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Fátima Báñez, Ex-Ministerin aus Spanien, bei Zugunglück in Urda gestorben
Fátima Báñez, Spaniens frühere Arbeitsministerin der PP, saß in dem Zug, der in Toledo verunglückte. Ihr Tod löst die Debatte über ihre Arbeitsmarktreform und die Bahnsicherheit neu aus.
Fátima Báñez, frühere Arbeitsministerin der spanischen PP, saß in dem Zug, der in Toledo verunglückte
Was machte eine frühere Arbeitsministerin der spanischen PP im hintersten Wagon des Zuges, der in Toledo entgleiste? Die Antwort, so die Nachrichten, die in den Stunden nach dem Unglück kursierten: Fátima Báñez reiste in dem Zug. Die Meldung über das Zugunglück von Urda mit Dutzenden Opfern kreuzte sich mit der politischen Laufbahn der Frau, die von 2011 bis 2018 das Arbeitsministerium führte – und aus der Begegnung wurde rasch ein rhetorisches Schlachtfeld.
Die erste Reaktion war Fassungslosigkeit. "Mein Kopf war schon bei Magdalena Álvarez", gab ein Teilnehmer zu und verwechselte Báñez mit der früheren sozialistischen Verkehrsministerin. Die Richtigstellung kam schnell, doch der Verwechslungsfehler ahnte schon den Ton dessen voraus, was kommen sollte: ein Ringen zwischen Trauer und politischer Abrechnung.
Von der anfänglichen Sorge zur Bestätigung des Todes
Die ersten Nachrichten sprachen von "Sorge" um das Schicksal der Ex-Ministerin. Ein Tweet der Cuatro-Sendung *En boca de todos* zitierte eine angebliche Bestätigung des Bürgermeisters von Sevilla. Kurz darauf meldete ein Beitrag, der *El Debate* zugeschrieben wurde, Báñez für tot: "Fátima Báñez, die Ministerin, die den Arbeitsmarkt verändert hat, ist bei dem Zugunglück gestorben." Innerhalb weniger Stunden wandelte sich die Geschichte von der Ungewissheit zur Trauer.
Báñez' Bilanz fasste ein anderer Beitrag zusammen, der ihre Reformen auflistete: "Sie verbilligte die unfaire Kündigung von 45 auf 33 Tage Abfindung, erleichterte Massenentlassungen, schaffte die vorherige behördliche Genehmigung für Abbaupläne (ERE) ab und gab Betriebsvereinbarungen bei der Anwendung Vorrang." Eine Bilanz, die sie zum Ziel aller Gewerkschaftskritik und zum Symbol der Arbeitsmarktreform von 2012 machte.
Das Unglück als Bühne des politischen Kampfes
Der Tod einer ehemaligen PP-Ministerin bei einem Bahnunglück wurde bald in parteipolitischer Deutung gelesen. "Wenn Feijóo nach dem nicht 20 Punkte vor Sánchez liegt, können wir einpacken", schrieb ein Teilnehmer und zog die menschliche Tragödie auf das Wahlkampffeld. Ein anderer spottete über die "kalten Schweiße" des konservativen Parteichefs. Die Tragödie wurde zum Thermometer des politischen Wettbewerbs.
Manche versuchten, das Thema zurückzuführen: "Mir geht es nicht um die Reaktionäre Fátima Báñez, die zur Jungfrau betete, damit die Arbeitslosigkeit sinkt... Mir geht es um die Beschäftigten, die von dem Unglück betroffen sein könnten." Das im Thread zitierte Wortspiel nahm Bezug auf den berühmten Satz der Ex-Ministerin über die Jungfrau und die Arbeit, der sie jahrelang verfolgte.
Auch Vergleiche mit anderen Katastrophen tauchten auf. "Magdalena Álvarez war die zuständige Ministerin, als das Massaker von Spanair geschah", hieß es in einem Beitrag, der eine Parallele zwischen politischer Verantwortung und Unglücken zog. Der Austausch artete in gegenseitige Vorwürfe aus, welche Partei die Infrastruktur schlechter verwaltet.
Der wirtschaftliche Hintergrund: die Arbeitsmarktreform, die ein Jahrzehnt prägte
Jenseits des Unglücks verweist Báñez' Name auf die Arbeitsmarktreform von 2012, die unter der Regierung von Mariano Rajoy verabschiedet wurde. Ihre Befürworter stellten sie als Instrument dar, um die Arbeitsplatzvernichtung mitten in der Krise zu stoppen; ihre Kritiker als Quelle von Prekarisierung auf dem Arbeitsmarkt. Die Beiträge im Thread spiegeln diese unversöhnliche Spaltung wider: von denen, die sie für die "Prekarität" verantwortlich machen, bis zu denen, die sie als Verwalterin der Erholung verteidigen.
Der Umstand, dass ihr Tod mit einem Bahnunglück solchen Ausmaßes zusammenfiel, fügte eine Schicht politischer Schaulust hinzu. "Wenn Politiker anfangen zu sterben, reparieren sie vielleicht mal ein bisschen die Gleise", schrieb jemand und vermischte die Klage über die Bahnsicherheit mit Zynismus gegenüber der Politik.
Am Ende blieb die Nachricht vom Tod Fátima Báñez' zwischen Beileid und Abrechnung gefangen. Ihre Familie wird, wie die so vieler Opfer, mit dem Lärm leben müssen. Und in diesem Land fehlt der Lärm nie.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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