EU-Kommission: Spanien braucht 7 Millionen Migranten bis 2030 für Renten

Die EU-Kommission schätzt, dass Spanien bis 2030 sieben Millionen Migranten benötigt, um die Renten zu sichern – im Widerspruch zu fast fünf Millionen Arbeitslosen.

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EU-Kommission: Spanien braucht 7 Millionen Migranten bis 2030 für Renten
Sieben Millionen Migranten zur Sicherung der Renten: Die Rechnung geht nicht auf

Die Europäische Kommission schätzt, dass Spanien bis 2030 sieben Millionen Migranten aufnehmen müsste, damit seine Abhängigkeitsquote bei 34 % bleibt, also 34 Rentner pro 100 Erwerbstätige. Die von Público veröffentlichten und auf einem Wirtschaftsforum diskutierten Daten basieren auf einer unbequemen Prämisse: Geburten werden Sterbefälle kaum ausgleichen, und nur der Zuzug ausländischer Arbeitnehmer wird die erwerbstätige und beitragende Bevölkerung vergrößern. Das Paradoxon ist, dass diese Berechnung neben fast fünf Millionen Arbeitslosen und einem Arbeitsmarkt existiert, der keine Nettobeschäftigung schafft.

Die offizielle Berechnung und ihre Lücken

Der Brüsseler Bericht setzt die spanische Abhängigkeitsquote für 2030 auf 34 %, unter dem europäischen Durchschnitt (38 %) und weit entfernt von Deutschland oder den skandinavischen Ländern, wo sie 46 % erreichen wird. Fedea geht weiter und projiziert 48,7 % für 2050. Asturien wird die am stärksten alternde Region sein mit 50 %, während Murcia nur 26 Ältere pro 100 Jüngere haben wird. Die Sozialversicherung beauftragte Zenón Jiménez-Ridruejo, Professor an der Universität Valladolid, mit mehreren Szenarien: Wenn der Zuzug von Migranten 2025 gestoppt würde, schoss die Abhängigkeitsquote auf 74 Ältere pro 100 Erwerbstätige hoch, und die Rentenausgaben würden 17,34 % des BIP erreichen. Bei anhaltenden Strömen von 600.000 Personen pro Jahr würde die Bevölkerung 2050 70 Millionen erreichen und die Ausgaben auf 8,8 % des BIP sinken.

Das Problem, so die kritischen Stimmen, ist, dass der Bericht das Einbringen von Beitragszahlern mit der Schaffung von Arbeitsplätzen verwechselt. Um sieben Millionen Beitragszahler zu gewinnen, wären sieben Millionen Arbeitsplätze nötig, und mit fünf Millionen Arbeitslosen steigt die reale Zahl auf zwölf Millionen Jobs. Eine in der Debatte kursierende Berechnung fasst es ohne Umschweife zusammen: Wenn keine Aktivität erzeugt wird, füllen die Neuankömmlinge die Arbeitslosenlisten, und das System bleibt ohne Einnahmen.

Warum wird der Zusammenhang zwischen Migration und Renten hinterfragt?

Weil einige behaupten, das System sei ein Pyramidenspiel, das konstantes Wachstum der Beitragsbasis erfordert. Wenn die heute arbeitenden Migranten in Rente gehen – ab 2030 –, müssen mehr Menschen geholt werden, um sie zu finanzieren. Die schwebende Frage ist, wie viele Millionen dann noch nötig sind. Andere sehen das Problem nicht demografisch, sondern als Produktivitätsfrage: Investitionen in Bildung und F&E könnten es weniger Arbeitern ermöglichen, mehr Rentner zu unterstützen. Manche deuten darauf hin, dass das eigentliche Ziel darin besteht, den Arbeitsmarkt zu dumpen, auch den qualifizierten: erst Bauwesen, jetzt Informatiker und Ärzte.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Löhne

Der massive Zustrom von Arbeitskräften drückt die Löhne nach unten. Mit sieben Millionen weiteren Arbeitnehmern würde der Mindestlohn, in den Worten eines Teilnehmers, zu „einer Schüssel Reis und einem Sack voller Wanzen“. Das Unternehmensargument lautet, dass es einen Mangel an IT-Fachkräften gebe; die kritische Antwort ist, dass sie importiert werden, um Code für vier Euro zu tippen. Das Ergebnis wäre eine interne Lohnabwertung, die die Produktion verbilligt, ohne die Produktivität pro Arbeiter zu steigern – das chinesische Modell, übertragen auf Spanien.

Ressourcen: Wasser, ökologischer Fußabdruck und 70 Millionen Einwohner

Über die Beschäftigung hinaus kommt die physische Tragfähigkeit des Landes ins Spiel. Ein Teilnehmer weist darauf hin, dass Spanien bereits den doppelten ökologischen Fußabdruck verbraucht, den die Halbinsel zulässt. Die Versorgung von 70 Millionen Einwohnern im Jahr 2050 würde Wasser- und Umweltressourcen erfordern, die heute nicht garantiert sind. Dies ist eine Variable, die Wirtschaftsgutachten oft ignorieren, aber die ökologische Debatte auf den Tisch bringt.

Politischer Hintergrund und die Falle des Kurzdenkens

Einigen Analysen zufolge liest sich der Vorschlag als ad-hoc-Rechtfertigung für die Importierung billiger Arbeitskräfte. Das eigentliche Ziel, so manche Teilnehmer, sei nicht die Bereicherung des Systems oder die Sicherung der Renten, sondern die Schaffung einer entwurzelten Bevölkerungsmasse, die gegeneinander konkurriert und Bedingungen akzeptiert, die Einheimische ablehnen. Währenddessen vermeiden Politiker unpopuläre Maßnahmen wie die Heraufsetzung des Rentenalters oder die Förderung der Geburtenrate. Die Kritik an der Führungsschicht ist quer durch alle Lager: Es ist die Rede von einer „bestialischen Lohnabwertung“ und der Aufrechterhaltung der Preise für Unternehmen und Aktivitäten der Oligopole.



Was, wenn das Problem nicht ist, wie viele kommen, sondern wie viele tatsächlich Beiträge leisten?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (107 Antworten).

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