frage beginnt wie "Wie gut sind die Küchen von Ikea und Leroy Merlin?", driftet schnell ins Gebiet der Materialien ab. Die Korpusse —das Innere der Möbel— sind bei allen Ketten nahezu identisch, in Serie gefertigt von Zulieferern, die für mehrere Marken gleichzeitig arbeiten. Der echte Unterschied liegt bei den Türen, den Arbeitsplatten und vor allem bei den Beschlägen. Dort hat Ikea laut mehreren Berichten die Nase vorn: 18 Millimeter Dicke gegenüber 16 bei Leroy Merlin und eine 25-jährige Garantie, die kaum ein Konkurrent erreicht.

Der Silestone-Mythos: Hält alles aus, nur keine Hitze

Silestone ist zum Symbol der modernen Küche geworden. Die Verkäufer loben es in den Himmel und behaupten, es halte Schnitten, Flecken und extremen Temperaturen stand. Die gesammelte Erfahrung einiger Nutzer sagt etwas anderes. Ein Topf direkt vom Herd hinterlässt einen Ring. Ein Behälter mit Bleiche, den man darauf stehen lässt, verfärbt die Oberfläche. Und der Preis ist im Vergleich zum guten alten Granit deutlich höher. Es hält alles aus, wiederholen sie in den Geschäften. Falsch, so diese Berichte.

Granit schneidet dagegen bei der Haltbarkeit laut mehreren Forennutzern besser ab. Es ist poröser als Silestone gegenüber Säuren —eine Zitrone, ein Schuss Essig, verschütteter Kaffee—, aber es nimmt Hitze ohne zu murren auf und hält Jahrzehnte. Manche erinnern sich an Marmorarbeitsplatten, die nach über 50 Jahren aussehen wie am ersten Tag, obwohl Marmor leicht fleckt. Die günstigste Option, Spanplatte, kostet bei Leroy Merlin rund 25 Euro pro Meter, aber jeder tiefe Schnitt lässt Feuchtigkeit eindringen und die Arbeitsplatte quillt unweigerlich auf.

Was kostet der Einbau einer Ikea-Küche?

Hier liegt der Kern der Sache. Ein unabhängiger Handwerker verlangt laut einem Nutzer, der das beruflich macht, etwa 20 Euro pro Möbelstück. Eine Standardküche mit 10 bis 15 Möbeln kostet allein an Arbeitslohn 200-300 Euro. Buchet man die Montage über Ikea, steigt der Preis, und die Qualität des Monteurs ist ein Lotteriespiel: Manche sind kompetent, andere hetzen, weil sie einen Hungerlohn bekommen, so einige Berichte. Der immer wieder gegebene Rat: Transport und Montage separat beauftragen oder gleich einen vertrauenswürdigen Schreiner suchen.

Das Problem mit den Maßen ist ein weiterer Klassiker. Ikea hat vor einigen Jahren die Maße seiner Küchenmöbel geändert, nach mehr als zwei Jahrzehnten mit demselben Standard. Das bedeutet: Wer vor der Umstellung eine Küche eingebaut hat, findet keine Ersatztüren und kein Zubehör für das alte Modell mehr. Bricht eine Tür, muss man mehr ersetzen als geplant. Leroy Merlin hat dieses Problem nicht, weil es stabilere Kataloge pflegt, aber die Auswahl an Oberflächen ist geringer, so einige Teilnehmer.

Bricomart und Brico Depot: Die Preise, die Ikea nicht sehen will

Die Alternative, die im Gespräch stark an Bedeutung gewinnt, sind die Baumarktketten mit aggressiven Preisen. Bricomart und Brico Depot bieten Küchenmöbel zu Preisen an, die durchweg unter denen von Ikea und Leroy Merlin liegen, und stehen hinter ihnen einheimische Hersteller. Alvic, ein spanischer Plattenhersteller, beliefert Brico Depot, so mehrere Berichte. Die Qualität ist nicht schlechter, und in manchen Fällen ist das Stecksystem stabiler als das von Ikea, dessen dünne Rückwände und Dübel Zweifel an der langfristigen Robustheit aufkommen lassen, so ein Forennutzer.

Der Nachteil ist der Einbau. Diese Ketten bieten nicht immer einen Installationsservice an oder vergeben ihn an Dritte ohne Qualitätskontrolle. Wer geschickt ist und Werkzeug hat —Bohrmaschine, Schraubendreher, Gehrungssäge—, kann die Küche an einem Wochenende mit Hilfe einer zweiten Person montieren. Wer nicht, muss selbst einen Monteur suchen und darauf hoffen, keinen schlampigen zu erwischen.

Der Laden um die Ecke: teurer, persönlicher, riskanter

Die traditionelle Option hat Befürworter und Kritiker. Dafür: persönliche Betreuung, maßgefertigte Lösungen für unregelmäßige Räume und die Möglichkeit, über Jahre Ersatzteile zu finden. Dagegen: der Preis. Ein Laden um die Ecke kann 200 Euro für eine Besteckschublade verlangen, die bei Ikea ein Zehntel kostet, so ein Bericht. Und das Risiko der Schließung: Macht der Laden im Folgejahr pleite, wird das Ersatzteil zur Illusion.

Manche empfehlen, noch weiter zu gehen und Hersteller direkt in Gewerbegebieten in Valencia, Guadalajara oder Toledo zu suchen, wo qualitativ hochwertige Möbel zu wettbewerbsfähigen Preisen gefertigt werden. Das Problem ist die Information: Ohne Referenzen und Fachwissen ist es ein Lotteriespiel, den guten Hersteller vom mittelmäßigen zu unterscheiden. Google hilft, aber es erfordert stundenlange Recherche und kritischen Sinn, um diejenigen auszusortieren, die sich selbst zum Auserwählten küren.



Das Fazit, das sich aus all dem ergibt, ist unbequem: Es gibt keine einzige Antwort. Ikea gewinnt bei Beschlägen und Garantie, Leroy Merlin bei Vielfalt und Nähe, Bricomart und Brico Depot beim reinen Preis, der Laden um die Ecke bei der persönlichen Betreuung. Aber der entscheidende Faktor —wer es einbaut— fehlt in fast allen Vergleichen. Und genau dort, beim Arbeitslohn, entscheidet sich der wahre Preis der Renovierung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (54 Antworten).

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