Heizung: Was man wirklich spart, wenn man sie im Winter auslässt

Gasrechnungen von 150 bis 600 Euro gegenüber 40 Euro für eine Biomasseheizung: Dämmung und Anlage wiegen schwerer als die Entscheidung, einzuschalten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Heizung: Was man wirklich spart, wenn man sie im Winter auslässt
Heizen ist Geldverschwendung: die 18-Grad-Methode

Kann man den ganzen Winter ohne Heizung durchkommen? Ja, und manche schaffen das bei -3 Grad. Die These, die sich durch diese Diskussion über bewussten Konsum zieht, ist einfach: In den meisten spanischen Wohnungen ist die Heizung keine Notwendigkeit, sondern ein Komfort, der teuer bezahlt wird. Mit Gasrechnungen, die in manchen Fällen 150 Euro erreichen, andere sich 200 Euro nähern und manche im tiefsten Winter 400 und 600 Euro pro Monat zahlen, ist die Debatte keine Kleinigkeit.

Der Ausgangspunkt ist radikal: Jacke, zwei Paar Socken, eine Decke auf dem Sofa und eine Bettdecke im Bett. Kein einziger Heizkörper diesen Winter an, und das, obwohl aus Zaragoza geschrieben wird, wo das Thermometer einer Apotheke -3 Grad anzeigt und Nebel das Kältegefühl noch verstärkt. Der Schlüssel sei nicht, zu leiden, sondern im Januar nicht in Kurzarmshirts herumzulaufen.

Was es wirklich kostet, die Wohnung auf 24 Grad zu halten

Die erste Zahl, die aus der Fassung bringt, sind die Rechnungen. Manche zahlen 150 Euro, manche kommen an 200 heran, und manche geben in einem Einfamilienhaus in den harten Monaten 400 bis 600 Euro pro Monat an. Demgegenüber ein bemerkenswerter Fall: Ein altes, gut gedämmtes Haus mit 300 Quadratmetern, mit einer Biomasseheizung, die mit Olivenkernen betrieben wird, kommt auf rund 40 Euro im Monat bei 21 Grad Raumtemperatur. Die Heizung kostet mehr, aber nach dieser Rechnung hat sie sich in zwei Wintern amortisiert.

Die Spanne ist enorm, und darin liegt die erste Lektion: Das Heizsystem ist mindestens so wichtig wie die Entscheidung, es einzuschalten. Eine zentrale Heizung, die mittags angeht und um acht Uhr abends ausgeht, lässt Nachbarn mit kleinen Kindern keinen Spielraum, und wer die Fixkosten einer leeren Wohnung zahlt, fragt sich, wofür.

Die Dämmung entscheidet: Wo die Wärme entweicht

Die zweite Front der Debatte ist die Gebäudehülle. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kälte durch das Glas, durch die Öffnung des Rollladenkastens und durch die Fensterrahmen selbst hereinkommt. Einer hat auf Aluminiumfenster mit thermischer Trennung und 6+4+4-Verglasung umgerüstet, zusätzlich eine Styroporplatte in den Rollladenkasten eingebaut, und festgestellt, dass durch das kleine Loch des Gurtbands weiterhin kalte Luft hereinkommt. Ein Konstruktionsfehler, der sich in vielen weiteren Häusern wiederholt.

Die tiefere Kritik richtet sich gegen das Bauen: Die Qualität wurde bis zur beschämenden Grenze gesenkt, es gibt keine Energieaudits bei Fertigstellung eines Gebäudes und keine Sanktionen bei Abweichungen der tatsächlichen Qualität von den Plänen. In Frankreich, so wird erinnert, ist der Energieausweis seit dem 1. November beim Immobilienverkauf Pflicht, und es gibt Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro pro Immobilie für Sanierungen. Hier lässt ein Vermieter, der vermietet, ohne zu investieren, den Mieter mit starker Kondensation, Schimmel am Fensterrahmen und Luftpolstern unter dem Laminatboden zurück, die nur im Winter auftauchen.

Warum stehen Heizkörper unter dem Fenster?

Weil sie eine thermische Barriere bilden: Die vom Heizkörper aufsteigende Wärme stoppt die Kälte, die durch das Glas eindringt. Die Frage, warum sie dort installiert werden, hat eine technische Antwort, auch wenn der Instinkt etwas anderes sagt. Weniger leicht zu verteidigen ist das Thermostat, das von demjenigen, der es montiert hat, in die schlechteste Ecke platziert wurde, oder die Ventile der Heizkörper in leerstehenden Zimmern, die nicht zugedreht wurden.

Hier kommt der Ratgeber fürs Haushaltssparen: sich in Schichten anziehen, eine Wärmedecke fürs Fernsehen, nur das Badezimmer fürs Duschen heizen, eine Wärmflasche fürs Bett, die Heizkörperventile in ungenutzten Bereichen zudrehen. Und eine Zahl, die das Opfer-Narrativ bricht: Manche Wohnungen fallen unter keinen Umständen unter 18 Grad, mit Sommer-T-Shirt und Fleece, ohne etwas einzuschalten. Ausrichtung, Sonne und Dämmung erledigen den Rest.

Die Grenze zwischen Sparen und Elend

Die Trennlinie ist die Frage, die über der gesamten Unterhaltung schwebt. Manche halten es für unsinnig, die Wohnung auf 12 Grad zu halten, wie ein Kinderzimmer, von dem in dem Thread die Rede ist; andere verteidigen, dass ein Thermostat auf 19 Grad, nachts auf 18 gesenkt, logisch ist, ohne die Heizung den ganzen Winter auszuschalten. Die Kälte, so das Argument, ist schlecht: Am Ende gibt man mehr für Krankschreibungen und Ärzte aus als für Heizöl.

Der Kontrapunkt kommt vom anderen Ende: Jemand, der bei 23 oder 24 Grad in kurzer Hose und T-Shirt lebt, mit einem Baby, das nachts die Decke abwirft, und den Schlag auf der Rechnung akzeptiert. „Sich wohlzufühlen, ist nicht mit Geld zu bezahlen“, fasst diese Haltung zusammen. Dazwischen die nüchterne Rechnung: Manche werden feststellen, dass sie pro Jahr mehr für Internet und Handy ausgeben als für Heizung.



Am Ende geht es nicht darum, ob man in Zaragoza mit Nebel und -3 Grad ohne Heizung leben kann. Man kann. Die Frage ist, wie viele derjenigen, die sich über die Rechnung beschweren, im Januar in Kurzarmshirts herumlaufen, und wie viele derjenigen, die mit ihrem Sparen prahlen, eine Wohnung haben, die die Wärme hält, ohne Endesa um Erlaubnis zu fragen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (70 Antworten).

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