Bitcoin knackt die 1.000-Dollar-Marke nach 500-facher Wertsteigerung

Im November 2013 überschritt Bitcoin erstmals die Marke von 1.000 US-Dollar, nachdem sich sein Wert in drei Jahren verfünfhundertfacht hatte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Von 2 auf 1.020 Dollar: Bitcoin vervielfacht seinen Wert um das 500-Fache in drei Jahren

Kann ein Vermögenswert, der von keiner Zentralbank gedruckt wird, so viel wert sein wie eine Google-Aktie? Im November 2013 lieferte Bitcoin die Antwort mit einem vertikalen Anstieg: Die Kryptowährung durchbrach die 1.000-Dollar-Marke und erreichte einen Höchststand von 1.020, nachdem sie nur drei Jahre zuvor noch bei etwa zwei Dollar notiert hatte. Der Sprung war keine gerade Linie. Es war eine Abfolge von Panikphasen, Erholungen und neuen Höchstständen, die den Preis innerhalb weniger Wochen von 294 Dollar in den vierstelligen Bereich trieb. Wer günstig kaufte, wurde reich; wer zu 102 Euro verkaufte, bereut es heute noch; und wer von einer Blase sprach, muss immer noch erklären, warum diese nicht geplatzt ist.

Der Aufstieg, den niemand stoppen konnte: von 294 auf 1.020 Dollar

Ende Oktober 2013 lag der Kurs bei rund 230 Dollar. Wenige Tage später sahen sich die Marktbeobachter bereits mit Preisen von 294,6 konfrontiert. Das Unverständnis war groß. Manche behaupteten, dies sei nur der Beginn einer dritten Blase, während andere versicherten, dass der Aufwärtstrend durchbrechen würde und man dies „über Nacht“ sehen werde. Sie hatten recht.

Die Entwicklung war brutal. Von 500 auf 600, dann auf 750 Euro, wobei Gold „zum Greifen nah“ war, und schließlich in den vierstelligen Bereich, der früher fiel, als fast alle erwartet hatten. Die Community selbst erkannte den Schwindel an: Wer zwei Einheiten zu 102 Euro verkauft hatte, bedauerte dies schriftlich, und jene, die Bitcoin mit einer Google-Aktie verglichen, wiesen darauf hin, dass die Marktkapitalisierung bei 3.000 Dollar gleichauf wäre. Die Frage, die in jeder Nachricht mitschwang, war einfach: Wie lange hält das durch, ohne zusammenzubrechen?

Warum das FBI Tausende Bitcoins aus dem Silk-Road-Beschlagnahmungen verwahrt

Eines der prägenden Ereignisse zum Jahresende war der Umgang mit den beschlagnahmten Münzen vom größten Schwarzmarkt des Internets. Die kursierenden Zahlen waren beeindruckend: 36.000 Bitcoins stammten aus Konten, die mit Silk Road verbunden waren, und der gesamte beschlagnahmte Betrag lag zwischen 26.000 und 27.000 Einheiten, während der Wert der Nutzerkonten auf Dutzende Millionen Dollar geschätzt wurde.

Das am häufigsten angeführte Argument, warum dieser massive Zufluss den Preis nicht drückte, hatte drei Säulen. Erstens: Beschlagnahmte Bitcoins dienen als Beweismittel und können nicht einfach auf den Markt geworfen werden, was sie faktisch einfriert. Zweitens: In früheren Episoden wurden bereits deutlich größere Verkaufsvolumina absorbiert, sodass der Schock kein neues Phänomen war. Und drittens, das unbequemste Argument: Wenn ein Staat Bitcoin als Geld zur Verfolgung von Straftaten nutzt, legitimiert er ihn indirekt.

Volumina beim Crash im April: Fast 2 Millionen Bitcoins in einer Woche

Das beste Argument der Veteranen gegen die Panik war die Erinnerung. Beim großen Absturz im April 2013 erfolgten Verkäufe über sieben Tage hinweg mit täglichen Volumina von 178.000, 110.000, 529.000, 226.000, 159.000, 226.000 und 550.000 Bitcoins. Insgesamt wurden fast 2 Millionen Einheiten bewegt. Die Währung überlebte, und seitdem gab es nichts in diesem Ausmaß mehr.

Daraus ergab sich die zirkuläre Logik, die die gesamte Diskussion bestimmte: Wenn das System Verkäufe dieser Größenordnung aushielt, als es fragiler war und nur einen Bruchteil wert war, dann war eine Beschlagnahme von 144.000 Bitcoins nur Rauschen. Das Interessante daran ist, dass das Volumen, gemessen in Einheiten, täuscht: 200.000 Münzen zu 13 Dollar zu bewegen ist etwas anderes als zu 200 Dollar, und mehrere Teilnehmer warfen sich dies gegenseitig wenig höflich vor.

Verteidigung der Knappheit gegen das Gespenst der Tulpenblase

Der Vorwurf der Blase verschwand nicht. Vergleiche mit den holländischen Tulpen, Roosevelts Dekret zur Beschlagnahme von Gold oder den Sicherheitsbögen an Flughäfen wurden als Bilder für das heraufziehende Unheil bemüht. Die übliche Antwort berief sich auf die Arithmetik des Protokolls: 21 Millionen Einheiten als Obergrenze und 25 Bitcoins alle zehn Minuten als regulierte Ausgabe, mit einem Angebot, das planmäßig sinkt.

