BlackRocks Bitcoin-ETF bricht Rekorde, doch die Skepsis wächst

BlackRocks IBIT ist das am schnellsten wachsende ETF der Geschichte, aber Zweifel an der Marktm Manipulation und ein Kursverlust von 40 % innerhalb eines Jahres nähren die Skepsis.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

BlackRocks Bitcoin-ETF bricht Rekorde, doch die Skepsis wächst

BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) hat sich zum am schnellsten wachsenden ETF der Geschichte entwickelt und sammelt Vermögenswerte in einem noch nie dagewesenen Tempo. Der Vermögensverwalter rühmt sich des Meilensteins, doch der Kryptomarkt begegnet der Nachricht mit einer Mischung aus Euphorie und Misstrauen. Stehen wir vor der endgültigen Etablierung von Bitcoin als institutionellem Anlageobjekt oder vor der Vorbotin einer Korrektur?

Rekordzahlen und Zweifel an ihrer Nachhaltigkeit

BlackRock verkündet, dass sein Spot-Bitcoin-ETF alle Mittelzuflussrekorde in der ETF-Geschichte gebrochen habe. Die Skepsis richtet sich jedoch gegen die Art der Abwicklung. Zahlreiche Analysten weisen darauf hin, dass ein so massiver und schneller Kapitalzufluss meist mit Markthochpunkten zusammenfällt – und daran erinnern, dass der Vermögensverwalter Verwaltungsgebühren kassiert, egal wie der Kurs verläuft. Tatsächlich ist der IBIT im vergangenen Jahr zeitweise um 40 % gefallen, was Kleinanlegern, die in der Euphoriephase eingestiegen waren, erhebliche Verluste beschert hat.

Kritiker vergleichen die Lage mit anderen Anlagen wie Apple oder europäischen Banken, bei denen die Medien den Wert anpriesen, bevor die großen Akteure ihre Positionen abstießen. Die Regel „das Gegenteil von dem zu tun, was im Fernsehen empfohlen wird" wiederholt sich immer wieder, und BlackRocks ETF bildet da keine Ausnahme.

Die regulatorische Mauer für Europa

Während der IBIT in den USA reibungslos gehandelt wird, stoßen europäische Anleger auf eine Hürde: BlackRocks ETF ist in der EU wegen fehlender verpflichtender Rechtsdokumente nicht handelbar. Plattformen wie Inversis lehnen die Ausführung ab. Alternativen wie der CoinShares Physical Bitcoin (ISIN GB00BLD4ZL17) oder der WisdomTree Physical Bitcoin (ISIN GB00BJYDH287) sind über Broker wie Degiro, MyInvestor oder Trade Republic zugänglich, bringen aber ihre eigenen Komplikationen mit sich.

Der BlackRock-Faktor: Verwalter oder Architekt des Systems?

Eine Analyseströmung geht weiter und hinterfragt Ursprung und Einfluss von BlackRock. 1988 gegründet, war das Unternehmen während der Lehman-Krise noch ein kleiner Akteur; heute ist es überall. Seine Macht ist nicht nur finanzieller, sondern auch kultureller Natur – es setzt ESG- und Diversitätskriterien in den Unternehmen durch, in die es investiert – und weckt Misstrauen. Manche Anleger sehen in seinem Vorstoß bei Bitcoin ein Manöver, um den Markt zu absorbieren und ihm schließlich seinen Weg vorzuschreiben. „Wenn BlackRock es will, werden sie Bitcoin zum offiziellen, verpflichtenden Zahlungsmittel machen", so das Argument.

Und jetzt?

Die Debatte, ob der Rekord des IBIT ein historischer Meilenstein oder der Höhepunkt einer Blase ist, bleibt offen. Einerseits ist der Zustrom institutionellen Kapitals über ein reguliertes Vehikel ein Zeichen der Reife; andererseits kann genau derselbe Mechanismus, der die Anlage erleichtert, auch die Flucht beschleunigen, wenn die Stimmung kippt. Die Zeit wird zeigen, ob dieser Black Stone – die Übersetzung von BlackRock – Bitcoin zermalmt oder emporhebt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (62 Antworten).

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