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Der Wasserflaschen-Trick im Kühlschrank, der die Stromrechnung in die Höhe treibt
Flaschen vom Gefrierfach in den Kühlschrank umzusiedeln, um Strom zu sparen, ist thermodynamisch verschwenderisch: Auf -20ºC zu kühlen kostet mehr als auf 4ºC, und das Thermostat fordert am Ende mehr.
Der Wasserflaschen-Trick, der die Rechnung nach oben treibt
Wasserflaschen vom Gefrierfach in den Kühlschrank zu legen, um die Kälte zu halten, klingt nach gesundem Hausverstand. Und ist thermodynamisch gesehen reine Verschwendung. Der als Spartipp gepriesene Kniff zwingt das Gefrierfach, bei viel niedrigeren Temperaturen zu arbeiten, um eine hochwertigere Kälte zu erzeugen, die dann entwertet wird, indem sie einen Fachraum abkühlt, der nur 4ºC braucht. Das Ergebnis: mehr Stromverbrauch, nicht weniger.
Der Kühlschrank ist eines der Geräte mit den meisten Betriebsstunden im Jahr, und jedes zusätzliche Grad kostet Geld. Die Debatte, wie man das Maximum herausholt, beginnt mit einer Liste klassischer Ratschläge —richtige Größe, Energielabel, saubere Lüftungsgitter, kühler Standort, keine warmen Speisen hineinstellen, im Kühlschrank auftauen, Türdichtungen mit einem Blatt Papier prüfen, weder zu voll noch zu leer— und mündet in der Frage, die wirklich Geld bewegt: welche Temperatur einstellen, und wann.
Hochwertige Kälte hat ihren Preis
Das physikalische Argument ist einfach und vernichtend. Je größer die Differenz zwischen dem Kältebereich und der Raumtemperatur, desto mehr Mühe hat der Kompressor, die Wärme abzuführen, und desto mehr Strom verbraucht er. Auf -20ºC zu kühlen ist teurer als auf 4ºC. Deshalb bedeutet Eis vom Gefrierfach in den Kühlschrank zu transportieren, teure Energie am falschen Ort zu kaufen. Manche fassen es spöttisch zusammen: Die Energie, die man auf der einen Seite spart, verliert man auf der anderen.
Die Feinheit liegt beim Tarif. Läuft das Gefrierfach in den Niedrigtarifstunden, wenn Strom billiger ist, und muss der Kühlschrank in den Spitzenzeiten nicht anlaufen, kann die Preisdifferenz den höheren Verbrauch ausgleichen. Das ist die einzige Ritze, durch die der Trick funktionieren könnte, und selbst die ist nicht belegt: Es fehlt eine gründliche Messung. Die praktische Warnung fällt jedenfalls einstimmig aus: nie Glasflaschen, die durch das Eis zerbersten.
Spart es etwas, den Kühlschrank nachts auszuschalten?
Die Versuchung, den Strom für mehrere Stunden zu unterbrechen, ist alt. Ein mechanischer Zeitschalter, der den Kühlschrank in den frühen Morgenstunden vom Netz nimmt, kann bei alten, ineffizienten Geräten die Rechnung drücken, so die Erfahrung derer, die es ausprobiert haben. Das Problem: Ein Thermostat —das je nach tatsächlicher Innentemperatur ein- und ausschaltet— wird durch eine Uhr ersetzt, die nichts davon weiß, was im Inneren passiert. Die Lebensmittel bleiben über der Solltemperatur, und man geht ein unnötiges Risiko ein.
Im Winter tarnt sich das Risiko: Bei kaltem Haus läuft der Kühlschrank kaum an, und die Kühlkette hält. Im Sommer zahlt man das Experiment mit verdorbenen Lebensmitteln. Und ein Detail wird vergessen: Läuft der Kühlschrank nicht an, weil die Umgebung kalt ist, gibt es auch nichts zu sparen.
Das Energielabel wiegt schwerer als jeder Trick
Der stärkste Konsens zeigt in eine andere Richtung: das Gerät austauschen. Ein neuer Kühlschrank der oberen Klasse im Vergleich zu einem alten, lauten kann den Verbrauch so weit senken, dass sich die Investition schnell amortisiert. Berichte über Austauschaktionen weisen auf deutliche Verbrauchsrückgänge hin, wobei deren Messung andere Variablen ausschließen muss. Label, richtige Größe und saubere Lüftungsgitter bringen mehr als jeder Heimtrick.
Bleibt das Geräusch. Ein fünfsekündiges Zischen beim Schließen der Tür ist kein Defekt: Es ist Luft, die durch die Dichtungen einströmt, bis der Innendruck dem Außendruck entspricht. Kälte fließt nicht; Wärme schon. Und das ist, am Ende, die gesamte Physik, die man braucht, um kein Geld zum Fenster hinauszuwerfen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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