Erbschaftsteuer in Andalusien, Spanien: So zahlen Sie beim Erben weniger

Ein Vermögen von 500.000 €, drei Kinder und eine vor Jahren verstorbene Schwester: die Rechnung, die die Erbschaftsteuer auf null bringt, und die Schritte, die man nicht überspringen darf.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Erbschaftsteuer in Andalusien, Spanien: So zahlen Sie beim Erben weniger
Eine halbe Million erben und keine Erbschaftsteuer zahlen: das Kleingedruckte

Ein Vater stirbt. Zurück bleiben eine Witwe, zwei lebende Kinder und eine Tochter, die Jahre zuvor verstorben ist. Es gibt eine Wohnung im Wert von rund 300.000 Euro, Konten und Einlagen von etwas mehr als 200.000 Euro sowie ein Testament, das alles zu gleichen Teilen unter die drei Kinder aufteilt, wenn der zweite Ehepartner stirbt. Das Gesamtvermögen liegt bei etwa einer halben Million. Die Frage, die den Fall eröffnet, ist die übliche: Wie viel behält das Finanzamt, und wie zahlt man möglichst wenig?

Die erste Antwort, die im Gespräch fällt, ist eine grobe Überschlagsrechnung: Wenn die Hälfte des Vermögens der Mutter durch den güterrechtlichen Zugewinn gehört, bleiben rund 250.000 Euro, die sich zwei Geschwister teilen, und da jedes Kind bis zu 175.000 Euro steuerfrei erben kann, lautet die Schlussfolgerung, dass keine Erbschaftsteuer zu zahlen wäre. Die Feinheit ist wichtig: Diese Zahl ist eine Schätzung der antwortenden Person, keine amtliche Festsetzung. Klar ist aber, dass die Steuerrechnung null oder fast null ausfallen kann – der Papierkram muss trotzdem erledigt werden.

Welche Schritte nach dem Todesfall zu beachten sind

Die Reihenfolge ist wichtig, und jemand hält sie ausführlich schriftlich fest. Zuerst die Sterbeurkunde vom Standesamt; in vielen Fällen übernimmt das Bestattungsunternehmen den Antrag. Danach die Bescheinigung über letztwillige Verfügungen und die Versicherungsbescheinigung, die online beantragt, über ein Kreditinstitut bezahlt und per Post nach Madrid geschickt werden: Sie kosten zusammen weniger als 20 Euro und kommen in gut zwei Wochen nach Hause.

Damit beantragt man bei der Bank die Kontobescheinigung und die Bewegungen des letzten Jahres, ein Schritt, der nach der geteilten Erfahrung kostenlos ist. Mit den Grundbuchauszügen der Immobilien, dem letzten Testament und allen Unterlagen geht es zum Notariat, am besten zu dem, das das Testament beurkundet hat, weil das den Ablauf beschleunigt. Die Warnung, die immer wieder kommt: Das Geld auf den Konten nicht anfassen, bis man die Erbschaftsurkunden hat und die Steuer abgewickelt ist. Der Kontostand zum Todestag zählt – wer danach Bargeld verschiebt, hilft nicht nur nicht, sondern macht es komplizierter.

Wie viel wird gezahlt, und wer muss zahlen?

Die Erbschaftsteuer wird mit den Formularen 650 und 660 abgewickelt, und hier taucht das Kleingedruckte auf, das niemand liest: Auch wenn die Steuer null beträgt, muss das Festsetzungsformular eingereicht werden. Die Autonome Gemeinschaft entscheidet, und in Andalusien haben die Freibeträge für Ehepartner, Nachkommen und Vorfahren die Steuer in diesen Fällen praktisch auf null gebracht. Aber das Vermögen teilt sich nicht von selbst: Die selbstgenutzte Wohnung und das Geld folgen dem Testament, und die Aufteilung zwischen Mutter und Kindern ist keine freie Wahl, um weniger Einkommensteuer zu zahlen, wie die ursprüngliche Anfrage suggeriert.

Die verstorbene Schwester und die Sterbeurkunde

Die vor dem Vater verstorbene Tochter steht weiterhin im Testament, weshalb ihre Sterbeurkunde bei den Formalitäten vorzulegen ist. Da sie keine Nachkommen oder Vermögenswerte hatte, verschwindet ihr Anteil nicht: Er geht an ihre Vorfahren, also an die Mutter. Ein Detail, das die tatsächliche Aufteilung verändert und das man klären sollte, bevor irgendetwas unterschrieben wird.

Nach der Steuer: Einkommensteuer und das Erbe der Mutter

Die kommunale Grundstücksgewinnsteuer auf die Wohnung und die Übertragungsurkunde sind die beiden anderen genannten Kosten. Und die Frage, die im Raum bleibt, ohne dass eine endgültige Antwort fällt: Was wird nach der Zahlung der Erbschaftsteuer in der Einkommensteuererklärung versteuert, und was wird erneut steuerpflichtig, wenn die Mutter stirbt? Niemand konkretisiert das. Der Rat, der zu Recht immer wieder gegeben wird: einen Anwalt beauftragen – der Betrag und die Komplexität sprechen dafür. Ein Fehler bei der Berechnung kann am Ende mehr kosten als das Honorar.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (7 Antworten).

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