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In Fremdwährung mit PayPal zahlen: Wann die Bank mehr verlangt
Wer die PayPal-Währungsumrechnung deaktiviert, damit die Bank den Wechselkurs anwendet, kann mehr zahlen: Ein Nutzer berichtet, 10 Euro mehr mit La Caixa als mit PayPal gezahlt zu haben.
In Fremdwährung mit PayPal zahlen: Der Banktrick spart nicht immer
Wer die PayPal-Währungsumrechnung deaktiviert, damit die eigene Bank den Wechselkurs anwendet, kann am Ende mehr zahlen, als wenn er die Plattform machen lässt. Der Tipp kursiert seit Jahren als Spartipp: Statt den von PayPal angebotenen Wechselkurs bei Zahlungen in einer anderen Währung zu akzeptieren, wählt man, direkt in der Währung des Verkäufers zu zahlen, und überlässt die Umrechnung der eigenen Bank. Die Logik der Befürworter: PayPal wendet einen schlechteren Kurs als den offiziellen an, und die Banken kämen selbst mit ihrer Fremdwährungsgebühr günstiger weg. Ein Teilnehmer der Diskussion erklärte, er habe das jahrelang mit seinem verknüpften Konto überprüft und sei immer weniger als der von PayPal angezeigte Euro-Preis belastet worden.
Das Problem: Der Trick funktioniert nicht bei jedem Geldinstitut gleich. Ein Nutzer schildert einen Fall mit konkreten Zahlen, der diese angebliche Ersparnis widerlegt: Ein Einkauf über 519,99 Pfund, den PayPal auf etwa 622 Euro umrechnete, kostete über La Caixa am Ende über 632 Euro. Zehn Euro Differenz zulasten der Bank. Der Betroffene erschien mit dem ausgedruckten Vorgang in der Filiale; die Mitarbeiterin konnte ihm nach eigener Aussage keine Erklärung geben.
Die unsichtbare Gebühr: Warum PayPal beim Wechselkurs immer gewinnt
Der Mechanismus ist, wie die Teilnehmer ihn beschreiben, ebenso einfach wie intransparent. PayPal erhebt auf dem Kontoauszug keine explizite Umrechnungsgebühr; stattdessen wendet es einen schlechteren Kurs als den offiziellen Marktkurs an. Diese Differenz ist die Marge, die die Plattform einstreicht, und der Nutzer bemerkt sie nur, wenn er den von PayPal angebotenen Eurobetrag mit dem vergleicht, den seine Bank später abbucht. Das Problem: Dieser Vergleich lässt sich nicht im Moment der Zahlung anstellen. PayPal rechnet sofort um und teilt das mit, während die Bank erst Tage später beim Einzug umrechnet. Der Wechselkurs kann sich inzwischen verschoben haben, und der Nutzer erfährt das Endergebnis, wenn nichts mehr zu ändern ist.
Manche behaupten, der Kurs von Visa plus Gebühr schlage den von Mastercard, und beide schlagen PayPal, selbst mit Bankgebühr. Die optimistischste Rechnung geht von einer Bankgebühr von 2 % aus, einer Zahl, die für ING genannt wurde. Im pessimistischen Szenario hingegen kommen Institute mit deutlich höheren Zuschlägen ins Spiel. La Caixa lag laut dem geschilderten Fall zehn Euro über PayPal bei einer Transaktion von gut 600 Euro.
Die Bank, die mehr verlangt als PayPal: Der Fall La Caixa
Die Anekdote ist interessant, weil sie die Logik der Ersparnis umkehrt. Der Betroffene hatte den Rat jahrelang mit seinem Konto bei Cajasol befolgt und war immer im Vorteil. Erst die Umwandlung von Cajasol in La Caixa änderte laut seiner Schilderung alles. Das Institut war von günstiger als PayPal zu zehn Euro teurer beim Umtausch von Pfund in Euro geworden. Es liegt nicht am Pfund oder am Betrag: Es liegt an der Gebührenpolitik jeder einzelnen Bank, die der Kunde bei der Kontoeröffnung nicht wählt, die ihn aber bei jeder internationalen Zahlung verfolgt.
Die Warnung gilt auch für andere Fälle. Manche stellten fest, dass eine Prepaid-Visa von Bankia mehr abgebucht hat als die PayPal-Umrechnung. Andere merken an, dass der allgemeine Trend gegen den Trick läuft: Eine Zeitlang war die Kartenumrechnung besser, doch die Institute haben die Gebühren erhöht, und die Waage hat sich in mehreren Fällen zu PayPal hin geneigt. Der Tipp ist also weder universell noch für die Ewigkeit. Er hängt von der Bank, dem Betrag, der Währung und dem Tag ab.
Was ist mit Rückerstattungen und kleinen Einkäufen?
Ein Detail, das kaum jemand beachtet, wenn er die automatische Umrechnung deaktiviert: Rückerstattungen. Nach Angaben eines Teilnehmers fällt der zurückgezahlte Betrag meist geringer aus, wenn der Händler das Geld wegen fehlender Ware oder einer Stornierung zurückzahlen muss. Die Umrechnung wird zweimal angewendet, und in beide Richtungen behält das Institut seinen Anteil. Wer in solchen Fällen die automatische PayPal-Umrechnung genutzt hat, hat keinen klaren Vergleichswert, denn die meisten deaktivieren die Option nach den ersten Tests und vergleichen nie wieder.
Bei kleinen Einkäufen beträgt die Differenz nur Cent und fällt nicht auf. Ein Beispiel aus dem Thread: Ein Einkauf über 2,24 Dollar, der zum offiziellen Kurs 1,68 Euro entsprach, wurde mit einer Visa von ING mit 1,72 Euro abgebucht. Ein Aufschlag von 2 %, der bei großen Beträgen ins Gewicht fällt und bei kleinen unbemerkt durchrutscht. Die praktische Schlussfolgerung ist ernüchternd: Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Man muss die Umrechnungsgebühr der eigenen Bank prüfen, sie mit dem von PayPal angebotenen Betrag vergleichen, bevor man bestätigt, und akzeptieren, dass der perfekte Vergleich erst Tage später möglich ist, wenn die Abbuchung auf dem Konto erscheint.
Der Trick, die PayPal-Umrechnung zu deaktivieren, funktioniert solange, bis die eigene Bank die Regeln ändert. Und die Banken ändern sie.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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