Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Gasprüfung in Spanien: 60 Euro für einen Herd, den niemand nutzt
Der Brief des Verteilernetzbetreibers erreicht eine leerstehende Wohnung mit ungenutztem Herd. Die Gasprüfung kostet 60 Euro, doch jeder zugelassene Installateur kann sie durchführen.
Der Butanos-Prüfungsbrief, der in einer leeren Wohnung ankommt
Eine Wohnung mit einer Butanflasche, die an einen nicht mehr genutzten Herd angeschlossen ist. Niemand wohnt dort. Und trotzdem kommt der Brief des Verteilernetzbetreibers: Die periodische Gasprüfung steht an, mit Androhung von Konsequenzen, falls sie nicht durchgeführt wird. Der Preis, etwas über 60 Euro, um zu prüfen, ob der Schlauch noch in Ordnung ist – der Austausch ist im Betrag nicht enthalten. Die Frage, die der Fall aufwirft, ist doppelt: Gibt es wirklich eine Strafe, wenn man die Prüfung verpasst, und hilft es zu erklären, dass der Herd tot ist – oder ist es besser, sich um nichts zu kümmern?
Die kurze Antwort lautet: Die Pflicht besteht, aber sie ist nicht die, die der Brief suggeriert. Das Real Decreto 919/2006 (eine spanische Königliche Verordnung) schreibt für Flüssiggas-Anlagen eine periodische Prüfung alle fünf Jahre vor; verantwortlich ist der Vertragsinhaber oder, falls dieser nicht existiert, der Nutzer. Soweit die offizielle Geschichte. Danach zählt das Detail: Nach Angaben eines Teilnehmers unterscheidet die Norm zwischen festen Anlagen –Kessel, eingebauter Herd– und mobilen Geräten wie dem typischen Kochblock mit Backofen und Rädern oder Katalytofenen, die dieser Prüfung nicht unterliegen.
Wer die Prüfung durchführen darf und für wie viel
Der entscheidende Punkt, der den Brief entkräftet, ist ein anderer: Der Versorger darf nicht prüfen. Die Verteilernetzbetreiber sind verpflichtet, eigenständig einen Prozentsatz der Anlagen zu inspizieren und der Verwaltung Rechenschaft abzulegen, aber die Prüfung für den Nutzer darf ein beliebiger, frei wählbarer zugelassener Installateur durchführen. Solange das Unternehmen von der Industriebehörde zugelassen ist, ist das Zertifikat gültig. Der Brief mit dem Logo des Mineralölkonzerns kommt in Wirklichkeit von einem Subunternehmer-Installateur.
Der Preisunterschied sagt alles. Gegenüber den gut 60 Euro aus dem Brief –die sich in einem aktuellen Fall aufteilten in 48,04 Euro für die Inspektion plus 12,80 Euro Verwaltungsgebühren, beide ohne MwSt.– kann ein unabhängiger Installateur deutlich günstiger sein. Es gibt einen dokumentierten Fall von 36 Euro im Jahr 2007. Und jemand mit einer industriellen Propananlage erhielt ein Angebot über 240 Euro, weil darin der Austausch der Regler enthalten war, verpackt mit dem Slogan „nur ein paar Cent pro Tag“.
Die Hausratversicherung und der abgelaufene Schlauch
Die Intuition der ursprünglichen Überlegung stimmt: Ohne Prüfungen kann die Hausratversicherung einen Schaden mit Gas unter Umständen nicht übernehmen. Aber das Detail ist feiner. Der Schlauch, der die Flasche mit dem Gerät verbindet, verfällt und muss zwingend ausgetauscht werden, denn ein Leck durch einen abgelaufenen Schlauch kann den Schaden tatsächlich vom Versicherungsschutz ausschließen. Bei mobilen Kochern genügt es, den Schlauch zu wechseln und den Butanlieferanten zu bitten, die Gültigkeit zu bestätigen.
Darin liegt die Paradoxie, die das ganze Thema durchzieht: Die Prüfung wird als Sicherheit verkauft, aber was wirklich schützt –der Schlauch– ist im Preis nicht immer enthalten. Und der Brief mit seiner pauschalen Drohung unterscheidet nicht zwischen einem genutzten Kessel und einem Herd, der seit Jahren nicht mehr entzündet wurde.
Der TÜV für Gas: gerechte Vorschrift oder Geschäft
Der Vergleich mit dem TÜV fürs Auto kommt früh: Man lässt das Fahrzeug prüfen, selbst wenn es tadellos ist, weil die Vorschrift existiert und es ein Bußgeld gibt, wenn man ohne erwischt wird. Die Frage ist, ob es hier genauso ist. Die skeptische Fraktion ist sich sicher: Die Pflicht wird zum Abzockmodell, wenn der Versorger selbst über Subunternehmer aus einer Kostenpflicht ein Geschäft macht. Die institutionelle Fraktion entgegnet, die Vorschrift existiere nun einmal, und Gasanlagen könnten viel Schaden anrichten.
Zwischen beiden Extremen liegt der praktische Ausweg, der immer wieder genannt wird: Zugelassene Installateure am Ort suchen, mehrere Angebote einholen und das günstigste nehmen. Das Zertifikat gilt genauso. Und bei einer mobilen Anlage gibt es nicht einmal eine Prüfung: nur einen neuen Schlauch.
Wie viele solcher Briefe mögen inzwischen an Wohnungen geschickt worden sein, in denen Gas nur noch eine Erinnerung in Form einer Flasche ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).
Milanuncios hat die Telefonnummer entfernt, Registrierung für Nachrichten erzwungen und den Versand über seine eigene Plattform abgewickelt. Verkäufer melden einen starken Rückgang der Kontakte.
Eine im Umlauf befindliche Rechnung vergleicht 83 Euro für Benzin mit 89 Euro für Strom bei 1.000 km pro Monat. Die vertragliche Leistung und der Grundpreis entscheiden das Ergebnis.