Ökonom rät zu maximal 8 % des Gehalts für Auto

Der Ökonom Andrés González setzt die Obergrenze für Autokosten auf 8 % des Jahresgehalts. Bei Spaniens Durchschnittslohn sind das 180 Euro monatlich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ökonom rät zu maximal 8 % des Gehalts für Auto
Die 8-Prozent-Regel: Rat, der die Hälfte Spaniens ohne Auto lässt

Andrés González Serrano, ein Ökonom mit fast 360.000 Trinc auf Instagram, hat auf LinkedIn Regeln für den Autokauf veröffentlicht, die kalt aufgenommen wurden. Die auffälligste Regel: Nicht mehr als 8 % des Jahresgehalts für alle Fahrzeugkosten ausgeben, einschließlich Rate, Benzin und Versicherung. Bei einem spanischen Durchschnittsgehalt von 27.000 Euro liegt das monatliche Budget bei 180 Euro. Beim Median, 23.000 Euro, sind es 153 Euro. Und beim häufigsten Einkommen, 14.500 Euro, weniger als 100 Euro. Der Experte selbst nennt das Beispiel eines Verdieners von 50.000 Euro im Jahr: 330 Euro pro Monat. Die Reaktion ließ nicht auf sich warten: Diese leben in einer parallelen Dimension.

Die 20/36/8-Regel und das Problem der spanischen Löhne

González ergänzt seine Formel durch die sogenannte 20/36/8-Regel: 20 % Anzahlung, Finanzierung über weniger als 36 Monate und nicht mehr als diese 8 % des Gehalts für Gesamtkosten. Auf dem Papier könnte ein Käufer mit Durchschnittsgehalt ein Auto für 13.500 Euro anpeilen. Mit dem Median, 11.500 Euro. Mit dem häufigsten Gehalt, knapp über 7.000 Euro. Das Problem ist, dass laut Berechnungen unter Käufern der Markt nichts Neues unter 16.000 Euro anbietet. Die Schlussfolgerung einiger Teilnehmer: Die meisten könnten sich nur einen E-Roller leisten.

Der Ökonom fügt zwei weitere Regeln hinzu. Erstens: Ein Auto ist keine Investition, da es in drei Jahren um 46 % an Wert verliert. Zweitens, sein Favorit: Nur ein Auto kaufen, das man bar bezahlen kann. Und wenn möglich, sollte es 50 % des Bruttojahresgehalts nicht überschreiten. Nach den spanischen Einkommensdaten liegt die Obergrenze damit bei 13.500 Euro für einen durchschnittlichen Angestellten. Schauen wir uns den Markt an, spottet man auf der anderen Seite: Für weniger gibt es nichts.

Das Auto als versteckte Lohnkosten

Es gibt eine Lesart, die über Haushaltsbudgets hinausgeht. Ein Teilnehmer argumentiert, dass das Auto wie auf den Arbeitnehmer abgewälzte Lohnkosten funktioniert: Industriegebiete entstehen dort, wo der öffentliche Nahverkehr nicht hinkommt, und der Weg zur Arbeit zählt nicht zur Arbeitszeit. Wer kein Auto hat, kommt nicht an den Job; wer eines hat, zahlt aus eigener Tasche Infrastruktur, die das Unternehmen nicht deckt. Die 8-Prozent-Regel ignoriert diese strukturelle Falle.

Am anderen Ende berechnet ein Käufer die tatsächlichen Kosten seines Gebrauchtwagens: 9.000 Euro Kaufpreis, 1.000 Euro Wartung und Versicherung, 1.400 Euro Kraftstoff für 20.000 Kilometer, plus 1.800 Euro jährliche Abschreibung. Gesamt: 4.200 Euro pro Jahr, etwa 0,21 Euro pro Kilometer. Die vollständige Aufschlüsselung, Posten für Posten, ergibt eine haltbare Zahl. Den Preis des Autos zu verdoppeln, ruiniert die Berechnung.

Die Finanzierungs-Falle: Bezahlen, was man sich nicht leisten kann

Gonzáles Diagnose ist klar: Viele glauben, dass sie sich einen Kauf leisten können, wenn er finanziert wird. Realität: Man bezahlt ein Auto, das man sich nicht leisten kann. Diese Beobachtung passt zu einer wiederkehrenden Szene: Wer mit einem zwanzig Jahre alten Kleinwagen zur Arbeit fährt, leiht am Ende Geld an einen Kollegen, der sich einen neuen SUV gekauft hat, aber am Monatsende kein Benzin mehr hat.

Einige sehen Leasing als Alternative, mit Skaleneffekten bei Werkstätten, Versicherungen und Reifen. Ein Teilnehmer behauptet, dass Premium-Fahrzeuge bereits für 1.000 Euro pro Monat alles inklusive gesehen werden, und prognostiziert einen Rückgang auf 800 Euro. Das Risiko, das andere sehen: Eine hohe monatliche Rate zu normalisieren und sie zum Einstieg in Autos zu machen, die nie dem Fahrer gehören werden.

Welche Autos Millionäre kaufen (und welche der Rest)

Der unbequemste Datenpunkt der Analyse ist auch der aufschlussreichste: Das häufigste Auto unter Millionären ist vier Jahre alt, vollständig bezahlt und kostet weniger als viele aktuelle Gehälter. Die Lehre des Ökonomen: Erst Vermögenswerte kaufen, dann Luxus. Die Kluft zwischen diesem Verhalten und dem eines Angestellten, der ein neues Auto finanziert, ist nicht eine des Einkommens, sondern des finanziellen Urteilsvermögens, so der Ansatz des Experten.

Die folgende Diskussion deutet auf einen Wandel hin. Während der Immobilienblase kauften Schwarzgeld-Käufer Autos, deren Besitzer sie heute nicht unterhalten können, so die Erfahrung eines Teilnehmers. Wer jahrelang ein bescheidenes Fahrzeug hatte, sitzt nun bequem. Die Prognose, mit Vorbehalten: Wenn der Arbeitsmarkt die Löhne nicht erhöht, bleibt die 8-Prozent-Regel ein theoretisches Übungsfeld und der spanische Fuhrpark altert unaufhaltsam.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (130 Antworten).

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