Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Führerschein in Madrid kostet 1.500 € mehr als in Cuenca
Verkehrsprüfer streiken wegen Durchfallquoten, während der Führerschein in Madrid bis zu 1.500 € teurer ist als in Cuenca; manche weichen nach Rumänien aus.
Streik im Verkehrswesen: Durchfallquoten, Fahrschulen und rumänische Führerscheine
Warum kostet der Erwerb des Führerscheins in Madrid bis zu 1.500 Euro mehr als in Cuenca? Es gibt keinen offiziellen Bericht, der diese Frage beantwortet. Es gibt einen Streik. Die Verkehrsprüfer hielten einen unbefristeten Teilstreik aufrecht, der im Oktober 2015 vier Wochen dauerte und mit einer großen Demonstration in Madrid drohte. Sie forderten mehr Sicherheit und Änderungen am Prüfungsmodell. Unter dem Protest lag eine unbequeme Erzählung: Ein Teil der Kandidaten behauptet, dass die Massendurchfälle kein Zufall sind, sondern die Folge eines Systems, das die Erlangung der Fahrerlaubnis absichtlich verzögert.
Der Ursprung: Ein Streik unter gegenseitigem Verdacht
Der Ausgangspunkt ist ein Artikel von Adrián Delgado in ABC vom 6. Oktober 2015: Die Prüfer, seit vier Wochen im unbefristeten Teilstreik, fordern mehr Sicherheit und Reformen der Prüfung. Bis dahin ein weiterer Arbeitskonflikt. Die Angelegenheit wird trüb, wenn Geld ins Spiel kommt. Eine schwer zu beweisende, aber kaum zu ignorierende Anschuldigung wiederholt sich: Dass Prüfer und Teile der Fahrschulen zusammenarbeiten und dieses Einverständnis den Prozess für den Schüler verteuert.
Die kursierenden Berechnungen weisen auf Unterschiede von 1.500 bis 2.000 Euro hin, je nachdem, ob man die Prüfung in Madrid oder in einer kleinen Provinz ablegt. Niemand legt eine Rechnung vor, die dies beweist; die Daten erscheinen als Zeugenaussage, nicht als Audit. Die Verteidigung der Branche ist so einfach wie unangenehm: Die Fahrschule ist ein privates Geschäft, zu dem niemand gezwungen ist. Die Gegenreaktion lässt nicht lange auf sich warten. Wenn alle Kandidaten durch denselben Flaschenhals müssen — eine halbstündige praktische Prüfung, entschieden von einer einzigen Person —, fehlt es an echten Alternativen.
Warum fallen in Madrid mehr durch als in Cuenca?
Weil das Design der Prüfung belohnt oder bestraft, je nachdem, wo man geprüft wird. Eine praktische Prüfung dauert etwa dreißig Minuten und wird in einer Stadt mit überlasteten Kreisverkehren, Staus und Straßen bewertet, in denen ein geparkter LKW ein Schild verdeckt. In einer ländlichen Gegend besteht man dieselbe Prüfung mit weniger Aufregung. Das Ergebnis ist ein unterschiedlicher Preis für denselben Führerschein.
Ein konkreter Fall hilft, dies zu sehen. Ein 18-jähriger Fahranfänger fiel durch zwei Fehler: Nicht anhalten vor einer Frau, die zwei Meter vor einem Zebrastreifen stand (ohne Absicht, die Straße zu überqueren, seiner Version zufolge), und nicht wissen, wie man beschlagene Scheiben entnebelt. Er bestand beim nächsten Versuch nach einer weiteren Stunde Übung. In sechzig Minuten verbessert man nicht die Fahrkünste. Was sich ändert, ist der Tag.
