Bitcoin bei 50 Dollar: Die Prognose von 2013, die schlecht gealtert ist

Eine informelle Wette aus dem Jahr 2013 sah den Bitcoin-Höhepunkt zwischen 50 und 5.000 Dollar. Die präziseste Vorhersage lag bei 192,35 Dollar im Dezember.

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Bitcoin bei 50 Dollar: Die Prognose von 2013, die schlecht gealtert ist
Die Wette von 2013, die das Bitcoin-Top bei 50 Dollar ansiedelte

Im März 2013 sah die ambitionierteste Wette einer informellen Bitcoin-Prognoserunde einen Höhepunkt von 5.000 Dollar für Oktober 2016 vor. Die vorsichtigste blieb bei 50 Dollar für Oktober desselben Jahres. Dazwischen liegt ein Faktor von hundert, und diese Lücke spricht weniger über das Asset als über die Verwirrung der Beobachter. Das Spiel verlangte zwei Daten: den Monat des Höchststands und den Kurs pro Einheit in Dollar. Die daraus resultierende Liste mit mehr als einem Dutzend Prognosen wurde im Laufe der Jahre zu einem unbeabsichtigten Dokument darüber, wie Markterwartungen entstehen.

Welche Preise wurden für Bitcoin 2013 prognostiziert?

Die erste Wettliste mischte Zahlen, die heute wie ein Scherz klingen. Eine Prognose setzte den Höhepunkt auf Oktober 2016 bei 5.000 Dollar; eine andere auf Oktober 2015 bei 700. Die Vorsichtigen bewegten sich zwischen 50 Dollar im Oktober 2013, 58 im September und 150 im Mai 2014. Die chirurgisch genaue Vorhersage nannte Datum, Uhrzeit und Preis: den 20. Dezember 2013 um 11:35 UTC zu 192,35 Dollar pro Bitcoin. Und manche verzichteten auf den Dollar als Recheneinheit: Sie wetteten darauf, dass ein Bitcoin 2019 zwischen null und zehn Unzen Gold wert sein würde. Am entgegengesetzten Ende wurde die US-Währung für erledigt erklärt und der Kurs als unendlich plus eins angegeben. Alle waren sich zumindest darin einig: Oktober war der Monat.

Warum sahen einige eine Blase, andere Knappheit?

Das Problem verhedderte sich zunächst bei der Definition, nicht beim Preis. Eine Strömung behauptete, dass eine Verzehnfachung des Kurses in kurzer Zeit nicht gleichbedeutend mit einer Blase sei, und dass diese Multiplikation als Diagnose dazu verdamme, Blasen dort zu sehen, wo es nur einen engen und volatilen Markt gibt. Gegenüber stand die These der Knappheit: Es wird nur 21 Millionen Einheiten geben, keine einzige mehr, und der Markt antizipiert lediglich, wie viel jede Einheit wert sein wird, wenn sie eine Geldmenge anstrebt, die mit anderen Währungen vergleichbar ist. In diesem Rahmen ist jede kurzfristige Obergrenze überflüssig.

Auf halbem Weg blieb eine pragmatischere Lesart: Die Technologie ist hier, um zu bleiben, und darum herum passiert dasselbe wie bei den Dotcoms. Anfänglicher Wahnsinn, massive Spekulation, ein paar Abstürze und Stabilisierung, während ernstes Geld eintritt, um Dienste aufzubauen, während Spekulanten das Schiff verlassen.

Szenarien von Null und Dollar-Kollaps

Auch Totenscheine mangelte es nicht. Einer datierte das Ende auf den Moment, in dem ASICs innerhalb von vierundzwanzig Stunden geliefert würden: Bitcoin bei 0,00 Dollar. Eine andere harte Linie machte alles von einer Bewegung Washingtons abhängig – die Erklärung der Währung zur Drogen- und Terrorismusfinanzierungswährung – und vom elektronischen Krieg, der das Netzwerk vollständig abschaltet. Die weiche Version derselben Angst sprach von brutaler Kontrolle beim Wechsel zwischen Fiat-Geld und Bitcoin und kam zum Schluss, dass der reale Wert null sei. Unter all diesen lag eine Intuition: Solange das System das Peer-to-Peer-Netzwerk leben lässt, geht die Party weiter.

Vom Jahr 3126 bis zum Landsitz

Es gab Wetten, die nicht um Preise kreisten. Eine legte den Höhepunkt ins Jahr 3126, wenn die Einheiten Museumsstücke wären und ihr Wert unberechenbar. Eine andere sagte einen Währungskrieg voraus, dessen mittelfristige Auswirkungen schwer zu übertreiben seien, und übersetzte das Ergebnis in materielle Güter: 2020 entspräche ein Bitcoin einem Landsitz von einem Hektar mit Tieren, um Mad Max zu überleben. Und eine dritte, prosaischere Berechnung besagte, dass 2020 30 % der weltweiten Käufe in Bitcoins getätigt würden. Die Wette ließ schließlich jede Einheit zu, außer der, die alle benutzten.

Tether, Börsen und die Untergrenze von 5.000 Dollar

Der Zyklus änderte sich, und damit auch die Achse. Warnungen diskutierten nicht mehr die Obergrenze, sondern zeigten auf die Untergrenze: Vielleicht 5.000 Dollar oder weniger vor Jahresende, ohne eine spätere Erholung auf höhere Niveaus auszuschließen. Das Argument war nicht mehr Regulierung oder Energieverbrauch, sondern die darum herum aufgebauten Betrügereien. Der wiederkehrendste Verdacht richtete sich gegen Tether, weil es ohne die behauptete Deckung emittiere, mit dem Nuance, dass die Federal Reserve zwar auch druckt, aber mit Gesetz und Marines dahinter antwortet. Dazu kam ein weiterer Vorwurf: Börsen, die Zugänge und Transaktionen genau dann blockieren, wenn der Preis einbricht, damit er nicht ganz fällt.

Die Zeit tat ihre Arbeit an der Liste. Jahre später provoziert die Überprüfung dieser Zahlen von 2013 eine Mischung aus Bedauern und Spott: welche gesegnete Unschuld, und ein Satz, der die allgemeine Stimmung zusammenfasst: „Ich sehe diese Preise und möchte weinen.“ Die verdrehteste Wette, die bis zum 30. September 2022 auf 2.192,87 Dollar hielt – einen Tag vor Oktober, ironisierte der Unterzeichner –, macht klar, dass Fantasie nie das Problem war. Bleibt die ewige Frage, mit geänderten Zahlen: Wie viel von dem, was heute sicher über Bitcoin gesagt wird, wird einer Überprüfung in zehn Jahren standhalten?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (129 Antworten).

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