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Arbeitnehmer nicht bei der Sozialversicherung anmelden: Wie schlimm ist das wirklich?
Ein Arbeitnehmer erhielt in Spanien 96 Euro für eine Nachtschicht – verbucht als 'Karnevalsmaske' und ohne Anmeldung bei der Sozialversicherung. Welche Folgen hat das für…
Mitarbeiter nicht anmelden: das kalkulierte Risiko der Unternehmen
Ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes stellte fest, dass er nach einer Nachtschicht nicht nur weniger als die Hälfte des geschuldeten Lohns erhielt (96 statt 179 Euro), sondern dass das Unternehmen ihn nicht einmal bei der Sozialversicherung angemeldet hatte. Das Kurioseste: Die Zahlung erschien auf seinem Konto als 'Überweisung' mit dem Verwendungszweck 'Karnevalsmaske'. Ein so plumper Trick, dass er wie ein Witz wirkt – doch er zeigt, wie leichtfertig manche Unternehmen mit dem Feuer spielen.
Warum riskiert ein Kleinunternehmen eine Geldstrafe?
Die spanische Arbeitsaufsicht (Inspección de Trabajo) nimmt diese Praktiken nicht auf die leichte Schulter. Wer einen Arbeitnehmer nicht anmeldet, selbst nur für einen einzigen Tag, begeht eine schwere Ordnungswidrigkeit, die nach dem Gesetz über Verstöße und Sanktionen im Sozialbereich (LISOS) Bußgelder von 6.251 bis 25.000 Euro pro betroffenem Arbeitnehmer nach sich ziehen kann. Hinzu kommen nicht abgeführte Sozialabgaben, Zuschläge und Zinsen. Für ein Familienunternehmen wie in diesem Fall kann ein solches Bußgeld das Aus bedeuten.
Der Angstfaktor und die Kultur des schnellen Geldes
In der Diskussion wird darauf hingewiesen, dass viele Unternehmen die Sanktionen trotz ihrer Härte auf dem Papier als eine Art Kostenfaktor betrachten. Multinationale Konzerne zahlen und machen weiter; kleine Unternehmen setzen dagegen alles auf eine Karte. Am aufschlussreichsten ist aber das blinde Vertrauen mancher Arbeitgeber, der Arbeitnehmer werde sich aus Angst vor Repressalien oder because er sich in der Branche verbauen könnte nicht melden. In diesem Fall hat der Arbeitnehmer nichts zu verlieren, und der Trick mit der 'Überweisung' und der 'Karnevalsmaske' stellt das Unternehmen vor jeder Prüfung bloß.
Das vorläufige Fazit: Arbeitnehmer nicht anzumelden ist ein enormes Risiko – vor allem, wenn die Methode zur Vertuschung so ungeschickt ist. Die Frage ist nicht, ob das Unternehmen dumm ist, sondern ob das Sanktionssystem ausreichend abschreckt. Wenn man sieht, mit welcher Selbstverständlichkeit manche Arbeitgeber es versuchen, offenbar nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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