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Die 400.000-Politiker-Rechnung aus Spanien, die selbst Skeptiker nicht glauben
Die Zahl von 400.000 Politikern, die seit dem 15M kursiert, würde auch unbezahlte Bürgermeister und Gemeinderäte umfassen, so ein Forennutzer. Ein anderer hält dagegen, dass diejenigen, die von…
Die Rechnung mit 400.000 Politikern, die niemand belegen kann
Wie viele Politiker und Amtsträger gibt es in Spanien? Die Zahl, die seit der 15M-Ära kursiert — rund 400.000 —, taucht jedes Mal wieder auf, wenn über öffentliche Ausgaben diskutiert wird. Doch gerade der Skeptizismus derer, die sie verwenden, untergräbt sie zunehmend. Eine Rechnung, die Dorfbürgermeister und unbezahlte Gemeinderäte einschloss, lässt sich nicht mit der Zahl der Beamten oder des Pflegepersonals vergleichen. Und da beginnt das Problem.
Woher die Zahl der 400.000 Amtsträger stammt
Die Zahl der 400.000 Politiker ist nicht neu. Sie geht auf die Jahre des 15M zurück, als eine Zählung alle gewählten und vergleichbaren Ämter zusammenrechnete: vom Regierungschef bis zum letzten Gemeinderat einer Gemeinde mit 200 Einwohnern. Diese Methode schließt Menschen ein, die für ihr Amt nichts verdienen oder es mit ihrem Beruf vereinbaren. Ein Dorfbürgermeister in Teilzeit ist kein Berufspolitiker, doch in der Gesamtbilanz zählt er genauso viel wie ein Minister.
Die Diskussion entbrannte erneut anlässlich einer Nachricht, die die Zahl der Politiker mit der von Krankenschwestern, Pflegehelfern oder Sanitätern verglich. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Wenn wir alle zählen, die von der Staatskasse bezahlt werden, explodiert die Zahl. Doch ein Forennutzer präzisiert: Die tatsächliche Zahl derer, die von der Politik leben — mit öffentlichem Gehalt —, liegt bei rund 70.000. Der Rest seien Berater, ernannte Amtsträger und Vertrauenspersonal.
Das Problem, gewählte Amtsträger mit Postenschmeißerei zu vermischen
Hier liegt der Kern der Sache. Etwas anderes ist ein gewähltes Amt — Bürgermeister, Gemeinderat, Abgeordneter —, etwas anderes die Armee aus Beratern, Generaldirektionen, Observatorien und allerlei Sinekuren, die in der Verwaltung gedeihen. Die Zahl von 400.000 vermischt beide Kategorien ohne Aufschlüsselung, was sie mehr zur Keule macht als zu einer brauchbaren Angabe.
Manche halten dagegen, dass das Problem selbst bei Annahme dieser Zahl real ist: zu viele Menschen in unnötigen Positionen. Andere erwidern, die Zahl sei unhaltbar; höchstens könnten Berufspolitiker und Berater zusammen auf 100.000 kommen. Auch das wäre schon eine Ungeheuerlichkeit, aber weit entfernt von den 400.000, die wie ein Mantra wiederholt werden.
Öffentliche Ausgaben und die Rotstiftkürzung, die nie kommt
Es geht im Debattenhintergrund nicht nur darum, wie viele es sind, sondern was sie kosten und warum genau dort nicht gespart wird. Der Vergleich mit der Zahl der nützlichen Beamten — Ärzte, Krankenschwestern, Sanitäter — liegt nahe. Während darüber gestritten wird, ob es zu viele Politiker gibt, wird im Gesundheitswesen und Bildungswesen gekürzt. Das ist der Vorwurf, der durch die Unzufriedenheit zieht.
Der radikalste Vorschlag lautet, die Steuern auf null zu senken und die Grunddienste privat finanzieren zu lassen. Das ist eine extreme Position, spiegelt aber die Verbitterung eines Teils der Wählerschaft wider. Politiker und entbehrliche Beamte sollen einfach nach Hause gehen — das fasst diesen Ärger zusammen.
Was niemand klärt: die echte Aufschlüsselung der Politikausgaben
Weder die Verteidiger der Zahl noch ihre Kritiker liefern eine vollständige Aufschlüsselung. Es gibt kein offizielles Dokument, das angibt, wie viele ernannte Posten es in Spanien gibt, was sie verdienen und welche Aufgaben sie wahrnehmen. Diese Intransparenz ist der perfekte Nährboden dafür, dass die Zahl von 400.000 weiter kursiert.
Unterdessen driftet die Gespräch in andere Richtungen: von der Notwendigkeit eigener Flugzeugträger und Atomwaffen aus eigener Produktion bis zur Frage, ob die über Ceuta kommenden Ingenieure und Chirurgen die Bilanz ausgleichen. Ironie oder nicht, die Debatte verliert sich im Nebel, ohne die ursprüngliche Frage zu beantworten.
Fazit: Die Zahl, die nicht hält, aber weiterlebt
Am Ende lautet die entscheidende Frage nicht, ob es 400.000 oder 100.000 sind, sondern warum es kein öffentliches, zugängliches Register aller politischen und vergleichbaren Ämter gibt. Ohne diese Aufschlüsselung ist jede Zahl ein Glaubensakt. Und in der Wirtschaft ist Glaube schlecht angesehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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