Ersetzt Allulose den Zucker? Die wichtigsten Fakten

Allulose liefert 0,2 bis 0,4 kcal pro Gramm und hat einen glykämischen Index von 0. Die FDA hält sie für sicher, doch die Europäische Union hat den Massenverkauf noch nicht genehmigt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Allulose wird den Zucker nicht so schnell ersetzen: Sie ist ein echter Ersatz, mit fast null Kalorien und ohne Blutzuckerspitze, aber ihr Preis und die fehlende Zulassung in der Europäischen Union bremsen ihre Verbreitung.

Allulose ist ein Zucker, den der Körper aufnimmt, aber nicht verdaut. Chemisch gesehen ist sie ein Monosaccharid, das in winzigen Mengen natürlich in Feigen und Rosinen vorkommt und das die Industrie aus pflanzlichen Quellen herstellt. Das Besondere: Unsere Zellen und die Leber verfügen nicht über die Enzyme, die nötig wären, um sie zu verstoffwechseln. Sie wird daher in den Nieren gefiltert und unverändert über den Urin ausgeschieden. Dieses scheinbar kleine Detail verändert ihr Verhalten im Körper komplett im Vergleich zu herkömmlicher Saccharose.

## Fast null Kalorien und keine Blutzuckerspitze

Saccharose liefert **4 Kalorien pro Gramm** und hat einen glykämischen Index von **65**, was zu schnellen Energiespitzen führt und das Insulin stimuliert. Allulose liegt bei **0,2 bis 0,4 Kalorien pro Gramm**, also 90 bis 95 Prozent weniger, und ihr glykämischer Index beträgt **0**. Sie beeinflusst den Blutzucker nicht und löst keine Insulinausschüttung aus – ein Profil, das sie für kohlenhydratarme Ernährungsweisen und für Menschen mit Diabetes geeignet macht.

Es gibt mehr. In zitierten klinischen Studien heißt es, dass Allulose beim Verzehr zusammen mit Kohlenhydraten mit der Glukose um die Rezeptoren im Darm konkurriert und den Blutzuckeranstieg einer normalen Mahlzeit um bis zu **10 %** senken kann. Sie fördert zudem die Fettoxidation als Energiequelle. Das sind bescheidene Effekte, aber sie summieren sich, wenn man den gewohnten Zucker ersetzt.

## Verhält sich in der Küche wie herkömmlicher Zucker

Die Achillesferse von Stevia, Aspartam oder Sucralose ist das Backen: Sie haben kein Volumen, lösen sich anders und vertragen keine Hitze. Allulose schon. Sie karamellisiert, bräunt und durchläuft beim Backen die Maillard-Reaktion, sodass sich Desserts mit derselben Textur und Konsistenz wie klassische zubereiten lassen. Sie gibt Eis, Brot und Getränken Körper und bietet **70 % der Süßkraft** von Zucker bei einem sauberen Geschmack, ohne den bitteren oder metallischen Nachgeschmack anderer Süßstoffe.

Diese Kombination aus Geschmack und Funktionalität sucht die Lebensmittelindustrie seit Jahren. Sie ist nicht einfach ein weiterer Süßstoff: Sie ist ein Ersatz, der sich in denselben Rezepten und mit denselben Backzeiten verwenden lässt.

## In den USA zugelassen, in Europa noch ausstehend

Die US-**FDA** stuft sie als sicher ein (GRAS, generally recognized as safe). In der **Europäischen Union** ist sie dagegen für den Massenverkauf noch nicht zugelassen: Die Ausschüsse verlangen weitere Studien zu den Langzeitwirkungen. Hinzu kommen die hohen Produktionskosten im Vergleich zu normalem Zucker, die jedes Produkt, das sie enthält, verteuern.

Solange die europäische Zulassung nicht da ist, muss man sie in spezialisierten Online-Shops oder in importierten Produkten suchen. Es empfiehlt sich, das Etikett genau zu lesen und sie nicht mit anderen ähnlich klingenden Süßstoffen zu verwechseln. Und bei Diabetes, Unverträglichkeiten oder anderen Stoffwechselerkrankungen ist es sinnvoll, vor einer Ernährungsumstellung mit einer Fachkraft zu sprechen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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