Honda Accord 2007 mit 180.000 km: 6.500 € Preis überzogen

Ein Honda Accord von 2007 mit 180.000 km wird für 6.500 € angeboten, weit über dem fairen Marktwert von 3.000–5.000 €. Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt aufgebläht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Honda Accord 2007 mit 180.000 km: 6.500 € Preis überzogen
6.500 € für einen Honda Accord von 2007 mit 180.000 km: Der Gebrauchtwagenmarkt dreht durch

Ein Honda Accord von 2007, 2,4-Liter-Motor mit 190 PS, 180.000 Kilometer, erster Privatbesitzer, lückenloses Serviceheft und voll ausgestattet: Leder, Schiebedach, Navigation. Allerdings wurde die Kupplung nie ersetzt. Der Verkäufer verlangt 6.500 Euro. Die einfache Frage lautet: Ist das zu teuer? Die Analyse zeigt ja, und das Problem beschränkt sich nicht nur auf dieses Auto.

Der Konsens ist ungewöhnlich breit. Als angemessener Referenzpreis gelten 3.000 bis 5.000 Euro, wobei die meisten Angebote am unteren Rand liegen. Ein Besitzer desselben Modells, Dieselvariante mit 140 PS und 120.000 km, berichtet, dass ihm im Tausch 3.500 Euro geboten werden, was er als unzureichend ablehnt. Ein weiterer Fall: Ein vor Jahren gekaufter Accord mit 97.000 km für 3.500 Euro. Die wiederholte Schlussfolgerung ist, dass 6.500 Euro ein Blasenpreis sind.

Warum ein 12 Jahre altes Auto mit 180.000 km keine 6.500 Euro wert ist

Das erste Argument ist die Arithmetik der Lebensdauer. Ein saugender Benzinmotor dieser Qualität kann problemlos über 300.000 km laufen, aber das bedeutet nicht, dass das Auto neu ist. Bei 180.000 km und 12 Jahren liegt der Verschleiß nicht nur im Motor: Er steckt in allem drumherum. Silentblocks, Manschetten, Schläuche, trockenes Gummi, originale Stoßdämpfer, Innenraumplastik. Jedes Jahr bringt andere Werkstattrechnungen. Diese schleichenden Kosten, addiert zum Kaufpreis, machen aus einem scheinbaren Schnäppchen eine stille Ruine.

Das zweite Argument ist der Markt. Wer kürzlich nach Gebrauchtwagen gesucht hat, weiß es: Die Preise sind allgemein überhöht. Autos über zehn Jahre alt, egal wie schlecht ihr Zustand, fallen selten unter 1.500 oder 2.000 Euro. Gefragte Modelle kosten noch mehr. Ein ähnlicher BMW könnte 2.000 Euro mehr kosten als dieser Accord, unabhängig vom tatsächlichen Zustand. Das Gefühl ist, dass der Gebrauchtwagenmarkt für Käufer tot und für Verkäufer lebendig ist.

Die Kupplung, die Plakette und das Kleingedruckte

Eine unberührte Kupplung bei 180.000 km ist ein Damoklesschwert. Es ist kein sofortiges Problem, aber eine vierstellige Rechnung wartet darauf, fällig zu werden. Gleiches gilt für den Zahnriemen, die Bremsen oder jedes Verschleißteil, das noch nicht ersetzt wurde. Bei einem Auto dieses Alters ist der Kaufpreis nur der Einstieg.

Hinzu kommt der regulatorische Kontext. Der Druck auf Verbrennerfahrzeuge und Fahrverbote in bestimmten Zonen haben den Kauf eines alten Autos zu einer Entscheidung mit Verfallsdatum gemacht. Umweltplaketten, Zufahrtsbeschränkungen in Städten und die Unsicherheit über die Zukunft von Diesel und Benzin lasten immer stärker auf der Entscheidung. Ein Auto, das heute 6.500 Euro wert ist, könnte in drei Jahren nur noch die Hälfte wert sein, wenn die Vorschriften verschärft werden.

Die Alternative: Neuwagen oder Leasing

Der spontane Vergleich zieht sich auf den Neuwagen. Ein einfacher Dacia Sandero, mit Klimaanlage und drei Jahren Garantie, kostet kaum mehr als dieser Accord von 2007. Der Unterschied: Einer macht ab Tag eins Probleme, der andere nicht. Das Leben besteht darin, Probleme loszuwerden, nicht sie hinzuzufügen.

Leasing erscheint als Zwischenoption. Einstiegsraten für Modelle wie den Suzuki Swift oder Vitara, um 99 bzw. 130 Euro pro Monat, ermöglichen ein neues Auto inklusive Wartung und Versicherung. Das Kleingedruckte ist jedoch wichtig: Man zahlt eine Anzahlung, monatliche Raten, die größtenteils Zinsen sind, und am Ende des Vertrags muss man den Restwert zahlen oder das Auto zurückgeben. Der klare Rat lautet, Leasing als Finanzierungsmethode zu meiden; falls gewählt, dann mit hoher Anzahlung und kurzer Laufzeit.

Die Berechnung, die niemand macht: Kosten pro Kilometer

Die ehrlichste Art, einen solchen Kauf zu bewerten, ist, den Preis durch die erwarteten gefahrenen Kilometer zu teilen. Kauft man für 6.500 Euro und nutzt das Auto für 40.000 km vor dem Verkauf, betragen die Abschreibungskosten 16 Cent pro km, plus Kraftstoff, Versicherung, Steuern und Wartung. Kauft man für 3.000 Euro bei gleicher Strecke, sinken die Kosten auf 7,5 Cent. Der Unterschied ist gewaltig und erklärt, warum viele diesen Wagen über 4.000 Euro für unsinnig halten.

Das Grundproblem ist, dass der Gebrauchtwagenmarkt aufgehört hat, ein Zufluchtsort für preisbewusste Käufer zu sein. Die Preise sind gestiegen, das Angebot an guten, günstigen Autos ist gesunken, und die regulatorische Unsicherheit birgt Risiken, die es früher nicht gab. In diesem Kontext ist es irrational, 6.500 Euro für ein 12 Jahre altes Auto mit 180.000 km zu zahlen: Es ist Glücksspiel.

Angesichts dieser Faktoren ist ein Preisverfall wahrscheinlich, aber niemand weiß wann oder wie stark. Ein Besitzer, der nicht für 6.500 Euro verkauft, wird wahrscheinlich auch nicht für 5.000 Euro verkaufen, und ein Käufer, der 6.500 Euro nicht zahlt, wird auch 5.000 Euro nicht zahlen, wenn er etwas Besseres findet. Der Markt hat seinen Gleichgewichtspunkt noch nicht gefunden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (132 Antworten).

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