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Evo Banco verlangt 3.000 € Ruhegeld für 0,5 % Zinsen
Evo Banco zahlt erst ab 3.000 € unangetastetem Guthaben Zinsen, dann 0,5 %: laut einer Rechnung gerade einmal 15 Euro pro Jahr bei 6.000 € Guthaben. Openbank, Coinc und…
Evo Banco verlangt 3.000 € Ruhegeld für 0,5 % Zinsen
Das „intelligente" Konto von Evo Banco verzinst das Guthaben erst, wenn der Kunde 3.000 Euro unangetastet liegen lässt. Ab dann gelten 0,5 % Rendite. Darunter: null Zinsen und null Gebühren. Dieses Modell, von einem Forumsnutzer in der Filiale bestätigt, stellt den Sparer vor eine unbequeme Frage: Warum dem Bank ein 3.000-Euro-Polster schenken, das auf einem Festgeldkonto zumindest etwas — wenn auch symbolisch — abwerfen würde?
Die Zahl schmerzt umso mehr, wenn man nachrechnet. Bei einem Durchschnittsguthaben von 6.000 Euro bleibt der Jahresertrag bei **15 Euro**, so eine Rechnung, die im Thread kursiert. Wer mehr erwartet, muss sich anders umsehen. Und dort beginnt die lange Liste der Alternativen, die diese Verbraucherdiskussion durchzieht: Openbank, Coinc von Bankinter, Self Bank, Farmafactoring. Jede mit ihrem Kleingedruckten.
Was jede Bank ohne Gehaltseingang bietet
Das Spektrum der Optionen ist nicht spektakulär, aber es existiert. **Openbank** verzinst mit 0,6 % über 13 Monate ab 25.000 Euro, darunter mit 0,5 %. **Coinc, das Sparkonto von Bankinter**, zahlt 0,8 % bis 50.000 Euro. **Farmafactoring** erreicht 1,5 % über ein Jahr. Und **Self Bank** wird als Tipp genannt, allerdings mit dem Vorbehalt derer, die ihr Geld keiner Bank ohne Filialen anvertrauen wollen.
Das Problem: Kaum eines dieser Angebote funktioniert ohne Bedingungen. Das Evo-Konto verlangt beispielsweise einen verknüpften Gehaltseingang oder monatliche Einzahlungen von 600 Euro, wie ein Kunde berichtet, der den Vertrag kennt. Bleibt dieser Eingang länger als zwei Monate aus, wird das Konto zu einem normalen Konto, und Kontoführungsgebühren beginnen. Auch die kostenlose Geldabhebung am Automaten hat einen Haken: In vielen Fällen muss man **mindestens 120 Euro** abheben, um Gebühren zu vermeiden.
Das Wort „Abzocke" und seine Nuancen
Hier bricht sich der Konsens. Mehrere Teilnehmer lehnen den Begriff ab: Wenn die Bank ihre Bedingungen veröffentlicht und einhält, liegt kein Betrug vor — ein schlechtes Produkt ist etwas anderes. Die Rechnung, die diese These stützt, ist einfach: Die ersten 3.000 Euro werden nicht verzinst, der Rest schon, und die Bank leiht dieses Guthaben zu einem deutlich höheren Satz aus, als sie selbst zahlt. Das Geschäft ist klar, und die Transparenz auch.
Demgegenüber lautet die kritische Lesart: 3.000 Euro gegen nichts festzulegen ist eine Form verdeckter Gratisfinanzierung. Das brachliegende Geld auf dem Girokonto bringt dem Kunden null und der Bank einiges ein. Die Diskussion verlagert sich dann auf das Terrain des Vergleichs: Wer Rendite will, fährt mit einem Festgeld oder einem separaten Sparprodukt besser als mit ruhendem Guthaben auf dem Alltagskonto.
Die Bedingungen verschleißen mit den Jahren
Diese Diskussion hat ein Gedächtnis. Langjährige Kunden erinnern sich, dass die Bank zeitweise mehrere Lastschriften verlangte, um Gebühren zu vermeiden, und dass die Bedingungen mit der Zeit immer enger wurden. Der jüngste Vorfall, der genannt wird: Gebühren für Zahlungen und Abhebungen in Fremdwährung, die still eingeführt wurden. Dieses Tropfen — Bedingungen, die sich heimlich verschlechtern — ist das Argument, das bei den Skeptikern des Modells am meisten wiegt.
Andere verteidigen mit jahrelanger Erfahrung das Gegenteil: Konten, die seit über vier Jahren bestehen, ohne Gebühren, mit einer funktionierenden App und ohne je eine Filiale betreten zu haben. Verlässlichkeit zeigt sich genau da — im Fehlen von Überraschungen. Und ein Hinweis zur Einlagensicherung: Die **100.000 Euro pro Anleger und Institut** sind eher ein psychologischer als ein wirksamer Schutz, wenn ein großes Institut pleitegeht, so ein Forumsnutzer.
Die Warnung vor Anleihen
Zu den Bedingungen, die angeboten wurden, um Gebühren zu umgehen, gehört die Haltung eines Investmentfonds mit 1.000 Euro in festverzinslichen Wertpapieren. Der Hinweis ist berechtigt: Fest verzinst heißt nicht risikofrei. Die Papiere werden gehandelt und können an Wert verlieren. Dieses Produkt als Ersatz für ein Festgeld anzupreisen, wiederholt ein bekanntes Muster — das der Preferentes —, diesmal allerdings mit vorab unterschriebenem Eignungsformular, wie ein Teilnehmer warnt.
Vor dieser Landkarte hängt die Entscheidung von den Prioritäten ab. Wer ein zweites kostenloses Konto mit kostenlosen Abhebungen im Ausland sucht, ist bei Evo weiterhin gut aufgehoben. Wer will, dass das Geld etwas abwirft, stolpert zuerst über die 3.000 ruhenden Euro. Und auch die meistgenannte Alternative — ING — ist nicht frei vom Verdacht, dass sich die Bedingungen ändern, wann immer es der Bank passt.
Absehbar ist, dass der Kampf um Einlagen weiter unentschieden bleibt und die Institute mit immer höheren Schwellen um Guthaben konkurrieren. Wenn das so kommt, wird das verzinsliche Konto, wie man es kannte, endgültig der Erinnerung überlassen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Er sollte das Konto leeren, um es bei EVO Banco, einer spanischen Onlinebank, zu kündigen – doch die Bank berief sich dann auf offene Beträge. Der Vorgang stockt, die Stimmung kippt.
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