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Bitcoin bei 8.000 Dollar: Geld oder Blase?
Nach dem Facebook-Verbot und Bankenrestriktionen fällt Bitcoin von 20.000 auf 8.000 Dollar. Der Markt diskutiert, ob es sich um echtes Geld oder eine Spekulationsblase handelt.
Bitcoin stürzt auf 8.000 Dollar ab und spaltet den Markt
Anfang 2018, als die Korrektur bereits eingesetzt hatte, fiel Bitcoin nach einem Höchststand von 20.000 Dollar auf 8.000 Dollar. Der Kryptomarkt schrumpfte und die unbequeme Frage kehrte zurück: Ist das Geld oder eine Blase? Das Umfeld war ungünstig. Facebook blockierte Bitcoin-Anzeigen, US-Banken untersagten den Kauf mit Kreditkarten und China schloss ICOs aus. Am 27. Februar kam ein weiterer Schlag hinzu: Craig Wright, einer der angeblichen Bitcoin-Gründer, wurde beschuldigt, seinem Geschäftspartner 5 Milliarden Dollar entzogen zu haben.
Warum ist es so schwer, Bitcoin als Geld zu akzeptieren?
Weil eine Währung, die um 80% schwankt, kein Gehalt zahlen kann. Dies ist das Hauptargument der Skeptiker: Niemand möchte in einer Währung bezahlt werden, die morgen nur noch die Hälfte wert sein könnte. Stabilität ist die Grundvoraussetzung für jedes Zahlungsmittel; ohne sie wird jeder Austausch zur Wette. Befürworter argumentieren, dass der Wert nicht vom Willen der Besitzer abhängt, sondern davon, wie viele ihn halten wollen – hier spielt Bitcoin seine Stärke der programmierter Knappheit aus. Kritiker entgegnen jedoch, dass Knappheit ohne breite Akzeptanz fast nichts wert ist.
Gold, Silber und das Gresham-Gesetz: Was ist gutes Geld?
Die Debatte wandte sich schnell der historischen Definition von Geld zu. Eine Gruppe vertritt die Ansicht, dass Gold und Silber Bedingungen erfüllen, die Bitcoin nicht kann: Sie sind unbegrenzt hortenbar, fälschungssicher und unabhängig von Infrastruktur. In dieser Lesart war Metallgeld das „gute Geld“ und Papiergeld das „schlechte“, ein klassisches Beispiel des Gresham-Gesetzes: Gutes Geld wird gehortet, schlechtes ausgegeben. Die Gegenposition besagt, dass Metall praktisch unhandlich sei – schwer teilbar, optisch schwer prüfbar und mit unbekanntem Bestand –, während Bitcoin diese Probleme löst. Der Streit darüber, welche Ware den Namen „Geld“ verdient, bleibt offen und wird bei jedem Preisverfall neu entfacht.
Die Blockchain überlebt den Preisverfall
Hier liegt der entscheidende Nuance für viele. Einige erinnern daran, dass die Charts der Abstürze von 2011, 2013 und 2014 identisch aussehen: Panik, Kapitulation und Wiederaufbau. Doch der eigentliche Wert liege nicht in der Münze, sondern in der dahinterliegenden Technologie. Die Blockchain eliminiert den Intermediär, der heute Transaktionen zwischen Fremden garantiert, und beseitigt damit Kosten und mögliche Voreingenommenheit. Wenn ein Netzwerk, das 7 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet, teuer im Betrieb und energieintensiv ist, auf 300 Milliarden Dollar kapitalisiert wurde, stellt sich die logische Frage: Wie viel ist ein effizienteres Protokoll wert? Der Preis kann fallen; das Protokoll bleibt bestehen.
Wer druckt das Geld und warum ist das wichtig?
Hinter dem Einbruch steckt auch eine politische Dimension. Die größte Macht der Geschichte sei die Geldausgabe, argumentieren Kritiker, und Kryptowährungen bedrohen diese direkt. Daher sei der Kurswechsel großer Akteure kein Zufall: Fonds positionierten sich als Intermediäre, statt Bitcoin zu kaufen. Manche sehen in Bankverboten und Werbeblockaden eine koordinierte Verteidigung dieses Privilegs, andere lediglich regulatorische Vorsicht. Die Frage, wer den Wert einer Währung bestimmt – der Markt oder die Autorität – durchzieht das gesamte Thema und hat keine einfache Antwort.
Wie stark muss Bitcoin fallen, um Gewinne zu löschen?
Die Mathematik des Absturzes ist gnadenlos. Ein Anstieg von 2000% wird durch einen Fall von 95% neutralisiert; wenn der Preis bereits um 70% gesunken war, fehlten weitere 83%, um zum Startpunkt zurückzukehren. Ein Detail, das zum Nachdenken zwingt: Wer 2013 bei 150 Dollar eingestiegen war, hatte selbst bei 7.500 Dollar noch das Fünfzigfache verdient. Eine Erholung auf 10.000 Dollar nur zehn Tage nach dem Tiefpunkt hätte für Käufer am Boden eine Rendite von knapp 50% in zehn Tagen gebracht. Ein Asset, das dazu fähig ist, verhält sich nicht wie Geld, sondern wie eine spekulative Wette.
Mit diesen Zahlen sollte die Diskussion eigentlich geklärt sein. Ist sie aber nicht. Diejenigen, die eine unaufhaltsame Technologie sehen, und jene, die teuren Nebel wittern, betrachten dieselben Daten und ziehen gegensätzliche Schlüsse; der Preis erholt sich, fällt wieder und keiner ändert seine Meinung. Die Frage, ob Bitcoin jemals Geld sein wird, steht genau dort, wo sie begann.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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