Andere argumentierten ähnlich, aber aus anderer Perspektive: Im Goldrausch haben sich nicht die Bergleute bereichert, sondern diejenigen, die ihnen die Werkzeuge verkauften. Das Unternehmen KnCMiner hätte 3 Millionen umgesetzt, indem es 5.000 Einheiten seiner Hardware in vier Tagen verkaufte – ein paralleles Geschäft, das nicht vom steigenden Preis abhängt. Und die unendliche Teilbarkeit diente als Gegenargument: Der Schutzmechanismus liegt darin, dass man eine Münze in Satoshis zerlegen kann.

Die Börsen, das schwächste Glied: Diebstähle, DDoS-Angriffe und gesperrte Konten

Der unspektakulärste Teil des Ökosystems waren die Wechselplattformen. Ein DDoS-Angriff auf Bitstamp zwang dazu, Verbindungen aus dem Vereinigten Königreich zu sperren. Die Warnungen der erfahrenen Nutzer waren constant: Große Summen auf einer Exchange zu halten bedeutet, ein Risiko einzugehen, das niemand richtig kalkulieren kann, und Fälle von verschwundenem Geld waren zahlreich.

Der meistzitierte Fall war die verspätete Rückgabe von Geldern nach der Sperrung von Bankkonten mehrerer Betreiber. Die Schwierigkeit, Kryptowährungen in Euro umzuwechseln, kollidierte mit einer unbequemen steuerlichen Realität: Umwandlungen sind steuerpflichtig, weshalb ein Großteil der Transaktionen auf den Peer-to-Peer-Markt auswich, mit Rabatten von bis zu 15 % für Bargeld. Bitcoins wurden zwar schon für Pralinen in einer Manufaktur verwendet, aber das tägliche Leben verlangte weiterhin traditionelles Geld.

Bitcoinity steigt von 9.000 auf fast 20.000 verbundene Nutzer

Der ehrlichste Indikator für das Interesse war nicht der Preis, sondern die Zuschauerschaft. Ein Tracking-Panel zeigte 19.667 gleichzeitige Verbindungen, während es in der Vorwoche selten war, die 9.000-Marke zu überschreiten. Dieser Sprung beschreibt eine beschleunigte Adoption durch Netzwerkeffekte, den virtuellen Teufelskreis, den die Optimisten beschrieben: Je mehr Leute eintreten, desto höher steigt der Preis; je höher der Preis, desto mehr Leute treten ein.

Mit diesem Tempo schossen die Prognosen in die Höhe. Ein Teilnehmer behauptete, der Sprung von 1.000 auf 10.000 Dollar würde schneller erfolgen als der vorherige, und setzte dieses Ziel für Ende 2014 an. Auf der anderen Seite stand das Entsetzen jener, die spät dran waren und nur auf den „Zusammenbruch auf die alten 70 Dollar“ warten konnten – ein Preis, der nie kam. Die Masse der Neulinge wusste nicht, welches Risiko sie einging.

Ist es Geld oder eine Wette unter Spekulanten? Der Kern der Debatte

Der Kern des Streits war nicht technischer, sondern monetärer Natur. Eine Strömung vertrat die Ansicht, dass der Wert aus der Nutzung entsteht: Wenn etwas zum Austausch dient und nachgefragt wird, ist es Währung, unabhängig davon, ob ein Staat dahintersteht. Die andere Seite erinnerte daran, dass die Verpflichtung, eine Währung anzunehmen, und die Möglichkeit, Steuern damit zu zahlen, ihre tatsächliche Nachfrage stützen.

Auch die Debatte über Deflation kreuzte sich hier. Gegen die Behauptung, niemand würde konsumieren, wenn das Produkt morgen billiger sei, wurde eingewandt, dass auch in einer inflationsgetriebenen Wirtschaft nicht konsumiert wird, wenn die Rendite von Spareinlagen die Inflationsrate übersteigt. Und die Geopolitik griff voll ein: China, mit dem Yuan im Hintergrund und dem Interesse an Bitcoin, erschien als entscheidender Akteur. Der Währungskrieg, so das Argument, werde von denen gewonnen, die auf Vermögenswerte abseits des Dollars setzen.

Der Tag, an dem die Mauer der 1.000 Dollar fiel

Als der Kurs den vierstelligen Bereich erreichte, herrschte kollektive Euphorie. Man sprach davon, den Mond zu erobern, Passagiere, die in den Zug steigen, und sich festzuhalten, um in die „Nürburgring-Kurve der Kurse“ einzutauchen. Die Veteranen, mit mehr Narben als Enthusiasmus, warnten vor einer dreimonatigen Korrekturphase und dass der nächste Abschnitt nicht gratis sein würde.

Jemand fragte schriftlich, ob Bitcoin eine Million Dollar erreichen könnte. Niemand schloss es ganz aus. Das sagt viel über die Stimmung bei einem Vermögenswert, der drei Jahre zuvor zwei Dollar wert war. Der Unterschied ist, dass dies nun auch jene sagten, die nie gekauft hatten.

Bei dem absorbierten Volumen, dem FBI, das Beweismittel friert, und den gesperrten Wechselstuben hätte die offizielle Geschichte der Blase eigentlich eintreten müssen. Sie wartet immer noch auf ihren Einsatz.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2704 Antworten).

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