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Deloitte lehnt Bewerber ab, der sich ausbeuten lassen wollte
Deloitte lehnt einen Bewerber ohne Englischkenntnisse ab, der den Job wollte, selbst wenn er ausgebeutet würde. Junior-Gehälter: je nach Profil 10.000 bis 25.000 Euro brutto.
Deloitte lehnt den Bewerber ab, der sich ausbeuten lassen wollte
Ein Bewerber erscheint zu einem Vorstellungsgespräch bei Deloitte, ohne Englisch zu sprechen, und mit einem zweimal weitergeleiteten Lebenslauf. Der Test erweist sich als Multiple-Choice-Prüfung. Wochen später kommt der Brief: Er entspricht nicht dem Profil. Und im selben Thread, in dem manche die Absage als Erlösung feiern, gesteht der Bewerber selbst, dass er es erneut versuchen will. Der Paradoxon ist nicht seiner: Es ist das eines Arbeitsmarkts, in dem Callcenter-Arbeit sieben Tage die Woche mit Schichtplänen, die von einem Tag auf den anderen geändert werden, die große Beratungsfirma zum kleineren Übel macht.
Wie der Einstellungstest bei Deloitte aussieht
Der Prozess besteht aus drei Phasen: einer Informationsrunde, einem Englischtest und einem Rechnungswesen-Test. Der Kandidat kommt „todesängstlich“ an, weil er auf Englisch kaum seinen Namen sagen kann. Der Englisch- und der Buchhaltungstest sind Multiple Choice. „Es war leicht“, fasst er zusammen. Andere Bewerber, die dasselbe durchlaufen haben, bestätigen das Format: Prozentwerte, jährliches Prozentwachstum über X Jahre. Der Taschenrechner ist unverzichtbar.
Manche behaupten, gesprochenes Englisch lasse sich kaschieren, indem man absichtlich falsch ausspricht, und einer empfiehlt, mit der Zunge an einem Backenzahn zu sprechen, um den Akzent zu treffen. Schützengraben-Humor. Das echte Ergebnis kommt per Brief: Er besteht den Profilfilter nicht.
Wie viel Deloitte einem Junior in Madrid zahlt
Die Zahlen, die im Thread selbst kursieren, reichen von den 10.000 Euro brutto bei zwölf Gehältern, die eine Kandidatin aus Huelva nennt, bis zu 20.000-25.000 Euro für Ingenieure ohne Erfahrung in Madrid – je nachdem, wie man sich im Gespräch verkauft. Eine andere Bewerberin versichert, das Angebot lag unter 1.000 Euro im Monat. Ein dritter Teilnehmer erinnert daran, dass vor wenigen Jahren Einstiegsberater nicht unter 25.000 und Wirtschaftsprüfer nicht unter 18.000 verdienten.
Die Spanne ist wichtig, weil derjenige, der danach fragt, entscheiden muss, ob sich ein Umzug von Huelva nach Madrid lohnt. Mit diesen Zahlen geht die Rechnung nicht auf.
Warum man sagt, dass Deloitte die Leute verbrennt
Die am häufigsten wiederholte Beschreibung: täglich erst nach 22 Uhr gehen, samstags arbeiten, Urlaubsverschiebungen am Vortag des Urlaubsbeginns. Mehr als 50 Stunden pro Woche. Mehrere Berichte stimmen darin überein, dass Bekannte keine sechs Monate durchgehalten und aus gesundheitlichen Gründen gekündigt haben. Beschrieben wird ein Umfeld, in dem alles Schein ist: zwischen Tabs wechseln, um vor dem Chef engagiert zu wirken, und wo pünktliches Gehen einer Beförderungsverweigerung gleichkommt.
Auf der anderen Seite wird eingeräumt, dass es den Lebenslauf aufwertet, um zu anderen Firmen zu wechseln, und dass eine junge Atmosphäre herrscht. Wer durchhält und es zum Manager schafft, fügt ein anderer hinzu, gelangt in einen Kreis, in dem Status mehr zählt als Gehalt.
Beratung: Spekulation oder Lernen?
Eine Richtung vertritt die Auffassung, dass die Firma ein Produkt verkauft – den Mitarbeiter selbst –, ohne Mehrwert zu schaffen: Der Schulungskurs verbessert niemanden, er verbessert die Erfahrung. Der Chef behält einen Teil der Arbeit anderer und trug nur Kontakte und Verkaufstalent bei. Eine andere Richtung räumt ein, dass man enorm viel lernt und dass es der Sprungbrett sein kann, um später etwas Eigenes aufzubauen.
Gegen beide steht ein dritter Weg: kleine Beratungsfirmen, in denen man keine Überstunde macht, kein Anzug Pflicht ist und niemand aufsteigen will. Der Preis ist der Verzicht auf die vertikale Karriere.
Der abgelehnte Bewerber ist sich sicher: Er wird seinen Lebenslauf erneut schicken. Sein jetziger Job, sagt er, ist schlimmer. Wie sehr muss die Beschäftigung verfallen, damit die Beratungsfirma, die alle als Hölle beschreiben, zur Wunschoption wird?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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