Bitcoin fällt von 57.000 auf 46.000 Dollar: Kleinanleger halten

Bitcoin sinkt von 57.000 auf 46.000 Dollar und Ethereum von 2.000 auf 1.600. Kleinanleger sind gespalten zwischen Durchhalten und Nachkaufen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bitcoin fällt von 57.000 auf 46.000 Dollar: Kleinanleger halten
Bitcoin fällt von 57.000 auf 46.000 Dollar: Die HODL-Strategie wird getestet

Bitcoin ist von 57.000 auf 46.000 Dollar gefallen. Ethereum sank von 2.000 auf 1.600 Dollar. Kein großes Asset blieb vom Abwärtssog verschont; wer nahe dem Höchststand 470 Euro investierte, schätzt seinen Bestand nun auf 350 Euro oder weniger ein. Die Korrektur übersteigt 20 % und hat die Kleinanleger in zwei Lager gespalten: jene, die aus Überzeugung durchhalten, und jene, die bereits in Panik verkauft haben. Dass es nach unten geht, bestreitet niemand. Diskutiert wird nur, wie stark und wie lange.

Warum fällt der Bitcoin und zieht den gesamten Markt mit sich?

Weil fast alle Kryptowährungen den Bitcoin als einzigen Referenzwert betrachten. Sie bewegen sich im Gleichschritt, sodass eine Schwäche des Leitassets bei anderen die Verluste verstärkt. Kein Projekt mit jahrelanger Historie bleibt verschont, und neu gelaunchte Tokens können den Druck nicht standhalten. Die Bewegung war so schnell, dass die Zwischenunterstützung um 51.000 Dollar zur Randnotiz wurde. Wer im Hoch gekauft hat, steht im Minus, und kein Chart tröstet darüber hinweg.

Wie tief ist der Bitcoin wirklich gefallen?

Weniger tief, als die Panik suggeriert, gemessen am Fibonacci-Retracement. Der aktuelle Rücksetzer liegt bei 21,6 % des vorherigen Anstiegs, während Korrekturen in diesem Zyklus typischerweise 38,2 % oder 61,8 % erreichen. Das heißt: Es gab eine Korrektur, aber noch nicht das übliche Ausmaß. Eine andere Lesart besagt, der Einbruch sei unter 10 %, und die Angst stamme vom plötzlichen Saldoabfall über Nacht. Beide Versionen koexistieren, da sie von unterschiedlichen Höchstständen ausgehen – das ist der Kern der Debatte. Niemand bestreitet, dass ein Asset, das in fünf Jahren um 10.000 % gestiegen ist, irgendwann pausieren musste.

Durchhalten, mit Gewinn verkaufen oder weiter nachlegen

Drei Antworten, drei Profile. Der Halter, der nichts anfasst, ist klar: Er hält Positionen, bis der Bitcoin die 100.000-Dollar-Marke streift, und akzeptiert, dass das Geld sonst tot bleibt, bis es sich erholt. Wer verkauft hat, tat dies mit Gewinn – Kauf bei 12, Verkauf bei 30 – und wartet jetzt auf einen weiteren Fall für den Wiedereinstieg; er surft die Welle und verpasst gerne ein Teilstück. Dann gibt es den Nachkäufer bei jedem Dip mit hohen Durchschnittskosten, der auf „größere“ Abstürze hofft, um billiger zu laden. Stop-Loss-Orders gelten in diesem Umfeld als Anfängersache.

Wie viel muss man investieren, ohne pleitezugehen?

Hundert Euro pro Monat, laut einer der häufigsten Methoden: kleine, konstante Beiträge nur mit verfügbarem Geld, mit einem Horizont von zehn bis fünfzehn Jahren. Wer 2017 so begann und den Bärenmarkt 2018 durchhielt, prahlt mit Ergebnissen und schaut kaum auf Kurse. Das Problem bei Minimal-Käufen sind die Gebühren, die jeden Gewinn auffressen, wenn die Transaktion nur 300 Euro beträgt. Daher das Interesse an Belohnungen und Airdrops großer Börsen, die 5 bis 20 Dollar fürs Anschauen von Videos und Beantworten von Fragen zahlen. Es ist der günstigste Einstieg: null Risiko-Kapital.

Die These vom manipulierten Markt und 300 Millionen Tether

Eine alternative Erklärung für den Crash kursiert, die man als das behandeln sollte, was sie ist: eine unbewiesene Version. Sie besagt, der Fall trete ein, weil rund 75 % der Portfolios im Plus sind, und in einem stark manipulierten Markt reicht es, wenn Großinvestoren Gewinne mitnehmen, um alle anderen mitzureißen. Das Sahnehäubchen ist die Injektion von 300 Millionen Tether durch eine Börse während einer Wartungspause, dargestellt als Express-Rettung zur Stützung des Kurses. Parallel dazu das Hauptargument gegen Verkäufe: Bei drohender Hyperinflation sind Ersparnisse in Krypto besser als in Papier.

Das unbequeme Szenario bleibt bestehen, das niemand ausschließt: Drei Jahre Stagnation, bevor es wieder bergauf geht, falls überhaupt. Eine Wiederholung des Zyklus von 2017 wäre ein Boxenstopp; langanhaltende Stagnation wäre etwas anderes. Die Prognose, mit allen Vorbehalten: Es wird weiterhin Schocks geben, und die meisten Insider werden keinen Euro bewegen. Wer den schnellen Doppelgewinn suchte, hat gelernt, was das kostet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (120 Antworten).

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