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Almodóvar: Filmförderungen werden durch Steuern zurückgezahlt
Almodóvar verteidigt staatliche Zuschüsse für den spanischen Film. Kritiker verweisen auf Daten: Die Branche erwirtschaftet 81 Millionen, erhält aber 167 Millionen.
Almodóvar verteidigt Filmförderung: „Wir zahlen es mehr als zurück“
Wie viel gibt der geförderte Film wirklich zurück? Pedro Almodóvar behauptet, dass das Geld, das Filmschaffende als Vorschuss erhalten, über Steuern und Sozialversicherung „mehr als zurückkehrt“, und zudem Tausende von Arbeitsplätzen schafft. Diese in sozialen Medien verbreitete Aussage hat eine seit Jahren festgefahrene Debatte neu entfacht: die über öffentliche Hilfen für den spanischen Film und deren tatsächliche Rendite. Die Zahlen der Kritiker deuten in die entgegengesetzte Richtung.
Die Rechnung, die das Argument widerlegt
Nach einer unter Kritikern kursierenden Berechnung liegt der Umsatz der spanischen Filmindustrie bei etwa 81 Millionen Euro, während die Subventionen 167 Millionen erreichen. Das bedeutet, die Branche nimmt nur die Hälfte dessen ein, was sie erhält. Auf dieser Basis erscheint eine Rückzahlung über Steuern fraglich: Wenn öffentliches Geld die Aktivität finanziert, sind die daraus resultierenden Abgaben zum großen Teil nur ein Rückfluss der öffentlichen Ausgaben. Dieselbe Rechnung fasst es ungeschönt zusammen: Selbst wenn die Filmschaffenden 100 % der Subventionen als Steuern zurückzahlten, würde die Bilanz nicht aufgehen.
Manche nennen weitere Daten: 50 % der spanischen Filme erzielen weniger als 1.000 Euro Umsatz und haben weniger als 1.000 Zuschauer. Nicht einmal die kassenträchtigsten Namen der Branche – Bayona und Almodóvar selbst werden genannt – hätten diese Gesamtbilanz verbessern können. Der Vergleich mit der spanischen Musik, die ohne Subventionen auskommt und Umsätze generiert, dient als wiederkehrender Kontrast.
Panama, Sicavs und die steuerliche Seite
Der häufigste Gegenangriff bestreitet nicht die Theorie, sondern die Biografie. Es wird daran erinnert, dass Almodóvar mit Gesellschaftsstrukturen in Panama und einer Sicav (spanischer Investmentfonds für Kulturprojekte) zur Besteuerung mit 1 % in Spanien in Verbindung gebracht wurde, sowie sein Name in Berichten über Steueroasen auftauchte. Die Ironie ist scharf: „Sie zahlen mehr als zurück… indem sie Steuern in Panama zahlen.“ Die Paradoxie – öffentliches Interesse verteidigen und private Gewinne optimieren – ist das Argument, das in der Diskussion am meisten Resonanz findet.
Das Grundproblem: Warum der Film ja und der Handwerker nein?
Jenseits des konkreten Falls ist die strukturelle Einwände eine andere: Wenn der spanische Film rentabel ist, warum braucht er dann Subventionen? Wenn er es nicht ist, warum werden sie gewährt? Die Frage erstreckt sich auf andere Sektoren: Warum keine Vorschüsse für Bildhauer, Romanciers oder Maler? Die offizielle Antwort – Kulturförderung – kollidiert mit den Kassendaten. Und es taucht ein wiederkehrender Vorschlag auf: Subventionen durch steuerliche Abschreibungen ersetzen, sodass der Produzent sein Kapital riskiert, bevor er öffentliche Hilfe erhält. Es wird erwähnt, dass zur Zeit Rajoy versucht wurde, ein Gesetz über Mäzenatentum zu verabschieden, das nie zustande kam.
Mit diesen Zutaten hält der Korb nicht stand. Almodóvar sagt, er zahle mehr als zurück. Die Kritiker behaupten, der Film nehme nur die Hälfte dessen ein, was er erhält. Und die Kritiker warten derweil weiter auf das Schalterfenster, an dem die Vorschüsse beantragt werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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