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Erdbeben der Stärke 7,6 in Japan: Tsunami-Warnung und zerstörte Häuser
Ein Erdbeben der Stärke 7,6 erschütterte am Neujahrstag West-Japan, löste eine Tsunami-Warnung aus und zerstörte Häuser, während das Epizentrum nahe einem Atomkraftwerk lag.
Erdbeben der Stärke 7,6 in Japan: Der Tsunami und das nukleare Gespenst
Das Jahr begann in Japan mit einem Erdbeben der Stärke 7,6 im Westen des Landes, einer Tsunami-Warnung und eingestelltem Bahnverkehr. Die ersten Meldungen waren uneinheitlich: mal 7,4, mal 7,6, mal 7,8. Die Warnung blieb stundenlang aktiv, und die Behörden forderten zur Evakuierung mehrerer Gebiete in Toyama und Umgebung auf. Es gibt Brände, teilweise eingestürzte Wohnhäuser und Ortschaften ohne Strom oder Wasser. Zudem ist es kalt. Laut den verbreiteten Karten lag das Epizentrum nur wenige hundert Kilometer von einem Atomkraftwerk entfernt.
Ein Tsunami ist keine Welle: Er ist steigendes Meerwasser
Das Kino-Bild einer Wasserwand hält dem Anblick eines echten Tsunamis nicht stand. Was eintrifft, ist eine Flut, die über Stunden drückt: Die erste Welle muss nicht die höchste sein, und das Wasser kann noch lange eindringen, nachdem der Alarm Routine zu werden scheint. Im Jahr 2004 stieg der Pegel zunächst sanft an und verschluckte schließlich ganze Gebäude; jene, die aus oberen Stockwerken zuschauten, mussten höher klettern, bis das Wasser sie erreichte. Ein Tweet neben den Bildern stellte klar: Wellen können mehrere Stunden lang die Küste treffen, und die erste ist nicht unbedingt die größte. Eine Warnung vor fünf Metern bedeutet daher nicht fünf Meter hohe Kämme, sondern fünf Meter über dem Meeresspiegel auf einem riesigen Küstenstreifen. Wer das Film-Monster erwartet, kommt zu spät.
Stärke ist nicht dasselbe wie Intensität
Die Richterskala misst die freigesetzte Energie. Was man spürt und was einstürzt, hängt von anderen Faktoren ab. Die Intensität —in den meisten Ländern nach der Mercalli-Skala, in Japan nach der Shindo-Skala— erfasst die tatsächlichen Auswirkungen vor Ort, wobei die Entfernung zum Epizentrum, dessen Tiefe und der Bodentyp (der verstärkt oder dämpft) eine Rolle spielen. Zwei Beispiele wurden genannt: Japan 2024 mit Richter 7,4 und Mercalli IX sowie Lorca 2011 mit 5,1 und Mercalli VIII. Ein Beben mittlerer Stärke auf weichem Boden kann mehr zerstören als ein starkes Beben auf hoher See. Deshalb sehen zwei Erdbeben mit derselben Zahl völlig unterschiedlich aus.
Warum jedes japanische Erdbeben die Nuklear-Akte wieder öffnet
Wenn es in Japan bebt, richtet sich der Blick automatisch auf die Atomkraftwerke. Hier gab es einen Grund: Das Epizentrum lag nur wenige hundert Kilometer von einem Kraftwerk entfernt, wie die geteilten Karten zeigten. Das Gespenst ist 2011. Berichten zufolge erreichte das Wasser beim Fukushima-Unfall 18 Meter Höhe am Wellenbrecher, weit über den Erwartungen. Ob man genug gelernt hat, lässt sich in den ersten Stunden eines Notfalls nicht beantworten. Es gibt Präzedenzfälle: unterbrochene TV-Programme, mobilisierte Verteidigungskräfte und dringende Evakuierungen in einer eisigen Zone.
Bauen für Stabilität: Was die Opferzahl bestimmt
Ein Erdbeben dieser Stärke in einem Land mit strengen erdbebensicheren Bauvorschriften hinterlässt eingestürzte Häuser, aber nicht die Bilanz, die anderswo zu erwarten wäre. Widerstandsfähige Gebäude kosten Geld, entschieden durch Budgets und Inspektionen, nicht durch Charakter. Die Türkei hatte 2023 sehr strenge Normen, doch fast alle Gebäude stürzten ein: manche wegen Kostensenkungen, andere wegen Bestechung. In Spanien gilt die NCSE02, die wenig ambitioniert ist, und selbst diese wird nicht immer eingehalten. Aus fremden Erfahrungen stammen zwei Anekdoten: Ein Beben der Stärke 5,5 in Narita ließ die Herberge eines Reisenden schwanken, der keinen Schaden erlitt, während die Einheimischen geordnet in die Lobby flohen; ein anderer Bericht beschreibt, wie sich der Betonboden einer Halle bei einem Beben der Stärke 5 "wie Flüssigkeit" bewegte.
Der Tag, der nicht mit dem Beben endete
Zur Tsunami-Warnung kamen Versorgungsunterbrechungen, Brände mitten in einer Kältewelle und nachts ein Flugzeugbrand bei der Landung am Flughafen Haneda, der die japanischen Fernsehbilder dominierte. Gemeinden hatten in den härtesten Stunden weder Strom noch Wasser, und die offizielle Empfehlung, das Gebiet sofort zu verlassen, wurde nicht aufgehoben.
Die Opferbilanz war zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Textes noch nicht abgeschlossen. Unbequem ist, dass der Großteil der Zerstörung nicht auf der seismischen Skala gemessen wird: Er bemisst sich an der Entfernung des Epizentrums zur Küste, am Boden, der jedes Haus trägt, und daran, wie lange das Wasser steigt. Mit diesen drei Variablen hat noch niemand die Rechnung gemacht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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