Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Decathlon verdrängt den lokalen Sportfachhandel
Decathlon bietet T-Shirts ab 5€ an, während Quechua-Stiefel schnell verschleißen. Kunden sparen beim Preis, doch der lokale Sportfachhandel leidet.
Decathlon drückt Preise und schädigt den lokalen Sportfachhandel
Hat Decathlon die traditionellen Sportgeschäfte ruiniert oder eine Lücke gefüllt, die diese offen ließen? Die französische Kette verkauft Sportmaterial, aber vor allem Kleidung – dieser Detail erklärt fast alles. Vor drei Jahrzehnten kostete ein Marken-Trainingsanzug 100 Euro zum Umrechnungskurs und Bergstiefel waren eine Ausgabe von einem Monatsgehalt. Heute kostet ein Fitness-Shirt 5 Euro und Handschuhe 3. Das Problem ist nicht die Billigkeit: Es ist das, was auf dem Weg verloren ging.
Was hat Decathlon im Markt für Sportmaterial verändert?
Es ist kein Neuling. Decathlon war bereits Mitte der 90er Jahre in den ersten großen Einkaufszentren vieler spanischer Städte aktiv. Danach kopierte es das Ikea- oder Primark-Handbuch: niedrige Preise, riesiges Sortiment und ein Besuch, der zum Spaziergang wird. Neben vielen Wohnanlagen gibt es immer noch ein Forum Sport, eine ähnliche Kette, aber teurer und mit weniger Kunden.
Die kleinen Stadtteil-Läden halten sich wie sie können oder haben geschlossen. Viele Überlebende sind Franchise-Betriebe, denn ohne Franchise verkaufen die Marken ihnen direkt gar nichts mehr. Die Erklärung liegt nicht nur im Preis. Sie liegt in Bequemlichkeit und Parkplätzen. Ein kleiner Laden im Zentrum zu besuchen, kostet mehr Zeit als ein großes Warenhaus mit kostenlosem Parkplatz unter einem Dach.
Wie lange halten Decathlon-Bergstiefel?
Das hängt von der Nutzung ab. Die häufigste Erfahrung: Quechua-Stiefel für 39 Euro lösten sich bei einer Wanderung nach sechs Monaten von der Sohle. Mittelklasse-Stiefel um 125 Euro hielten zwei Jahre intensiver Nutzung stand, bevor sie unbrauchbar wurden. Im Vergleich dazu tragen Lowa-Stiefel für 150 Euro seit sechs Jahren Sierra Nevada, Picos de Europa, Pyrenäen und Alpen hinter sich und sehen aus wie am ersten Tag.
Hier liegt die Preisfalle: Billig wird teuer, wenn man sie stark belastet. Manche argumentieren das Gegenteil, dass teure Stiefel [Isollten eigentlich von selbst laufen] und ein 100-Euro-Handy keine drei Jahre hält. Beides kann gleichzeitig wahr sein. Für den Einstieg und gelegentliche Nutzung funktioniert die Kette. Bei intensiver Nutzung ändert sich die Rechnung.
Wer schließt warum? Das Problem ist nicht nur Decathlon
Der lokale Sportfachhandel ist nicht nur wegen der Filialisten gestorben. Die Kommunen haben gegen ihn gespielt: kostenpflichtiges Straßenparken, wegfallende Stellplätze für Container, Fußgängerzonen und Autos aus dem Zentrum verbannt. Das Ergebnis: Der Stamm-Laden kostet mehr Aufwand als ein Einkaufszentrum mit reichlich Platz. Auch Online-Handel hat Marktanteile gewonnen, inklusive Second-Hand-Plattformen.
Was die große Kette jedoch tat, war das Monopol bei Vereinsausstattungen zu brechen. Früher zahlte man im Stadtteil-Laden viel Geld für das Trikot, extra für die Nummer, und Namen waren unmöglich. Decathlon bot gute Trikots mit Designs und Farben, Nummer und Name fast gratis. Stadtliga-Mannschaften und sogar Vereine mieden den klassischen Laden. Dieser Schlag war so hart wie der Preiskampf.
Verkauft Decathlon Sport oder Kleidung?
Vor allem Kleidung. Hier liegt ihr wahres Gold: Basis-T-Shirts, Leggings, Flip-Flops, Strandtücher, dünne Pullover, Winterjacken und Übergangsmode zu Preisen, die nur Primark gleichzieht. Kaum jemand, der ernsthaft Sport treibt, kauft dort spezifisches Material. Für Skifahren, Angeln oder anspruchsvolles Wandern geht man weiterhin zu Fachgeschäften oder Marken, die die Kette nicht führt.
Ein weiterer Punkt ist die interne Konkurrenz. Mit 40 Euro bekommt man bei El Corte Inglés ein Shirt und Hose mit Strumpfhose; mit denselben 40 Euro räumt man bei Decathlon das Regal leer. Diese Differenz, über Jahre multipliziert, hat den Laden zum alltäglichen Standard für viele gemacht, nicht nur fürs Gym. Manche nennen es den Mercadona der Sportkleidung, und das Etikett haftet.
Die Alternative ist weniger Qualität als Kanal
Wer echte Qualität sucht, ist nicht mehr vom stationären Handel abhängig. Outlets von Marken wie Columbia bieten Kleidungsstücke an, die der Basisklasse weit überlegen sind, zum gleichen Preis. Online-Shops mit üblichen Rabatten von 25-30% ermöglichen den Kauf von zwei bis drei Marken ohne Größenprobleme. Und Second-Hand-Plattformen bieten quasi neue Ware mit hohen Abschlägen. Der kleine Stadtteil-Laden konkurriert nicht dagegen. Er versucht es auch nicht.
Und die Qualität der Kette selbst? Es gibt bessere und schlechtere Produkte in jedem Geschäft. Wer Stiefel will, die 15 Jahre halten, zahlt weiterhin 150 Euro bei einer Fachmarke. Wer morgen für 39 Euro starten will, findet auch etwas. Das Bemerkenswerte ist, dass bei diesem Preisniveau noch einige lokale Sportgeschäfte an Ecken überleben, und sich noch darum kümmern, dich zu bedienen. Manche Geschäfte trotzen einfach durch Sturheit.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (362 Antworten).
Pica pica 24 hours wirbt mit schlüsselfertigen Geschäftsmodellen, doch in einem Fall trug der Franchisenehmer die Kosten für Reinigung und Nachbarschaftsbeschwerden.
13 Jahre bei einer Firma angestellt, aber von einer anderen geführt: Illegale Arbeitnehmerüberlassung wird mit Bußgeldern bis zu 187.515 Euro geahndet.
Der spanische IT-Sektor korrigiert sich: Junior-Gehälter ab 16.000 Euro, Angebote für 700 Euro monatlich und ein Fall, in dem KI sechs Monate Arbeit in einem Monat erledigte.
In Spanien erhält der Sohn die Nuda proprietas, die Partnerin das lebenslange Nießbrauchrecht. In Galizien liegt die Pflichtteilsquote bei 25%, was den Verkauf blockiert.