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Billige Eigenmarken-Milch: Wo liegt die Qualitätsgrenze?
Eigenmarken-Milch setzt sich in Spanien durch: Finessa von Lidl für 50 Cent pro Liter und Hacendado, hergestellt von Covap. Eine Preis- und Qualitätsübersicht des Tetra-Paks.
Eigenmarken-Milch schlägt die Markennamen beim Preis
In vielen Haushalten kauft man fast alles als Eigenmarke, nur nicht Milch: Da beginnt der Respekt, und man zahlt für Pascual oder Asturiana. Das ist der Ausgangspunkt einer Diskussion, die mit einer einfachen Frage beginnt —welche Milchmarken bieten Qualität zum kleinen Preis?— und in einer Liste von Preisen pro Liter, Verdächtigungen über die Abfüllung und einer wachsenden Abwanderung zu Pflanzendrinks endet. Das Fazit, das sich durchsetzt: **das 50-Cent-Tetra-Pak schämt sich niemand mehr**.
Der erste Riss zeigt sich beim internationalen Vergleich. Manche behaupten, die in Frankreich verkaufte Milch und die hier verkaufte seien nicht vergleichbar, und allein dieser Unterschied reiche, um den Vergleich aufzugeben: **DIA oder Hacendado, ganz einfach**. Demgegenüber schneiden die traditionellen Marken nicht in allen Fällen gut ab: Pascual übersteht die Kritik, aber La Asturiana wird sogar als "Müll" bezeichnet. Das Markenprestige, das den höheren Preis rechtfertigt, wird durch private Verkostungen Stück für Stück abgebaut.
Vom Karton zur Frischmilch: die Preiskarte
Die in der Diskussion genannten Preise spannen einen weiten Bogen auf. **Finessa von Lidl liegt bei rund 50 Cent pro Liter** und gehört zur Gruppe Leche Celta mit Produktion in Lugo oder Kantabrien; in der OCU-Umfrage schnitt sie leicht unter dem Durchschnitt ab, doch der Preisvorteil gleicht das aus. Milbona, ebenfalls von Lidl, schlägt bei denen, die sie probieren, Asturiana, Hacendado und RAM. Und die legendäre Muuu, früher bei Simply verkauft, gewann eine OCU-Studie zum Preis-Leistungs-Verhältnis mit etwa **0,55 Euro**.
Der Qualitätssprung erfolgt, wenn man das Tetra-Pak verlässt. Frischmilch —vom Hof, vom Milchautomaten oder von der lokalen Genossenschaft— bekommt das beste Lob: **1 Euro pro Liter am Automaten im Dorf**, 75 Cent für den Beutel Copersan in der Gegend von Los Yébenes. Wer halb-ländlich wohnt, hat es leicht; wer nicht, begnügt sich mit der frischen Bio-Milch von El Corte Inglés oder mit Priégola, die als Köstlichkeit gilt, aber nicht überall erhältlich ist.
Wer füllt die Eigenmarken-Milch wirklich ab?
Hier taucht die Information auf, die viele aus der Fassung bringt. Die fettarme Milch von Hacendado **wird von Covap hergestellt, einem Molkereibetrieb aus Córdoba**, so die Aussage in der Diskussion. Und die zitierte OCU-Studie platziert die Eigenmarke von Carrefour über President, obwohl genau President für Carrefour herstellt und abfüllt. Das Paradox hat Substanz: **dasselbe Produkt, anderes Etikett und anderer Preis**. Jemand fasst es trocken zusammen: Laut Statistiken sind 99,9 % aller Statistiken manipuliert.
Das Misstrauen gegenüber dem Tetra-Pak hat seine eigene Theorie, ohne Beweis in den Raum gestellt: Ein großer Teil der Milch im Karton sei pulverisierte Milch, der Wasser zugesetzt und die mehrfach pasteurisiert werde. Eine Überprüfung gibt es im Material nicht, aber es erklärt, warum viele zur gekühlten Milch im Beutel gewechselt sind, die schon die Großeltern kauften, als die Molkereien schlossen.
Der Liter, der nicht mehr gekauft wird: die Flucht zu Soja und Hafer
Die häufigste Umstellung betrifft nicht die Marke, sondern das Produkt. Mehrere haben den Konsum von Kuhmilch wegen Verdauungsproblemen reduziert und sind beim Sojadrink gelandet —**88 Cent pro Liter bei Mercadona, mit Wasser, Soja und Meersalz**— oder beim Haferdrink, der für Smoothies und Kaffee verwendet wird. Das Argument für Soja erhält eine Gesundheitswarnung: Jemand erzählt, sein Arzt habe vom Verzehr abgeraten wegen Bedenken über dessen Verwendung, und ein Text, der Soja mit Krebs in Verbindung bringt, wird verlinkt. **Dafür gibt es im Material keinen Beleg**; es ist eine Warnung, die in der Diskussion geäußert wurde.
Die Gegenoffensive kommt über Zucker und antinutritive Faktoren: Pflanzendrinks hätten zugesetzten Zucker, Soja werde mit Pestiziden angebaut. Die klügste Antwort ist der Hinweis, dass kein Produkt frei von Nachteilen ist. Und die letzte Warnung für alle, die bei Kuhmilch Trost suchen: Die Maltafieber bekommt man durch Milch eines infizierten Tieres. Die Großmutter, die die Ziege molk und die Milch ungekocht trank, hatte Glück.
Die Analyse bleibt genau hier stecken: Niemand hat die Marke gefunden, die gleichzeitig günstig, hochwertig und ohne Kleingedrucktes ist. Das Einzige, was klar ist: **der Liter für 50 Cent verlangt keinen Respekt mehr**.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (54 Antworten).
Die günstigste Milch in Spanien: Finessa (Lidl) für 0,40 € im Angebot, Leche de Galicia (Alcampo) 0,55 €, Bomilk (Eroski) 0,52 €. Ein Preis- und Qualitätsvergleich von Supermarkt-Milch.
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