COPE sendet von einem NATO-Stützpunkt in Rumänien – unter Kritik an ihrer Linie

Eine COPE-Radiosendung von einem NATO-Stützpunkt in Rumänien löst Kritik eines Hörers aus, der Themen wie Verarmung, Wohnen und Grenzen fordert

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

COPE sendet von einem NATO-Stützpunkt in Rumänien – unter Kritik an ihrer Linie
COPE sendet von einem NATO-Stützpunkt, während das Publikum Berichte über Spanien fordert

Eine Radiosendung von einem NATO-Stützpunkt in Rumänien, bei der ein Korrespondent das Schwarze Meer als Küste beschreibt, an der man "spüre, dass der Krieg zunimmt", hat genügt, um eine Debatte wieder zu eröffnen, die über den Hörfunk hinausgeht: die Frage, was berichtet wird, wenn die innenpolitische Lage drängt. Die Szene schildert ein Hörer, der den Sender im Auto gelegentlich einschaltet und statt der Themen, die seiner Ansicht nach die öffentliche Diskussion bestimmen, eine Berichterstattung über die europäische Verteidigung vorfindet.

Der Vorwurf richtet sich weniger gegen den militärischen Inhalt als gegen den Rahmen. Von dieser Küste des Schwarzen Meeres, so der Korrespondent, stehe "Europa auf dem Spiel, und um es zu verteidigen, sind unsere Soldaten hier". Übersetzt: Abschreckung als journalistische Priorität. Der Hörer übersetzt es anders: Angst in die Unbedarften jagen, während das Land eine ungelöste Krise nach der anderen durchläuft.

Worum es geht, wenn über die Linie der COPE gestritten wird

Der Sender der Spanischen Bischofskonferenz trägt einen Ruf, den der Hörer mit eigenen Etiketten zusammenfasst: Klerikalismus, Verleugnung, NATO-Gläubigkeit. Hinter den Worten steht eine konkrete Kritik an der Kirchenhierarchie und ihrem Medienapparat, denen vorgeworfen wird, sich mit der atlantischen Erzählung und einer gesellschaftlichen Agenda zu identifizieren, die der Hörer nicht teilt. Die Beschwerde erstreckt sich auf die Bischöfe: "was für eine lächerliche Show der Bischöfe und was für ein ekelhaftes Pack von Journalismus-Fake-Profis".

Die Präsenz in Rumänien wird in diesem Sinne als ein weiteres Stück Propaganda gelesen, die die äußere Front über die innere stellt. Die Liste der Themen, die dem Hörer fehlen, ist explizit: Verarmung, Drogenhandel, Korruption, Einwanderung, territoriale Spannungen und Wohnen. Keines davon, so seine Klage, rechtfertige es, eine ganze Sendung an einen ausländischen Militärstützpunkt zu verlagern.

Militärausgaben und Drohnen: das Geld-Argument

Die zweite Achse des Ärgers ist haushaltsbezogen. Die Kosten für den Einsatz von Kampfjets gegen russische Drohnen werden genannt und dem Mangel an Mitteln gegen andere Bedrohungen gegenübergestellt: Ceuta, Schiffe in spanischen Gewässern und die Boote, die von Barbate bis Formentera kommen. Das implizite Argument ist eine Frage der Ressourcenverteilung: Wenn es Geld gibt, um unbemannte Fluggeräte an der Ostflanke abzufangen, dann sollte es auch Geld geben, um die Südflanke zu überwachen.

Der Vergleich mit der SER schließt den Kreis: "Sie sind nicht besser als die SER". Für diesen Hörer teilen die beiden großen Vollprogramme dasselbe Laster, und das Etikett PP-nah passt für beide gleichermaßen.

Die Kritik an der Kirchenhierarchie und ihrem Medienapparat

Das Unbehagen an der Spanischen Bischofskonferenz ist weder neu noch auf diese Sendung beschränkt. Neu an dem Vorfall ist der Verdacht, dass der Medienapparat der Kirche als Transmissionsriemen einer bestimmten politischen Agenda funktioniert und dass diese Agenda den Aufbau eines äußeren Feindes einschließt, der die heutigen Opfer rechtfertigen soll.

Der Schlusssatz des Hörers fasst die Stimmung zusammen: "Du wirst nichts Materielles haben... ABER KRIEG WIRST DU HABEN". Das Urteil verdichtet die Lesart, dass die Rhetorik der europäischen Verteidigung ohne Scheu mit dem schwindenden Kaufkraftniveau einhergeht.



Der Punkt, an dem die Analyse hängen bleibt, ist der übliche: Wenn die Bedrohung real ist, ist die Berichterstattung gerechtfertigt; wenn es eine Erzählung ist, sind die Opportunitätskosten enorm. Niemand hat bisher bewiesen, welche der beiden Möglichkeiten zutrifft, und währenddessen sendet der Radio weiter von der Küste des Schwarzen Meeres.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver