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Fiat Tipo für 17.500 €: die Zuverlässigkeitsdebatte
Ein Käufer erwägt einen Fiat Tipo Diesel für 17.500 € mit vier Jahren Garantie – trotz Zweifeln an der Zuverlässigkeit und dem Wiederverkaufswert der Marke.
Fiat Tipo: 17.500 € und der Schatten der Zuverlässigkeit
Ein Käufer hat ein festes Angebot auf dem Tisch: 17.500 Euro für einen Fiat Tipo 5-türigen Multijet Diesel mit 120 PS, Lounge-Ausstattung, Metallic-Lackierung, ohne Finanzierung und unter Abgabe des Unfallgutachtens eines anderen Autos. Er ist vom Gebrauchtwagen Honda Accord zum Neuwagen übergegangen, denn, so seine Rechnung, für 3.000 Euro mehr bekommt er vier Jahre Garantie. Die Frage, die ihn quält, ist nicht der Preis. Es ist die Marke.
Der Tipo ist gut ausgestattet, mit sechs Airbags und einem Innenraum, der – ohne Mazda oder Honda zu sein – hochwertig wirkt. Der 1.6 JTD Motor mit 120 PS hat überzeugte Verfechter: Manche beschreiben ihn als besten Diesel seiner Hubraumklasse in puncto Leistung, Laufkultur, Verbrauch und Zuverlässigkeit, als Erben des alten 1.9 JTD, dessen Problemteile korrigiert wurden. Dagegen kostet die Benzinversion mit LPG 1.000 Euro weniger, aber die Ersparnis hat einen Haken, wie ein Teilnehmer warnt: Der Zusatztank bedeutet lebenslanges Totgewicht, und wenn die Kraftstoffsubvention abgeschafft wird, bleibt die Last ohne Ausgleich.
Die Marke, die niemand öffentlich verteidigen will
Hier beginnt das eigentliche Problem. Die Diskussion driftet schnell von den Vorzügen des Autos zum Ruf der Marke ab, und dort fallen die Urteile hart aus: Fiat, auf keinen Fall, fasste einer zusammen. Nach Aussage eines Nutzers platzieren Zuverlässigkeitsrankings die italienische Marke unter den fünf schlechtesten am Markt, zusammen mit Alfa Romeo, und diese Zahl dient als Urteil. Manche multiplizieren den Kaufpreisvorteil mit fünf, um die Reparaturkosten abzuschätzen. Andere halten dagegen, dass Fiat für Probleme von vor 25 Jahren verurteilt wird und seine Diesel 400.000 Kilometer ohne Murren durchhalten.
Eigene Erfahrungen relativieren das Bild. Ein Besitzer eines Bravo 1.6 Multijet mit 105 PS berichtet, dass er in fast vier Jahren und 80.000 Kilometern nur die Batterie getauscht hat – kostenlos beim Händler – und dass der Motor weniger verbraucht als beim Kauf. Ein anderer muste einen Ulysse nach 12 Jahren und fast 400.000 Kilometern ausmustern. Und ein dritter hatte nacheinander einen Uno, der bei 265.000 Kilometern starb, einen Marea, der 12 Jahre hielt, und einen späteren Bravo. Die Berichte über zickige Elektronik und durchgebrannte Glühbirnen verweisen dagegen eher auf Peugeot als auf Fiat – mit der Ironie, dass das Bauteil immer auf Lager war.
Die Giulietta als Tageszulassung und der Rabatt-Trugbild
Die Versuchung kam in Form einer Alfa Romeo Giulietta als Tageszulassung (km0) zu einem ähnlichen Preis. Von außen sieht das Auto gut aus, im Inneren enttäuscht es: spartanische Klimabedienelemente, Verarbeitung, die nicht mithält. Die Diagnose des Käufers ist pointiert: will, aber kann nicht. Die Optik verkauft, verdeckt aber nicht die Schlichtheit.
Das Budget erscheint zudem hoch für das, was die Kompaktklasse bietet. Mit 18.000 Euro schauen manche bereits auf einen León oder einen i30 und hätten noch Geld für ein paar Bier übrig. Die Alternative Skoda Toledo mit dem 1.2 TSI Motor mit 105 PS kam für einen Nutzer, der Kofferraum und Platz hinten brauchte, auf 12.000 Euro herunter, allerdings warnt man aus anderer Ecke, dass dieses Auto ein gestreckter Kleinwagen sei: eine B-Segment-Plattform mit verlängertem Radstand und schmaler Spur, ein falscher Kompakter, der sich beim direkten Vergleich neben einem León verrät.
Der Accord, der nie verschwand
Unterdessen geistert der Honda Accord von 2011 weiter durch die Entscheidung. Der Wiederverkaufswert kippt die Waage, so der Käufer: Ein Fiat wird mehr an Wert verlieren als ein Accord, und wenn der Plan ist, das Auto drei oder vier Jahre zu behalten und dann eine Klasse höher zu steigen, fällt dieser Unterschied ins Gewicht. Die Sicherheit scheint hingegen kein Schwachpunkt: sechs Airbags und eine ordentliche Bilanz in den europäischen Crashtests anderer Modelle der Marke.
Die Schlussfolgerung des Käufers ist vorerst eine Meinungsänderung pro Tag. Er fasst es selbst zusammen: vielleicht lande ich am Ende bei einem Dreirad. Denn die Entscheidung fällt nicht zwischen zwei Autos, sondern zwischen zwei Erzählungen: der der sofortigen Ersparnis mit vier Jahren Garantie und der des Restwerts, den man erst sieht, wenn es Zeit ist zu verkaufen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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