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Beschuldigung des Arbeiters nach dem Zugunglück in Urda ist beschämend und verkürzt
Die PP regierte Galicien und Spanien, als das Zugunglück von Angrois geschah. Die Schuldzuweisung an den Lokführer öffnet die Debatte über die Eisenbahnsicherheit erneut.
Ein Sicherheitssystem funktioniert nicht, wenn es zulässt, dass ein Zug mit voller Geschwindigkeit auf einen anderen zurast, bis sie kollidieren. Nur den Lokführer von Angrois verantwortlich zu machen, ist verkürzt, weil es das Versagen des Systems ignoriert, das den Zusammenstoß hätte verhindern müssen.
## Das Unglück von Angrois und die Verantwortung des Lokführers
Das Unglück von Angrois ereignete sich **2013** in der Kurve von A Grandeira nahe Santiago de Compostela. Ein Alvia-Zug auf der Strecke Madrid-Ferrol entgleiste mit hoher Geschwindigkeit. Der Lokführer wurde wegen grober Fahrlässigkeit verurteilt. Die Frage, die im Raum steht, ist, ob das Sicherheitssystem hätte verhindern müssen, dass der Zug mit dieser Geschwindigkeit diese Stelle erreichte.
Das Eisenbahnsicherheitssystem, bekannt als **ERTMS**, war auf der Strecke installiert, deckte aber den letzten Abschnitt der Kurve nicht ab. Das ist der technische Kern der Sache. Ein System, das einen Abschnitt ungeschützt lässt, erlaubt, dass ein Zug mit voller Fahrt auf eine gefährliche Kurve zusteuert. Die Verantwortung des Lokführers besteht, aber sie erschöpft die Erklärung nicht.
## Die politische Kritik: «Feijóo macht auf erbärmliche Weise den Lokführer verantwortlich»
Der Beitrag, der die Debatte auslöste, macht **Feijóo** direkt dafür verantwortlich, den Lokführer zu beschuldigen, während die **PP** (Spaniens konservative Volkspartei) sowohl in Galicien als auch in Spanien regierte. Das Argument lautet, dass die politische Verantwortung nicht allein beim Arbeiter liegen kann, wenn das Sicherheitssystem bekannte Mängel aufwies.
Der Vorwurf hat eine offensichtliche politische Komponente. **2013** regierte die PP in Madrid und in der Xunta (der galicischen Regionalregierung). Die Verwaltung der Eisenbahnsicherheit lag bei diesen Regierungen. Das Unglück ausschließlich dem Lokführer zuzuschreiben, erlaubt es, der Frage auszuweichen, warum das System diesen Abschnitt nicht schützte.
## Warum es wichtig ist: Sicherheit liegt nicht nur beim Bediener
Ein Sicherheitssystem, das eine Kollision zulässt, ist kein Sicherheitssystem. Es ist ein Bündel von Maßnahmen, das an einem bestimmten Punkt versagte. Die Diskussion über Angrois dreht sich nicht nur um einen bestimmten Lokführer, sondern darum, ob Infrastruktur und Protokolle den Anforderungen gewachsen waren.
Den Arbeiter allein verantwortlich zu machen, ist verkürzt, weil es ein Systemversagen in einen individuellen Fehler verwandelt. Die Eisenbahnsicherheit ist gerade dafür konzipiert, dass menschliche Fehler keine fatalen Folgen haben. Wenn das System das nicht verhindert, versagt das Design.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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