Silber 800 und 900: Spaniens günstiger Schutz, gekauft nach Gewicht

Spanische Silbermünzen aus der Franco- und Alfonso-XIII-Zeit: 15,2 g Reinsilber bei den 100-Peseten-Stücken und 22,5 g bei den 5-Peseten-Stücken. Preise und der Hinweis auf den Feingehalt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Silber 800 und 900: Spaniens günstiger Schutz, gekauft nach Gewicht
Spanische Silbermünzen: nach Gewicht kaufen, nicht nach Katalog

Spanisches Münzsilber gerät erneut ins Visier all jener, die Schutz suchen, ohne den Aufpreis internationaler Bullion-Münzen zu zahlen. Die 100-Peseten-Münzen von 1966 (Franco) und die 5-Peseten-Münzen von Alfons XII. und XIII. sind zum günstigsten Einstieg ins physische Metall geworden: Man kauft sie wegen ihres Silbergehalts, nicht wegen ihres numismatischen Werts. Das Problem: Die Informationen zu Gewicht und Feingehalt sind verstreut, und die Preise variieren je nach Markt.

Die Zahlen, die zählen

Laut den Angaben der Teilnehmer wiegen die Franco-100-Peseten von 1966 19 Gramm bei einem Feingehalt von 800, was 15,2 Gramm Reinsilber pro Stück ergibt. Die 5-Peseten-Münzen Alfons XIII. dagegen kommen auf 25 Gramm bei Feingehalt 900, also 22,5 Gramm Feinsilber. Bei einem Silberpreis von 0,32 Euro pro Gramm liegt der Metallwert der ersten bei rund 4,88 Euro, der der zweiten bei 7,2 Euro.

Manche sind der Meinung, für diese Münzen sollte man nicht viel mehr als ihr Gewicht zahlen. „Die Franco-Duros von 1966 enthalten 19 g Silber 800 ... das sind 4,88 Euro Silber, zahl nicht viel mehr dafür“, fasst eine kursierende Rechnung zusammen. Für die Alfons-XIII.-Münzen liegt der entsprechende Wert bei 7,2 Euro. Doch der Markt folgt dieser Logik nicht immer: In Madrid wurden Duros zu 10 Euro gesehen, mit Mengenrabatten, die Franco-Münzen zwischen 6 und 7 Euro. In Sevilla, laut einem Forumsbeitrag einer der teuersten Münzmärkte des Landes, sind die Preise tendenziell höher.

Zahlt man nur das Metall oder gibt es einen numismatischen Aufpreis?

Die kurze Antwort: Es hängt von Erhaltung und Jahrgang ab. Für die 5-Peseten-Münzen bewegt sich ein Exemplar mit deutlichem plus ultra und sichtbaren Sternen zwischen 10 und 12 Euro; bei den Franco-100-Peseten ist der Stern 66 am häufigsten, die Spanne liegt bei 5 bis 6 Euro, wenn nahezu unzirkuliert. Der Rest geht nach Gewicht.

Die eigentliche Debatte ist, ob sich dieser Aufpreis lohnt. Eine Analyserichtung meidet Münzen mit numismatischem Wert, weil sie ihren Spread für zu hoch hält —teuer kaufen, billig verkaufen— und den Markt durch das Sammelwesen verzerrt sieht. Eine andere hält Silber mit Feingehalt 800 für das günstigste, das man in Spanien bekommen kann, sogar unter dem Preis von Granulatsilber, und argumentiert, dass in einem Währungskollaps-Szenario die lokale Wiedererkennbarkeit dieser Stücke ein Vorteil wäre.

Der Warnhinweis zum Feingehalt 800

Hier liegt der Punkt, der die meisten Diskussionen auslöst. Manche behaupten, Silber mit Feingehalt 800 gelte nicht als internationales Bullion: Credit-Suisse-Barren mit 800 Tausendstel gibt es nicht. Das würde bedeuten, dass ein Juwelier oder Einschmelzer beim Verkauf weniger dafür zahlt als für Silber 900 oder 999. Das Gegenargument: Die Raffinierungskosten sind überschaubar —ein elektrischer Schmelzofen für den Schmuckbereich kostet etwa 800 Euro—, und ein informierter Käufer kann diese Differenz für sich nutzen.

Die Realität des Einzelhandels ist hartnäckig: Franco-100-Peseten wurden auf Sammlerplattformen schon zu 7,85 Euro gesehen, und manche haben Duros in Einzelfällen zu 8 Euro gekauft. Die Spanne zwischen Kaufpreis und Erlös bleibt die Achillesferse dieser Strategie.

Worauf man vor dem Kauf achten sollte

Der immer wieder gegebene Rat: Gewicht, Durchmesser und Magnetismus prüfen und bei verdächtig billigen Stücken misstrauisch sein. Ein Tropfen Bleichmittel auf der Münze —wird sie schwarz, ist es Silber— dient als Haustest. Bei größeren Mengen klärt ein vertrauenswürdiger Juwelier oder ein Röntgengerät die Frage.

Genau an dem Punkt, an dem die Analyse von Anfang an hakt, bleibt sie auch hängen: Es gibt keine Gewissheit, ob die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis das Risiko rechtfertigt. Bei Silber um 0,32 Euro pro Gramm geht die Rechnung auf. Steigt das Silber, verwässert der Aufpreis. Fällt es, wird der Verkäufer von Münzen nach Gewicht zum Problem.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (61 Antworten).

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