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Lokale Partei gründen: Kosten unter 500 Euro?
Die Gründung einer lokalen Partei in Spanien kostet oft weniger als 500 Euro, doch politischer Druck kann fatal sein. Ein Fallbeispiel aus Bilbao.
Gründung einer lokalen politischen Partei: Startkosten und reale Risiken
Eine politische Partei für eine kleine Gemeinde zu gründen, ist kein wirtschaftliches Hirngespinst. Die minimalen gesetzlichen Kosten liegen bei etwa 200–330 Euro: notarielle Urkunde (150–300 €), Registrierungsgebühr beim spanischen Innenministerium (Ministerio del Interior) (30 €) und je nach Fall eine Bank- oder Notarbürgschaft für die Kandidatur, die bei kleinen Kommunalwahlen meist symbolisch ist. Das eigentliche Hindernis ist nicht das Geld, sondern die Bürokratie und vor allem das bestehende politische Ökosystem.
Das Wahlgesetz legt die Anzahl der Gemeinderäte basierend auf der Bevölkerung fest: Eine Ortschaft mit 2.000 Einwohnern wählt 9 Ratsmitglieder; bei 5.000 Einwohnern sind es 11. Die Liste muss genau diese Anzahl an ordentlichen Mitgliedern plus bis zu drei Stellvertreter enthalten. Aber die Parteigründung ist der einfache Teil. Die Erfahrung der Partido del Karma Democrático in Bilbao zeigt, was danach kommt: Im Jahr 2007, als ihre 2.000 Stimmen den Ausschlag für die Mehrheit im Stadtrat geben konnten, wurden sie unter Druck gesetzt, sich zurückzuziehen oder Fördermittel zu verlieren. Ende des Experiments.
Wer in der Lokalpolitik durchstarten will, sollte wissen, dass die Einstiegskosten gering sind, aber der Preis für die Unabhängigkeit politisch statt finanziell sein kann. Und dass manchmal Telefonanrufe schwerer wiegen als jede Bürgschaft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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