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Bitcoin-Golden-Cross: Anstieg von 36.000 auf 69.000 Dollar
Nach einer Golden Cross stieg Bitcoin in 150 Tagen von 36.000 auf über 69.000 Dollar. Die Prognosen von 240.000 und 320.000 Dollar wurden nicht erreicht.
Bitcoin-Golden-Cross: Anstieg von 36.000 auf 69.000 Dollar
Eine am 31. Mai 2021 erstellte Prognose, als Bitcoin bei 36.000 Dollar stand, versprach eine Verdreifachung innerhalb von zwei Monaten. Das Ziel von 100.000 Dollar wurde zwar verfehlt, doch laut dem ursprünglichen Analysten erreichte Bitcoin am 1. November desselben Jahres mit über 69.000 Dollar ein neues Allzeithoch – fast das Doppelte des Ausgangswerts. Der Auslöser war die sogenannte Golden Cross, bei der kurzfristige gleitende Durchschnitte den 200-Tage-Durchschnitt nach oben kreuzen. Diese Analyse basierte auf Charts, historischen Vergleichen und einem konkreten Zeitrahmen.
Was ist eine Bitcoin-Golden-Cross und was wurde erwartet?
Das Prinzip ist einfach zu erklären, aber schwer zu glauben. Der 10- und der 20-Tage-Durchschnitt kreuzen den 200-Tage-Durchschnitt nach oben, während sich der 50-Tage-Durchschnitt dieser langen Linie nähert. Nach Abschluss dieses Musters wurde ein Anstieg um das Zwei- oder Dreifache innerhalb von 20 bis 30 Tagen prognostiziert. Zuvor sollte der Preis im sogenannten „Ultraviolett“-Bereich (UVI) stagnieren und sich etwa einen Monat lang um die Marke von 35.000 Dollar bewegen.
Im Chart vor dem Signal kreuzten die 10- und 20-Tage-Linien die 200-Tage-Linie einen Monat vor dem erwarteten Startpunkt nach unten. Dies diente als grafische Orientierung, verbunden mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass keine Anlageentscheidungen auf Basis dieser Lektüre getroffen werden sollten.
Von 8.000 auf 60.000 Dollar: Die zitierten historischen Vorbilder
Die letzte Bitcoin-Golden-Cross datiert aus Mai 2020 und führte den Kurs von 8.000 auf über 60.000 Dollar: ein Anstieg um fast das Achtfache in einem Jahr. Daraus leitete man die ambitionierteste Projektion ab: 240.000 Dollar, falls sich das Muster wiederholen würde. Es gab weitere Beispiele: ZEN stieg nach seiner Kreuzung in fünf Monaten um das Zehnfache, ANKR in einem Monat um das Sechsfache. PAXG, ein durch Gold gedeckter Token, verdoppelte seinen Wert in sechs Tagen mitten in einem Marktabschwung.
Die detaillierte grafische Aufschlüsselung jeder dieser Kreuzungen mit ihren Linien und Daten bildet das Kernargument, wird hier jedoch nur angedeutet. Die Schlussfolgerung aus all diesen Fällen war stets dieselbe: Das Muster erfüllt sich wie ein Naturgesetz.
Von 100.000 auf 320.000 Dollar: Die Eskalation der Ziele
Zuerst 100.000 Dollar. Dann 240.000. Später 320.000 Dollar für Mai des Folgejahres. Jede Anpassung stützte sich auf bereits beobachtete Multiplikatoren: das dreifache Ausgangsziel, das achtfache Ergebnis von 2020. Das Signal wurde am 8. Juni 2021 um 18:00 Uhr identifiziert und als Beginn der Bewegung präsentiert, begleitet von einer beunruhigenden Warnung: Ohne externe Faktoren würde Bitcoin nie wieder unter 32.000 Dollar fallen.
Fünf Tage später folgte die Bestätigung. Die Kreuzung des 100- mit dem 10-Tage-Durchschnitt gab ein Kaufsignal, der Preis lag bereits 14 % höher. Der Trend, so hieß es, sei damit bestätigt.
Sind gleitende Durchschnitte zuverlässig?
Hier beginnt der Riss im Argument. Ein Teil der Analytiker betont, dass gleitende Durchschnitte und ihre Kreuzungen lediglich Indikatoren sind, die mit Vorsicht zu genießen sind; wären sie hundertprozentig zuverlässig, wüsste jeder Durchschnittsinvestor genau, wann er ein- und aussteigen muss. Die Gegenposition war kategorisch: Jeder kann überprüfen, dass diese Signale nicht irren.
Parallel dazu warnte eine andere Strömung davor, dass zu viele Anleger die Zone um 20.000 Dollar als Einstiegspunkt erwarteten. Zudem hätten viele Altcoins in diesen Monaten Marktkapitalisierung von Bitcoin abgezogen, was das Kapital zurück zum Leitwert treiben könnte. Die Dominanz von Bitcoin würde sich, dieser Einschätzung zufolge (ohne harte Daten), zwischen 50 % in Bärenmärkten und 30 % in Bullenmärkten bewegen. Auch das Energieargument schwingt mit: Ein sehr hoher Bitcoin-Preis macht den Abbau energieintensiv, was regulatorische Verbote und Verfolgung provozieren könnte.
El Salvador und die Erzählung vom Angriff auf den Dollar
Im Juni 2021 verabschiedete El Salvador sein Bitcoin-Gesetz mit 62 von 84 Stimmen. Die geopolitische Lesart ließ nicht lange auf sich warten: Für einige Akteure könnten Überweisungen von Emigranten ohne Banken oder Intermediäre erfolgen, was als direkter Schlag gegen die Position des US-Dollars in der Region interpretiert wurde.
Das Ergebnis: Was geschah mit der Golden Cross?
Der Ablauf stellte sich wie folgt dar: Signal am 8. Juni. Kauf-Kreuzung am 13. Juni. Am 1. November erreichte Bitcoin mit über 69.000 Dollar ein Allzeithoch. Hundertfünfzig Tage lagen zwischen der Prognose und dem Höhepunkt. Die Ziele von 100.000 und 240.000 Dollar wurden innerhalb der angekündigten Fristen nicht erreicht. Als Zugabe bleibt eine Berechnung, die im Thread kursierte: Wer 2011, als Bitcoin bei einem Dollar notierte, 100 Euro investiert hätte, besäße nach dieser Rechnung nun 3.600.000 Dollar.
Die Frage ist nicht mehr, ob das Muster existiert. Sondern wie lange es dauert, bis es wieder sichtbar wird. Die Überzeugtesten nannten kein konkretes Datum für die nächste Kreuzung: Der Autor der Prognose deutete lediglich an, dass „die Schlauen“ ungefähr wüssten, wann es so weit sei. Und ohne ein festes Datum ist eine Golden Cross nur eine Linie, die eine andere kreuzt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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