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Greenpeace fordert von Sánchez in Madrid Atomausstieg
Greenpeace hängt am Arco de la Victoria in Madrid ein Banner mit Sánchez' Gesicht auf und fordert die Schließung der Atomkraftwerke – eine Aktion, die die Spannung offenlegt…
Greenpeace fordert von Sánchez in Madrid Atomausstieg
Heute Morgen sind Aktivisten von Greenpeace die 49 Meter des Arco de la Victoria im Madrider Stadtteil Moncloa hinabgeklettert, um zwei Banner zu entfalten: eines mit dem Gesicht von Pedro Sánchez und dem Slogan „Sag nein zu Atomkraft“, das andere mit der Forderung „Pedro, halte dein Wort“. Die Aktion, eine Steinwurfweite vom Amtssitz des spanischen Ministerpräsidenten entfernt, soll die Regierung an ihr Versprechen erinnern, die Atomkraftwerke schrittweise stillzulegen.
Doch die Ökonomie folgt eigenen Regeln. Solange die Stromprese hoch sind und die Energiekrise andauert, ist der Atomausstieg nicht zum Nulltarif zu haben. Befürworter der Atomenergie weisen darauf hin, dass Kernkraftwerke stabilen und günstigen Strom liefern und eine vorzeitige Schließung die Stromrechnung verteuern würde. Auf der anderen Seite haben Umweltschützer und die Regierung selbst den Stilllegungszeitplan als Schritt Richtung erneuerbare Energien verteidigt.
Die Ironie dabei: Wie manche Analysen anmerken, würde Sánchez, falls er das Laufzeitverlängerung des Kraftwerks Almaraz ausspricht – was die Energiesituation plausibel macht –, sein Versprechen brechen. Es wäre aber vielleicht das erste gebrochene Versprechen, das dem Geldbeutel der Steuerzahler nützt. Das Bild von Sánchez am Arco de la Victoria bleibt so als Erinnerung daran, dass zwischen politischem Wort und ökonomischer Realität manchmal ein Abgrund liegt.
Die Frage ist, ob die Regierung ihr Wort hält oder ob – wie so oft – am Ende die Fakten und die Preise lauter sprechen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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