Der Führerschein als Geschäft: Unterricht, Termine und Vergleiche
Die eigentliche Beschwerde ist nicht das Durchfallen, sondern die Rechnung. Es wird daran erinnert, dass man bis 1996 oder 1997 den Auto- und Motorradführerschein mit einer einzigen Theorieprüfung machen konnte und der Motorradtest auf die Übungsstrecke beschränkt war. Jemand bestand 1997 im zweiten Versuch mit zehn Stunden Unterricht. Heute klingt das wie Science-Fiction: Manche behaupten, man falle bis zu fünfmal durch, bevor man den Führerschein erhält, und jeder Versuch bedeute neuen Unterricht.
Gegen diese Erzählung steht eine kühlere Berechnung: Die meisten bestehen zwischen dem ersten und zweiten Termin, und die Durchfälle treffen jene, die tatsächlich unsicher fahren. Statistiken, die ohne konkrete Quelle in den Raum geworfen werden, dienen beiden Lagern. Was niemand bestreitet, ist die Preisdifferenz zum Rest Europas.
Rumänien, Ecuador und der Umweg über ausländische Führerscheine
Es gibt einen alternativen Weg, der die DGT (Dirección General de Tráfico, spanische Verkehrsbehörde) umgeht oder erst am Ende involviert. Fälle von Studenten werden erzählt, die nach Rumänien reisen, sich dort anmelden, die Prüfung ablegen und zurückkehren, um den Führerschein in Spanien umzuschreiben. Die gehandhabten Kosten liegen bei 200 bis 300 Euro. Andere sprechen von Ecuador: 500 Dollar für die Ungeschickten, 300 für die Begabten, drei Wochen Intensivkurs und eine idiotensichere Theorieprüfung.
Nicht alles ist ein Schnäppchen. Wer dort war, warnt vor dem Gegenteil: Zum vereinbarten Preis kommen Bestechungsgelder, Diebstähle und unerwartete Ausgaben hinzu, bis es teurer wird als in Spanien. Und das Grundargument schwebt darüber: Führerscheine, die unter laxeren Bedingungen erworben wurden, werden anerkannt, während die Prüfung für Inländer verschärft wird.
Forderungen: Mehr psychotechnische Tests und gestufte Führerscheine
Unter den Vorschlägen gewinnt einer an Kraft aufgrund seiner einfachen Logik: Den psychotechnischen Test verstärken und den Führerschein stufenweise einführen. Stufe A für ganz Spanien zu jeder Tageszeit; Stufe B auf den Tag beschränkt für Personen mit wenigen Reflexen; Stufe C nur Nebenstraßen und tagsüber für jene, die ihr Dorf kaum verlassen. Die Idee ist nicht Ausschluss, sondern Abstufung.
Während das Modell diskutiert wird, liefert die Realität der Straße Schläge. Manche geben zu, jeden Tag klassische Regelverstöße zu sehen: falsch genommene Kreisverkehre, ignorierte Vorfahrtsschilder, übersprungene Stopps. Der Führerschein behebt das nicht. Er verschlimmert es auch nicht.
Am Ende drängt sich die Schlussfolgerung von selbst auf. Vielleicht sind die Prüfer keine Mafia und vielleicht sind die Fahrschulen nur ein Geschäft. Aber wenn zwei Personen dieselbe Prüfung mit einer Stunde Unterschied und identischen Autos bestehen können, riecht etwas im System nach Willkür. Und Willkür kostet in Spanien immer Geld.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (108 Antworten).
Ein Forennutzer behauptet, die Reduktion von 120 auf 90 km/h senke die Kosten um 20–30%; die Debatte dreht sich um den linken Fahrstreifen und billige Reifen.
Ein Forennutzer kehrt nach 25 Jahren zu der spanischen Kette Telepizza zurück und beschreibt geschmacklosen Teig sowie fast 48 Stunden Verdauungsprobleme.
Verbundene Alarme stoppen keinen Diebstahl, sondern dokumentieren den Zeitpunkt des Eindringens. Wichtig sind Verkabelung, Zulassung und versteckte Zentrale.
Die bariatrische Chirurgie verspricht schnelle Ergebnisse, doch langfristige Risiken und Misserfolge werfen Zweifel auf. Lohnt sich der Eingriff? Daten und Erfahrungsberichte.