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ADE oder Jura: Kein Studium garantiert ein gutes Gehalt
Debatte über ADE und Jura: Ein Doppelabsolvent behauptet, nur 0 bis 10 Prozent der Anwälte verdienen gut.
ADE oder Jura: Stoff, Vetternwirtschaft und Gehalt
Ist das Bachelor-Studium in Business Administration (ADE) oder das Jurastudium schwieriger? Die Antwort hängt oft von subjektiven Eindrücken ab. Einige sehen Statistik und Kostenrechnung als die eigentliche Herausforderung bei ADE. Andere argumentieren, Jura sei „ernster“ und dass eine Anwaltskarriere ohne Kontakte trostlos ist. Keine der beiden Abschlüsse allein sichert laut der Debatte ein angemessenes Einkommen.
Ist ADE so einfach, wie behauptet wird?
Eine Meinung besagt, man lerne ADE in einem kurzen Kurs und erreiche nicht einmal das Niveau einer Berufsausbildung. Diese Übertreibung hat jedoch ihre Tücken. Laut einem Teilnehmer fehlt dem Absolventen, der keine Statistik, Ökonometrie, Kostenrechnung und Programmierung beherrscht, jede Grundlage im Wettbewerb mit Wirtschaftswissenschaftlern, die mehr mathematische Erfahrung mitbringen. Ein anderer berichtet, er kenne nur einen Fall, in dem jemand ADE ohne Doppelstudium schaffte – indem er zwei Filme pro Tag sah.
Das Ergebnis hängt stark vom Einsatz ab. Wer sich ernsthaft mit Excel, Statistik und Programmierung beschäftigt, entwickelt laut dieser Erzählung Fähigkeiten, die auch außerhalb Spaniens gefragt sind. Wer das nicht tut, eben nicht. Das Studium kann in vier oder fünf Jahren abgeschlossen werden, was wenig über die tatsächliche Schwierigkeit aussagt.
Warum gilt Jura als ernster als ADE?
Diese These vertritt ein Absolvent des Doppelstudiengangs, dessen Argumentation jedoch Lücken aufweist. Sein Standpunkt: Jura lehrt das Schreiben – eine Fähigkeit, die seiner Meinung nach oft fehlt –, ermöglicht die Bewerbung für fast alle öffentlichen Ämter und erleichtert in Kombination mit ADE die bestandene Prüfung für den Finanzdienst (Hacienda). Der Teufel steckt im Detail. Es wird auch daran erinnert, dass Jura Wirtschaft und Buchhaltung umfasst, wenn auch Finanzbuchhaltung statt Kostenrechnung.
Andere kritisieren, dass die Schwierigkeit teilweise künstlich erzeugt werde: Eine einfache Idee – die Zusammenarbeit zwischen Behörden – werde zu einem 40-seitigen Thema aufgeblasen, mit erfundenen Nuancen, dekorativem Latein und absurden Urteilen. Intellektuell minderwertig, sagen sie, aber absichtlich kompliziert gemacht.
Der Arbeitsmarkt entscheidet
Der entscheidende Faktor ist nicht der Lehrplan, sondern das Gehalt. Nach den kursierenden Schätzungen haben praktizierende Anwälte nur eine Chance von 0 bis 10 Prozent, gut leben zu können. Ohne Beziehungen in einer guten Kanzlei verschlechtert sich die Prognose: Hunger, meint ein anderer Teilnehmer. Zudem sind ihre Fähigkeiten kaum international verwertbar; die eines Unternehmensprofils schon eher.
Das Doppelstudium wird als schneller Weg zu einer Beamtenstelle dargestellt. Das reine Jurastudium hingegen lässt sich laut einer Aussage zwischen Rausch und Rausch durchziehen. Am Ende wartet der Markt, der keine Gnade kennt.
Was ist mit Ingenieurwissenschaften?
Hier herrscht breiter Konsens. Ingenieurwesen ist die Hölle, gibt jemand zu, der später ADE studierte. Es ist der einzige Studiengang, dem mehrere Teilnehmer echte Härte zuschreiben, und widerlegt damit die Annahme, alle Studien seien gleich anspruchsvoll. Im Jura-Studium liegt das Problem nicht in der Schwierigkeit, sondern in der Langeweile.
Manche beginnen erst mit 36 Jahren aus Interesse und verlieren schnell die Lust. Sie fassen es so zusammen: Sie wissen nicht, was Studieren bedeutet.
Letztendlich hängt die Antwort davon ab, ob man bestehen oder essen will. ADE bereitet auf den Verkauf vor, Jura auf die Beamtenprüfung, und keines garantiert den zweiten Gang.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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